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Lie In Ruins: Floating In Timeless Streams (Review)

Artist:

Lie In Ruins

Lie In Ruins: Floating In Timeless Streams
Album:

Floating In Timeless Streams

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Death Metal

Label: Dark Descent / Soulfood
Spieldauer: 42:03
Erschienen: 20.11.2020
Website: [Link]

Mal wieder eines dieser Death-Metal-Alben in jüngerer Zeit, die so klingen, als ob sie in einem unterirdischen Gewölbe aufgenommen worden wären … aber ein gutes, und die Produktion von "Floating In Timeless Streams" ist kein bisschen verhallt.

Das wäre auch bedauernswert, denn LIE IN RUINS schreiben hervorragende Songs, wie man bereits 2014 auf dem Vorgänger "Towards Divine Death" erkennen konnte, gleichwohl die Band beim Komponieren in ihrer Herangehensweise deutlich kurzatmiger geworden ist. Das führte dazu, dass ihre neue Scheibe fast um die Hälfte Kürzer ausfällt, doch geschadet hat diese Straffung nicht - im Gegenteil.

Die erst dritte LP der immerhin schon seit Anfang der 1990er (damals noch unter dem Banner Dissected) aktiven Gruppe strahlt von Anfang bis Ende Unheil aus, während sich die Songs stilistisch zwischen dem Sound der finnischen Heimat der Musiker und dem des benachbarten Schwedens bewegen. Das hämmernde 'Spectral Realms of Fornication' gehört zu LIE IN RUINS' vergleichsweise primitiven Nummern, doch selbst hier fesselt die Band mit pfiffig eingebauten atmosphärischen Parts, zu denen auch die beiden kurzen 'Interlude'-Tracks (Akustikgitarre, Klavier, Orgel) gehören.

Die Dampfwalzen 'Earth Shall Mourn' und 'Descending Further' - letzteres so eine Art verhinderter Stockholm-Hit mit dem Flair der ersten Amorphis-EP - halten als kompakte Anspieltipps dieses starken Traditionsmenüs her, dessen dezent untergehobene Zutaten aus dem Kleingedruckten des gängigen Todes-Rezeptbuchs für anhaltende Würze sorgen.

Die Stimmen der zwei Frontleute sind ein vernachlässigbarer Schwachpunkt, denn weder Gitarrist Tuomas Kulmala noch Bassist Roni Sahari wird dem wandlungsfähigen Instrumental-Fundament gerecht; zwischen Staubsauger-Grunzen und heiserem Kreischen - beides kaum verständlich - scheint es bei ihnen keine alternative Ausdrucksform zu geben, aber egal …

FAZIT: "Floating In Timeless Streams" bietet mitreißenden, recht komplexen und dennoch nicht schwer zugänglichen Death Metal nordeuropäischer Couleur, wie er schon immer gespielt werden musste. Finnland-Fans brauchen das Teil sowieso.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1312x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Earth Shall Mourn
  • Spectral Realms of Fornication
  • Interlude I
  • (Becoming) One With the Aether
  • Drowned
  • The Path
  • Descending Further
  • Suffocating Darkness
  • Interlude II
  • Where Mountains Sleep

Besetzung:

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