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Various Artists: Dirt [Redux] (Review)

Artist:

Various Artists

Various Artists: Dirt [Redux]
Album:

Dirt [Redux]

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Grunge / Stoner / Doom Metal

Label: Magnetic Eye / Soulfood
Spieldauer: 63:47
Erschienen: 18.09.2020
Website: [Link]

Für Underground-Trüffelsucher sind die "Redux"-Titel des US-Labels Magnetic Eye Records, auf denen klassische Album zur Gänze von unterschiedlichen Acts aus dem weiten Stoner-, Doom- und Retro-Rock-Bereich neu eingespielt werden, empfehlenswerte Sampler, doch Alice In Chains' Frühneunziger Drogen- und Selbsthass-Offenbarung "Dirt" ist ein hartes Brot, an dem sich die meisten "Nachspieler" die Zähne ausbeißen.

Den Sludge-Ekelpaketen THOU gelingt der Kniff, das für ihre eigene Musik übliche Gekreisch mit starken melodischen Vocals zu doppeln, wobei aber trotzdem nach wie vor Secrets of the Moon die ultimativen Zweitinterpreten von 'Them Bones' sind. VOKONIS schlagen als skandinavische Außenseiter auf "Dirth [Redux]" leider nicht positiv zu Buche, sondern scheitern instrumental solide an Layne Staleys aufopferungsvoller Vorlage am Mikrofon.

Die Ambient-Dröhner LOW FLYING HAWKS gleichen 'Dam That River' schonungslos ihrem eigenen geschmäcklerischen Stil an und entfernen das rhythmische Fundament des Originals so gut wie gänzlich.

Nullachtfuffzehn-Stoner-Kapellen bleiben HIGH PRIEST - wenn auch mit strahlkräftigem Frontmann - und FORMING THE VOID anscheind auch dann, wenn sie sich an fremden Liedern vergreifen ('Rain When I Die' respektive 'Junkhead'), und THESE BEAST setzen 'Sickman' ebenfalls auf ihre relativ beliebige Garage-Rock-Art um. SOMNURIs Darbietung des Titelstücks leidet indessen unter einer blechernen Produktion, bevor das leiernde und kratzende 'God Smack' von BACKWOODS PAYBACK den Tiefpunkt der Zusammenstellung markiert und man über BLACK ELECTRICS 50 Sekunden 'Iron Gland' nicht urteilen kann.

Die US-Edel-Doomer KHEMMIS bieten mit 'Down in a Hole' neben den Psych-Darlings HOWLING GIANT, die 'Rooster' zu einem breitwandigen Epos auswalzen, ein erwartbares Highlight. Das standesgemäß bluesige 'Hate to Feel' von -(16)- geht okay, und THE OTHOLITH enttäuschen insofern, als man an die Nachfolgeband der grandiosen SUBROSA hohe Erwartungen stellt, die das Geigen-doomige 'Would?' nicht erfüllt.

FAZIT: Unter den Cover-Alben von Magnetic Eyes "Redux"-Reihe rangiert "Dirt" allenfalls auf Durchschnittsniveau, denn davon abgesehen, dass sich der Grunge-Zeitgeist von 1992 unmöglich noch einmal heraufbeschwören lässt, versagen einige Vertreter bei der Adaption von Alice In Chains' Musik bereits an quantitativ messbaren Voraussetzungen - der Instrumental- bzw. Gesangsperformance.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 303x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
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Tracklist:
  • Thou - Them Bones
  • Low Flying Hawks - Dam That River
  • High Priest - Rain When I Die
  • Khemmis - Down in a Hole
  • These Beasts - Sickman
  • Howling Giant - Rooster
  • Forming the Void - Junkhead
  • Somnuri - Dirt
  • Backwoods Payback - God Smack
  • Black Electric - Iron Gland
  • -(16)- - Hate to Feel
  • Vokonis - Angry Chair
  • The Otolith - Would?

Besetzung:

Interviews:

  • keine Interviews
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