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Kreator: Hate Über Alles (Review)

Artist:

Kreator

Kreator: Hate Über Alles
Album:

Hate Über Alles

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Thrash Metal

Label: Nuclear Blast / Believe
Spieldauer: 46:15
Erschienen: 10.06.2022
Website: [Link]

Titel und Cover von "Hate Über Alles" bringen KREATOR höchstwahrscheinlich eine Menge erwünschter Aufmerksamkeit seitens der Mainstream-Presse ein, doch das 15. Studioalbum der deutschen Thrash-Institution braucht tatsächlich keine schäbigen Promo-Maschen, da Mille Petrozza und Co. anscheinend die richtige Balance zwischen Konservatismus (was ihr Schaffen seit dem Einstieg von Gitarrist Sami Yli-Sirniö angeht) und einigermaßen frischen Ideen gefunden haben.

Das war in Bezug auf die letzten beiden Studioproduktionen der Gruppe nicht oder nur bedingt der Fall und hat diesmal nichts damit zu tun, dass als Gastmusiker Drangsal (im Intro ´Sergio Corbucci Is Dead´ und während ´Conquer and Destroy´) sowie Sofia Portanet (die erste Gastsängerin der Bandgeschichte) mitwirken.

Das einleitende Titelstück ist ein rasanter Brecher vor dem Herrn und anders als frühere Vorab-Singles der Band in jüngerer Zeit nicht vordergründig melodisch, dafür aber mit einem umso mitreißenderen Gitarrensolo-Part ausgestattet. Den Refrain kann natürlich sofort jeder Trottel mitgrölen, und ´Killer Of Jesus´ erweist sich bis auf eine Midtempo-Bridge als dasselbe in Grün, bloß dass der Chorus nicht ganz so stark ausfällt.

Mit dem schleppenden ´Crush The Tyrants´ macht sich abgesehen von Samis fantasievollen Leads im instrumentalen Mittelteil gepflegte Langeweile breit, und sowohl ´Crush The Tyrants´ als auch ´Become Immortal klingt fast wie eine 08/15-Power-Metal-Nummer mit für diesen Stil untauglichen Vocals. In ´Conquer And Destroy´ stimmt die Mischung aus Melodie und Aggression dann endlich haargenau - Doublebass-Geknatter, Maiden-verdächtige Leads und eine relativ ausdrucksstarke Performance des Frontmanns machen die Nummer zu einem der Gewinner auf "Hate Über Alles".

Mit ´Midnight Sun´ (sehr geschmack- und effektvoll, wie Sofia Portanets Stimme hier eingebunden wurde) und dem peitschenden ´Demonic Future´ drehen KREATOR noch einmal richtig auf, und ´Pride Comes Before The Fall´ wird nach ruhigem Intro die heavieste, vor allem aber auch dramatischste Nummer der Platte. ´Dying Planet´ ist anschließend "nur" der für KREATOR mittlerweile typisch gewordene "atmosphärische" Rauswerfer.

FAZIT: KREATOR erfinden sich mit "Hate Über Alles" nicht neu, geschweige denn, dass sie in irgendeiner Weise jenen Mut beweisen würden, der insbesondere "Renewal", "Endorama" und "Cause For Conflict" auszeichnete. Das überdurchschnittlich gute Songwriting und die bis auf wenige Ausnahmen nicht wie am Reißbrett ersonnenen Strukturen werden dem Status der Band letzten Endes aber doch gerecht, zumal auch wirklich eine Handvoll potenzieller künftiger Live-Standards enthalten sind.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1809x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • 01] Sergio Corbucci Is Dead
  • 02] Hate Über Alles
  • 03] Killer Of Jesus
  • 04] Crush The Tyrants
  • 05] Strongest Of The Strong
  • 06] Become Immortal
  • 07] Conquer And Destroy
  • 08] Midnight Sun
  • 09] Demonic Future
  • 10] Pride Comes Before The Fall
  • 11] Dying Planet

Besetzung:

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