Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Vildhjarta: måsstaden under vatten (Review)

Artist:

Vildhjarta

Vildhjarta: måsstaden under vatten
Album:

måsstaden under vatten

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive Metal

Label: Century Media / Sony
Spieldauer: 80_08
Erschienen: 15.10.2021
Website: [Link]

Die vom Label angeführten Vergleiche mit Meshuggah und Tool wirken im Zusammenhang mit der doppelten Gitarrenspitze aus Daniel Bergrstrom und Calle Thomer - zwei Experten für ungebührlich selbstzweckmäßig komplexe Riffs - mehr als nur ein wenig Vermessen, denn: Konsens werden VILDHJARTA im Leben nicht mehr, auch nicht unter Fans von Djent, Mathcore und Co., die rhythmisch sperrige, atonale Musik gewohnt sind.

Blendet man „krumme“ Taktarten und Prog heuchelnde Keyboard-Klänge aus, kann man einige der 17 Tracks auf dem neuen Langspieler (im wahrsten Sinn des Wortes) der Gruppe genauso gut als zähen Death Metal bezeichnen, von dem wenig hängenbleibt. Die Sound-Dichte von „måsstaden under vatten“ überfordert, wohingegen Frontmann Vilhem Bladins Blöken auf Dauer langweilt, und von einem tiefgründigen Textkonzept kann man sich als Musiker nichts kaufen, weil man eben Songs statt Büchern schreiben soll.

Selbst die erwähnten Meshuggah, die sicherlich über die meisten Zweifel erhaben sind, weckten in der Vergangenheit hin und wieder den Eindruck, sich einfach auf Teufel komm raus verquere Rhythmen auszudenken, um die Nerd-Fraktion zu befriedigen, doch während ihr Wahnsinn meistens Methode zu haben scheint, erzeugen die kräftig ausschwingenden Saiten bei VILDHJARTA größtenteils heiße Luft. Die Stücke kommen in fast allen Fällen ohne nachvollziehbare Spannungsbögen oder selbst die minimalistischsten Leitmotive aus, obwohl das ganze ja einem inhaltlichen roten Faden folgen soll.

Nach so langer Wartezeit kann man ergo nur eines konstantieren: "måsstaden under vatten" ist eine bittere Enttäuschung.

FAZIT: Das nach genau zehn Jahren zweite Album der Schweden (zwischendurch erschien nur eine EP) ist ein überlanger, inhaltlich zweigeteilter Brocken, der ungeachtet gewollt stimmungsvoller Zwischenspiele und zu selten eingestreuter melodischer Gesangsparts an seiner konstruierten Unbeweglichkeit zu zerbrechen droht.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 270x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • lavender haze
  • när de du älskar kommer tillbaka från de döda
  • kaos2
  • toxin
  • brännmärkt
  • den helige anden (under vatten)
  • passage noir
  • måsstadens nationalsång (under vatten)
  • heartsmear
  • vagabond
  • mitt trötta hjarta
  • detta drömmars sköte en slöja till ormars näste
  • phantom assassin
  • sunset sunrise
  • sunset sunrise sunset sunrise
  • penny royal poison
  • paaradiso

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
hendrik
gepostet am: 13.10.2021

Schön, dass es ein neues Album gibt. Auf dem ersten hat die treffend beschriebene Rezeptur für mich funktioniert, der Fokus auf Dissonanz im Gitarrenspiel war krass krachig, aber sehr geil. Hier muss ich noch ausgiebig testen.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vervollständige: Wer anderen eine ___ gräbt, fällt selbst hinein.

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!