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Invocator: Weave the Apocalypse (Re-Release) (Review)

Artist:

Invocator

Invocator: Weave the Apocalypse (Re-Release)
Album:

Weave the Apocalypse (Re-Release)

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Thrash / Death Metal

Label: Hammer
Spieldauer: 112:00
Erschienen: 11.03.2022
Website: [Link]

Als "Weave the Apocalypse" 1993 erschien, war es sozusagen ein Kind seiner Zeit. Hört man INVOCATORs zweites Album in der Rückschau, wird klar, dass sich die Band redlich bemühte, ihren rasanten wie vertrackten und wütenden Death Thrash mit vorherrschenden Trends zu versöhnen. Hardliner mögen behaupten, diese Bemühungen seien fehlgeschlagen, doch nüchtern betrachtet ist das zweite Album der Band ein origineller Verschnitt aus bei Pantera und Co. abgeguckten Grooves, kompositorischem Einfallsreichtum und handwerklichem Geschick, bei dem das furiose Moment des zwei Jahre zuvor erschienenen Debüts ein wenig zu kurz kommt.

Die Achillesferse der Platte ist Gitarrist und Sänger Jacob Hansens (heute Producer von Volbeat, Pretty Maids und anderen Schwergewichten) Sprechgesang. Das stärker auf Midtempo-Riffing ausgelegte Material entbehrt dadurch einen Teil jener Wucht, die es mit einem bissigeren Shouter haben könnte, doch an der stahlharten schreiberischen Grundsubstanz der Tracks gibt es nichts zu rütteln. Einzelne Tempo-Eruptionen wie in ´From my Skull it Rains´ wirken inmitten des gebremsten Treibens ohnehin umso intensiver.

In Person von Per M. Jensen sitzt neben Hansen übrigens noch ein Promi im Boot. Der spätere The-Haunted-Drummer liefert hier eine seiner anspruchsvollsten Arbeiten ab und begeistert vor allem in den zahlreichen verschleppten Halftime-Parts. ´Lost at Birth´ fasst in weniger als drei Minuten alle seine Vorzüge zusammen, seien es minimalistischer, kräftiger "four to the floor"-punch oder flottes Doublebass-Spiel.

CD 2 ist dann eine echte Perle: Neben einem gut klingenden Konzertmitschnitt aus Odense bietet der Silberling die drei Hammer-Tracks eines 1992 erschienenen Promo-Tapes und zwei Coverversionen von Dark Angel respektive Artillery. Hammerheart spendieren diesem edlen Re-Release ein neues Artwork von Death-Metal-Altmeister Dan Seagrave (Dismember, Entombed u.v.m.), und wie zu erwarten wurde das gesamte Material von Jacob Hansen höchstselbst kompetent remastert. Mehr geht nicht.

FAZIT: INVOCATORs zweites Album ist nichts zum sofortigen Liebhaben, aber nach einiger Eingewöhnungszeit und mit dem Debüt der Band im Ohr ein nicht minder wertvolles Stück Thrash (minus die anfänglichen Death-Metal-Element) mit technischem Anspruch und einem Hang zu mittleren Tempo-Bereichen, die nichts für Konsens-Hörer sein dürfte.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1216x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • CD 1 & LP : WEAVE THE APOCALYPSE
  • 1. Through the Nether to the Sun
  • 2. From my Skull it Rains
  • 3. Desert Sands
  • 4. Condition Critical
  • 5. Breed of Sin
  • 6. Doomed to Be
  • 7. Lost at Birth
  • 8. Land of Misery
  • 9. The Afterbirth
  • 10. Weave the Apocalypse
  • CD 2: BONUS
  • Live Odense 1994
  • 1. Excursion Demise
  • 2. Land of Misery
  • 3. From my Skull it Rains
  • 4. Condition Critical
  • 5. Occurrence Concealed
  • 6. The Afterbirth
  • 7. Breed of Sin
  • 8. Lost at Birth
  • 9. Desert Sands
  • 10. Doomed to Be
  • 11. Weave the Apocalypse
  • 12. Mr. Albert Fish (Macabre cover)
  • Promo 1992
  • 13. Doomed to Be
  • 14. Land of Misery
  • 15. Lost at Birth
  • Covers 1994
  • 16. The Eternal War (Artillery cover)
  • 17. The Promise Of Agony (Dark Angel cover)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
hendrik [musikreviews.de]
gepostet am: 05.03.2022

Bin mal gespannt, ob "Dying To Live" auch nen Re-Release bekommt. Für mich ihr stärkstes Album, was aber durch die noch stärkere Groove-Orientierung wahrscheinlich kaum einer so sieht. Aber richtig ist auch: Der Schwachpunkt ist bei denen der Gesang gewesen.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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