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Smoke Mountain: Queen of Sin (Review)

Artist:

Smoke Mountain

Smoke Mountain: Queen of Sin
Album:

Queen of Sin

Medium: CD/Download
Stil:

Doom Metal

Label: Argonauta / Soulfood
Spieldauer: 34:33
Erschienen: 27.03.2020
Website: [Link]

Dass SMOKE MOUNTAIN aus dem schwülen Florida an der Ostküste der Vereinigten Staaten stammen, meint man, aus ihrer Musik herauslesen zu können, wenn man's weiß. Die Band brummt, knarzt und scheppert sich ohne nennenswerte Produktion im herkömmlichen Sinn durch die zigste Nicht-Variation auf das Thema "Frau nölt pseudo-böse Texte zu simplen Doom-Riffs" und agiert dabei so dreist stoisch, dass man fast Freude am Zuhören hat … aber eben nur fast.

Der durch und durch miese, übersteuerte und verhallte Sound von "Queen of Sin" rangiert an der Grenze des Unerträglichen. Das Album, dessen Titel nur als Wink mit dem Zaunpfahl gen Coven-Frontfrau Jinx Dawson als Urmutter aller dem Gehörnten huldigender Rock-Damen zu verstehen sein kann, klingt wie ein live in irgendeinem Hinterhof mitgeschnittenes Bootleg.

Fuzz-Pedale werden zum Qualmen gebracht, während sich ermüdend oft ein und dieselbe Akkordreihenfolge wiederholt und ein ausdrücklich nicht groovender Drummer unwirsch auf seine Felle bzw. Becken einschlägt. Die drei Köpfe Sarah, Lee und Brian Pitt sind miteinander verwandt, doch ihre primitiven Songs vermitteln nicht den Eindruck, Musik stünde im Mittelpunkt ihrer Familie, Kommune, WG oder was auch immer.

Die auf welche Art auch immer "okkulten" (abgesehen mal von ihrem Image, das hinsichtlich seiner Gewöhnlichkeit quasi aus einem Selbstbaukasten kommt) Texte sind genauso unerheblich wie die dazugehörende Stimme, deren Melodieführung man jeweils schon absieht kann, kaum dass ihre Besitzerin zum ersten Mal Luft holt.

Dieses Debüt geht im Grunde als Verlängerung dessen durch, was 2017 schon eine selbst betitelte EP ausmachte, das erste Lebenszeichen der Gruppe. "Queen of Sin" mag auch deshalb stark von den turbulenten Seventies geprägt sein, weil sich die Girls und Brian einer Bildersprache bedienen, die auf damals populäre Exploitation-Trash-Filme anspielt - gesetzlose Biker, dystopische Szenarien usw., doch ganz ehrlich: Schon damals hätten SMOKE MOUNTAIN keinen getopften Wüstenkaktus damit gewonnen.

FAZIT: Wenn es um orthodoxen Doom mit Frauengesang geht, hört lieber Witch Mountain als SMOKE MOUNTAIN. Abgegriffener als "Queen of Sin" geht's in diesem Bereich praktisch nicht.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 460x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 6 von 15 Punkten [?]
6 Punkte
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Tracklist:
  • Queen of Sin
  • The Master Serpent
  • Touch of the Sun
  • Midnight Woman
  • I Walk Alone
  • Deathproof
  • Devil Woman
  • End of Days

Besetzung:

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