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Squealer: Insanity (Review)

Artist:

Squealer

Squealer: Insanity
Album:

Insanity

Medium: CD/Download
Stil:

Heavy Metal

Label: Pride & Joy
Spieldauer: 49:04
Erschienen: 04.12.2020
Website: [Link]

Mensch, SQUEALER, eine Band von eurem Format tut sich mit einem Cover wie dem von "Insanity" noch weniger Gefallen wie ein unbeschriebenes Newcomer-Blatt … aber auf die inneren Werte kommt es an, nicht wahr?

Die nordhessischen Urgesteine dürften wohl auch aufgrund dieser hemdsärmeligen optischen Inszenierung, was ihr zehntes Studioalbum, weiterhin zu den Underdogs schlechthin der deutschen Metal-Szene gehören, doch die zwanglose Art, auf die sie offensichtlich Musik macht, kommt der Qualität ihres Schaffens schon seit mehreren Releases zugute.

Auch "Insanity" ist ein wunderbar unkalkuliertes Stück Stahl unterschiedlicher Legierungen, wirkt aber dennoch wie aus einem Eisenguss. Nach dem wütenden Thrash bis Speed Metal 'Into Flames' (geil knurriger Gesang und Ohrwurm Hook, noch geilerer Solo-Trade-off) stoßen SQUEALER prompt mit dem gespreizten Wah-Wah-Stampfer 'Salvation' vor den Kopf, wobei sich Sänger Sebastian wieder als wertvollster, weil der Mucke entsprechend wandelbarer Posten der Gruppe erweist.

Als Chamäleon brilliert er folglich auch im hämmernden 'My Journey', bei dem der rockige Endteil das Salz in der Suppe ausmacht, und während des bedrohlichen 'Hunter Of Myself', wo SQUEALER mit nachgerade black-metallischem Tremolo-Riffing aufwarten; ansonsten klingt dieses Glanzlicht sehr stark nach den Hernern Rage Ende der 1980er, auch und gerade wegen der Vocals.

Das hymnisch schreitende 'Lose Control' ist eher unauffällig, aber zumindest auf der harmonischen Ebene interessant, wobei man übrigens noch einmal darauf hinweisen darf. dass Lars Döring und Michael Schiel als intuitiv zusammenwirkendes Gitarristen-Duo nicht nur innerhalb Deutschlands ihresgleichen suchen. 'Low-Flying Brains' hat nicht nur wegen des beteiligten Pianisten Ingmar Klippert einen leisen Gothic-Touch im Geist der 1990er, komplett mit mustergültigen Bass-Achtel-Strophen.

Unterbewertet? Jawohl, auch wenn "Insanity" in letzter Konsequenz nicht das stärkste SQUEALER-Album ist. Am Ende gerät die Combo nämlich ein bisschen aus der Puste, weshalb die Prominenz im Finale irgendwie naheliegt, oder? 'Black Rain' wurde mit Axxis-Goldkehlchen Bernhard Weiss sowie Savatage- und Circle-II-Circle- Sänger Zak Stevens in Szene gesetzt und setzt einen stimmigen Schlusspunkt unter ein buntes, leicht überdurchschnittliches Album, das seinen Vorgänger nicht übertrifft.

FAZIT: SQUEALER bleiben auf ihrem mit Stammproduzent Ito Grabosch realisierten neuen Album eine feste German-Metal-Instanz, schwächeln nicht und waren Songwriting-technisch trotzdem schon besser. Der Vollständigkeit halber: Mix und Mastering lagen in den Händen des ehemaligen Helloween-Gitarristen Roland Grapow (heute Masterplan), der auch als Gast in die Saiten langte, vor allem jedoch einen amtlichen, zeitgemäßen wie zeitlosen Sound gewährleistet hat.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 599x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Into Flames
  • Salvation
  • Bad Tasting Sin
  • My Journey
  • Low-Flying Brains
  • Hunter Of Myself
  • Insanity
  • Lose Control
  • Power Of Bliss
  • Black Rain

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
hendrik
gepostet am: 03.12.2020

Ich versuchs jedes Mal, aber die fand ich nur mit Gus Chambers als SQUEALER A.D. gut...
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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