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Peter Lenz Lithium: E (Review)

Artist:

Peter Lenz Lithium

Peter Lenz Lithium: E
Album:

E

Medium: CD/Download
Stil:

Jazz

Label: Skirl / Harmonia Mundi
Spieldauer: 56:56
Erschienen: 17.04.2020
Website: [Link]

Auf seinem dritten Album in Viererbesetzung zeigt sich Schlagzeuger und Komponist Peter Lenz einmal mehr als Crossover-Musiker, der so leichtfüßig wie nur wenige zwischen den oft piefig elitäre Empfindungen evozierenden Polen Klassik und Jazz wandelt.

Vielleicht ist das erhaben bunte Bild, das "" zeichnet, der Tatsache geschuldet, dass der Bandleader im Vorfeld monatelange Impulse auf Reisen sammelte; jedenfalls übertrifft das Album den gewiss nicht blassen Vorgänger "Lithium" an Extravaganz, gleichwohl kein Track in unkonstruktiven Hochleistungssport ausartet.

Vielmehr handelt es sich um intime Kammermusik mit improvisatorischer Farbenfreude, aufgewertet durch die Kraft einer punktgenau aufeinander eingespielten Jazz-Combo. Das seit sechs Jahren existierende Quartett. Ein wichtiger Faktor dafür, dass beispielsweise 'Enough' und Enclouded' - jawohl, "E" liegt ein hintersinniges inhaltliches Konzept zugrunde, das sich bereits in den Anfangsbuchstaben der Track-Titel niederschlägt - mit subtiler Ruppigkeit Spannung erzeugen, ist sicherlich der neue, ausgesprochen flexibel und zugleich gefühlvoll in die Saiten greifende Gitarrist Keisuke Matsuno.

Zusammen mit Holzbläser Chris Speed erwirkt er mitunter (vor allem dann, wenn der Tenorsaxofonist alternativ seine Klarinette ansetzt) faszinierend "neue" Sounds, die den mal düster nervösen, mal Zuversicht suggerierenden Charakter von "E" verstärken. Währenddessen demonstriert der Österreicher hinter den Kesseln an der Seite von Bassist Stefan Lievestro wie gedankenvoll und intuitiv zugleich eine schier blind interagierende Rhythmusgruppe klingen kann.

FAZIT: Ungeachtet des Umstands, dass "E" vertonte Suche von Sinn bzw. - genau - Erklärungen sein soll, ist es ein eindrucksvolles Impro-Rock-Spiel mit Licht und Schatten, die nicht nur ein echtes, erfülltes Leben ausmachen, sondern an dessen Ende im Idealfall ein helles Grau ergeben. Dementsprechend tönen LITHIUM hier auch zu keiner Zeit grell, sondern stufen eine Fülle von Nuancen ab.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 547x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Escape
  • Enough
  • Enclouded
  • Exhale
  • Emerge
  • Eleanor

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • E (2020) - 11/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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