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Jade: The Pacification Of Death (Review)

Artist:

Jade

Jade: The Pacification Of Death
Album:

The Pacification Of Death

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Atmospheric Death Metal

Label: Pulverised Records
Spieldauer: 39:59
Erschienen: 25.11.2022
Website: [Link]

Aus der Ursuppe des Doom & Death Metal englischer Rezeptur hat sich das katalanisch-deutsche Trio JADE große Portionen aufgetischt und mit Wonne ausgelöffelt, wie nach dem eindrucksvollen Demo "Smoking Mirror" (2018) nun auch auf der Debüt-LP "The Pacification Of Death" nachzuhören ist.

Die Eingängigkeit der sechs langen Lieder ist bemerkenswert, denn die atmosphärisch dichten und druckvoll dargebotenen Stücke sind vergleichsweise abwechslungsreich komponiert, bewegen sich allerdings auch in einem zugegebenermaßen engen Rahmen, der unerhört experimentelle Ausreißer (bislang) nicht zulässt. Das Midtempo wird souverän beibehalten, der Gesang lebt vom steten Wechsel zwischen gruftigen Growls aus dem verlorenen Paradies und wehmütigen Ausrufen, der Death Metal wird stets von Ahnungen von Doom umweht, wie ihn einst zum Beispiel Graveyard Dirt bewahrten, nachdem die Gründerväter ihre Musik um rockige Elemente erweiterten.
JADE geben auf "The Pacification Of Death" keinen Anlass zum Verdacht, dass sie ihren Death Metal zu sehr aufweichen oder oberflächlich brutalisieren, sondern die gefundene Formel wird ein ums andere Mal mit Urvertrauen in ihre Wirkkraft ähnlich konsequent wie zum Beispiel auch bei den Schweden Runemagick angewandt. Demzufolge entwickelt diese Musik entweder etwas Hypnotisches oder sie tönt gleichförmig, und es ist zu vermuten, dass vor allem die Alchemisten unter den Death-Metal-Nerds in JADEs Klängen etwas Faszinierendes entdecken, das der Mehrzahl der Metal-Fans verborgen bleiben dürfte. Dabei geizt das Trio weder mit tollen Hooks, noch mit versöhnlichen bis epischen Melodien.
Produzent Javi Félez darf sich für seine umfassende Arbeit an diesem Koloss in den Moontower Studios auf die Schulter klopfen. Wer wissen möchte, in welche Abgründe JADE abseits des üblichen Hokuspokus eintauchen, dem sei die vierte Ausgabe des "Feed The Beast"-Fanzines empfohlen.

FAZIT: Wer JADE bereits mit "Smoking Mirror" schätzen lernte, wird mit "The Pacification Of Death" ebenfalls bestens bedient, doch der Überraschungseffekt, wie stark diese ziemlich neue Band auftrumpft, stellt sich kein zweites Mal ein. Als 40-minütiger Jungbrunnen für in den Achtzigern und Neunzigern aufgewachsene Death-Metal-Heads mit Vorliebe für angelsächsische Düsternis könnte sich das Album allerdings kaum geschmeidiger andienen.

Thor Joakimsson (Info) (Review 1606x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • The Pacification Of Death
  • Dragged Fears & Drowned Bone
  • Emanation Of Decay
  • Silk Ransoms
  • Ghastly Eyes
  • The Saddest Night

Besetzung:

  • Bass - J.
  • Gesang - J.
  • Gitarre - A.
  • Schlagzeug - D.

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