Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Tillian: Lotus Graveyard (Review)

Artist:

Tillian

Tillian: Lotus Graveyard
Album:

Lotus Graveyard

Medium: CD/Download
Stil:

Progressive Metal

Label: Just For Kicks
Spieldauer: 50:34
Erschienen: 27.03.2020
Website: [Link]

Hinter TILLIAN verbirgt sich die israelische Sängerin und Komponistin Leah Marcu, die Mitte des vergangenen Jahrzehnts als Solokünstlerin anfing und schließlich eine vollständige Band um sich scharte, mit der sie nun in Form von „Lotus Graveyard“ ein erstes Album zur Diskussion stellt.

Dem Material merkt man in positiver Weise an, dass es von einer Person für eigene Zwecke komponiert wurde. Stilistisch bewegt sich die Gruppe im "ethnischen" Prog-Metal-Bereich, dort allerdings eher am Rock-Rand statt der extremen Grenzen. Marcus ausdrucksvolle Vocals stehen naturgemäß im Brennpunkt des Geschehens, doch das Drumherum ist kein schnödes ebensolches, sondern beruht auf teilweise sinfonischen, aber immer kunstvoll gestrickten Arrangements, die auch Ausflüge sowohl in die Kammermusik - fest integriert ist ein Trio aus Cello, Akustikgitarre und Klavier - als auch auf folkloristisches Terrain zulassen.

Wohingegen TILLIAN in 'I’m too close' Musical-Qualitäten an den Tag legen, weichen verhältnismäßig ruhige Momente wie in 'Moonlight Dancer' den bisweilen kräftigen Schuss Theatralik, den die Frontfrau einbringt, ein wenig auf. Dann hat ihre Musik etwas von der Weltfremde der jungen Kate Bush oder Tori Amos (höre etwa 'Touched') und weist Bezüge zu sogenannter World Music auf, wenn uns etwa das feurige 'Monster' auf die iberische Halbinsel entführt oder, was wiederholt geschieht, Klänge des Nahen bis Mittleren Ostens - nicht aus nur der Heimat der Gruppe - heraufbeschworen werden.

Das an britische Prog-Pioniere der 1970er (Yes, Genesis) angelehnte 'Black Holes' dürfte die traditionellste Nummer im Aufgebot sein und markiet so gesehen sogar den Schwachpunkt von "Lotus Graveyard" Gänzlich unnötig hingegen: die Death-Metal Growls während 'Love or Heaven', die krampfhaft hineingezwängter Effekthascherei gleichkommen.

FAZIT: "Lotus Graveyard" ist ein vielschichtiges und dabei auf rein kompositorischer Ebene nicht immer zwingendes Album. TILLIAN stehen noch am Anfang, ziehen sich als leicht exotischer Prog-Rock- bzw. Metal-Newcomer aber achtbar aus der Affäre.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 519x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Reborn
  • Touched
  • Frozen Sun
  • I'm too close
  • Monster
  • Moonlight Dancer
  • Black Holes
  • Caught in your Slough
  • The Beggar
  • Love or Heaven
  • Earth Walker

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Thomas
gepostet am: 06.07.2020

VÖ: 06.09.2019
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier gibt Milch?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!