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Didier Céré: Rock Rebel (Review)

Artist:

Didier Céré

Didier Céré: Rock Rebel
Album:

Rock Rebel

Medium: CD
Stil:

Rock'n'Roll & Boogie Woogie

Label: Céré Family
Spieldauer: 39:19
Erschienen: 18.02.2022
Website: [Link]

Ob bei diesem zweiten Soloalbum des Franzosen DIDIER CERE Inhalt und Verpackung wohl in Einklang sind? Gemessen am Versprechen der hochglänzenden und sorgfältig gestalteten Einleger liegt die Latte für die Musik nämlich hoch: CERE präsentiert sich auf einer seltenen, begehrten und bestens gepflegten Panhead Harley-Davidson aus dem Jahr 1948.

DIDIER CERE gehört zur alten und entsprechend erfahrenen Garde der französischen Rock 'n' Roller. Als Sänger und Gitarrist der Bands „Abilene“ und „Bootleggers“ ist er seit beinahe vier Jahrzehnten unterwegs, hat mit ihnen ein gutes Dutzend Alben eingespielt und für eine ganze Reihe von namhaften Größen eröffnet – unter anderen für Johnny Hallyday, ZZ Top, Billy Joe Shaver, Dale Watson, Rosie Flores, Wishbone Ash oder Taj Mahal. Dieser Mann kennt das Business.

Das belegt auch die lange Liste der Unterstützer seines zweiten Soloprojekts. Beinahe zwanzig Leute haben an „Rock Rebel“ mitgearbeitet. Entstanden ist ein durchaus kurzweilig-abwechslungsreiches Album, dessen zehn Songs allesamt im Bereich Rock 'n' Roll, Rockabilly oder Boogie angesiedelt sind. Bei der Hälfte der Stücke hatte CERE als Komponist oder Texter die Hände im Spiel, unter den Fremdkompositionen finden sich zum Beispiel hörenswerte Versionen von „Reeferbilly Boogie“ der Glasgower „Shakin' Pyramids“ oder Little Richards „Keep A Knockin’“ von 1958.

Großartig ist der Instrumental „Lalla's Boogie“, ein viereinhalbminütiges Feuerwerk, gezündet von „Asleep at the Wheel“-Pianist Floyd Domino, einer entfesselten Bläser-Sektion und ergänzt vom Rest der Band – alles im Stil „Wehe, wenn sie losgelassen!“ Und auch wenn damit hier ein Instrumental hervorgehoben wird: DIDIER CERE ist ein guter Sänger, obwohl er auf seinen Solo-Alben im Vergleich zu seinen Bands „Abilene“ und „Bootleggers“ recht brav und kontrolliert singt. Überhaupt:

Wenn es etwas zu kritteln gibt, dann vielleicht die doch ziemlich glatte und saubere Produktion. Oder, um den Bogen zum CD-Cover zu schlagen: Die Harley auf dem Bild suggeriert halt doch einen etwas erdigeren und „dreckigeren“ Sound, als auf „Rock Rebel“ dann schließlich zu hören ist.

FAZIT: DIDIER CERE spielt mit seiner Band und den zahlreichen Gästen einen erfrischenden Rock 'n' Roll à la manière française. „Rock Rebel“ unterscheidet sich von anderen Produktionen dadurch, dass hier nicht einfach Amerikanisches kopiert wurde, sondern eine altgediente Truppe mit Eigeninitiative und hörbar viel Liebe zur Sache am Werk war.

Dieter Sigrist (Info) (Review 632x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Rock Rebel
  • V Twin Boogie
  • Reeferbilly Boogie
  • Tu Peux Frapper
  • Lalla's Boogie
  • Salut Charly
  • Teenage Boogie
  • Nuits Je Rocke
  • Daytona Beach
  • Folles Nuits d' Eté

Besetzung:

  • Bass - Kris Jefferson
  • Gesang - Didier Céré
  • Gitarre - Jean- Pierre Medou, Didier Céré
  • Schlagzeug - Oliver Pelfigues
  • Sonstige - Buddy Whittington, Redd Volkaert, Glen Arzel (Gitarre), Christian Séguret (Dobro), Patrick Verbeke (Slide), Jean-Yves Lozac’h (Pedal Steel), Floyd Domino (Piano), Red Young (Hammond B3), Nico Wayne Toussaint (Harmonica), Charly Forges (Lead Sax), Michel Lesgourgues (Sax), Pascal Drapeau (Trompete), François Darrigan (Trombone), Martyn Savage (Stehbass), Ester Mengual (Harmoniegesang)

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