Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Soothsayer: Echoes of the Earth (Review)

Artist:

Soothsayer

Soothsayer: Echoes of the Earth
Album:

Echoes of the Earth

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Doom Death Metal

Label: Transcending Obscurity
Spieldauer: 51:53
Erschienen: 09.04.2021
Website: [Link]

In Sachen Doom der extremsten Sorte ist das indische Label Transcending Obscurity mittlerweile eine sichere Bank. und mit den hier zur Diskussion stehenden Iren, die demnach nichts mit der kanadischen Crossover-Legende gleichen Namens am Hut haben, reiht sich ein weiterer hörenswerter Vertreter dieser Zunft ins Programm der Plattenfirma ein.

SOOTHSAYER hatten nach zwei EPs Mitte des vergangenen Jahrzehnts, einer gemeinsamen Single mit Partholón und dem Live-Album (!) "Live In Malta" einen längeren Vorlauf für ihre erste richtige Scheibe, die offensichtlich auch mit Liebe zum Detail angegangen wurde. In diesem Bereich darf ein Intro gerne mal über fünf Minuten dauern, und 'Fringe' lässt sich in der Tat nicht wegdenken, wenn es um die Gesamtdramaturgie von "Echoes of the Earth" geht.

Der tolle Mix, dem man ein eindrucksvolles Stereo-Panorama verdankt (hin und her huschenden Stimm-Samples, oszillierende Leadgitarren…) fesselt schon in den ersten paar Sekunden des Openers, und dass es auch so bleibt, dafür sorgen die Musiker mit traumwandlerisch sicheren Sprüngen zwischen Subgenres: Stampfender Post Metal, ein epischer Bathory-Moment (Landsmann Alan Averill von Primordial ist bestimmt stolz auf SOOTHSAYER), etwas Ambient-Dröhnen und ein kurzer Thrash-Ausritt … das alles passiert bereits in 'Outer Fringe' und geht am Ende logisch auf.

Das folgende 'War Of The Doves' überbietet diesen Start sogar an Energie, doch dass die Band dem Doom verhaftet bleibt, unterstreichen insbesondere das tieftraurige 'Cities Of Smoke' und - mehr noch - die beiden jeweils zehn und zwölf Minuten dauernden Abschlussstücke. Dass 'Six Of Nothing' als Hochzeit früher Paradise Lost und Orphaned Land knietief in den 1990ern steckt, ehe 'True North' (Gaststimme von Benedictions Dave Ingram) nicht einmal vor rasendem Black Metal zurückschreckt (Primordial jetzt, definitiv!) bestätigt die gehobene Stellung der Gruppe ebenfalls.

FAZIT: Brandheißer Tip für Freunde von finsterem Doom - SOOTHSAYER sind strenggenommen keine Newcomer mehr, doch ihr erstes Album wird in ein paar Jahren als Underground-Klassiker gehandelt, jede Wette!

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2583x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Fringe
  • Outer Fringe
  • War of the Doves
  • Cities of Smoke
  • Six of Nothing
  • True North

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vervollständige: Laterne, Laterne, Sonne Mond und...

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!