Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Manntra: Kreatura (Review)

Artist:

Manntra

Manntra: Kreatura
Album:

Kreatura

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Folk-Metal, Industrial-Metal, Gothic-Rock

Label: NoCut/SPV
Spieldauer: 39:38
Erschienen: 12.08.2022
Website: [Link]

Ein RAMMSTEIN/ELUVEITIE-Hybrid?
Nein, es sind die Kroaten von MANNTRA, die auf „Kreatura“ aber eine musikalische Mixtur präsentieren, bei der eine Kombination genannter Referenzen gar nicht so weit hergeholt ist.
Stampfender Industrial trifft auf Folklore und eben Gitarrenriffs. Das klingt wie die perfekte Party-Band auf einem Festival wie z.B. dem Wacken Open Air. Im Grunde ist das nicht negativ, denn wer feiert denn nicht gerne?

Sucht man aber musikalischen Tiefgang, sind MANNTRA wohl eher nicht die richtige Anlaufstelle. Daran kann auch Micha Rhein von IN EXTREMO im abschließenden „So ist das Leben“ nix ändern.
Eher ist das Gegenteil der Fall: Zu unterstellen, der Song wäre die Schunkel-Ballade, die zwingend dafür gemacht wurde, bei Dämmerstimmung und dem x-ten Bier in der Birne, mitgegrölt zu werden, ist vielleicht ein bisschen hart, das macht es aber nicht weniger passend.

Sieht man mal von dem kalkuliert wirkenden Charakter des Albums ab (ein simpel gehaltener Ohrwurm jagt den nächsten), machen Songs wie „Königsmord“ oder auch das plakativ-passend betitelte „Tanz“ durchaus Laune. Die Musik geht sofort in die Beine und nach zwei Runden lässt sich jeder Refrain fehlerfrei mitsingen.

Einziger Ausreißer aus diesem Schema ist „Black“, das als melancholische Ballade mit Piano, Streich- und Zupfinstrumenten durchaus gefällt. Wobei auch hier ein bisschen das Kalkül an die Tür klopft, für den Feuerzeug-Moment beim Konzert will schließlich auch gesorgt sein.

Zwar werten die vielfach auftauchenden, weiblichen Zusatzgesänge das Material durchaus auf und geben den Songs hier und da ein leichtes Gothic-Flair (z.B. „Not Guilty“), aber im Großen und Ganzen klingt „Kreatura“ trotz, oder gerade wegen, seines durchgestylten Charakters eher unspektakulär.

FAZIT: Mit ziemlicher Sicherheit können MANNTRA live ein Stimmungsfeuerwerk abbrennen. Auf „Kreatura“ dagegen zündelt die Band eher auf Sparflamme. Das Album bietet grundsätzlich gut geschmiedetes Metall, das den Spreizschritt zwischen Folk und Industrial vollzieht, ohne in irgendeine Richtung ernsthaft auszubrechen, oder gar mit musikalischer Überraschung aufzuwarten. Dass sowas in den entsprechenden Momenten durchaus Spaß machen kann, ist unbestritten.

Dominik Maier (Info) (Review 674x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Volhov
  • Nightmare
  • Tanz
  • Devour
  • Königsmord
  • Black
  • Kreatura
  • Silvermoon
  • Not Guilty
  • Oblivion
  • Secret
  • So Ist Das Leben (feat. Michael Rhein)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Schreibe 'Lager' rückwärts

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!