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Robert Reed: The Ringmaster – Part Two (Review)

Artist:

Robert Reed

Robert Reed: The Ringmaster – Part Two
Album:

The Ringmaster – Part Two

Medium: 2CD+DVD
Stil:

Progressiver Oldfield-Rock

Label: Tigermoth Records/Just For Kicks
Spieldauer: CD's – 110:50 / DVD – 121:04
Erschienen: 11.02.2022
Website: [Link]

Und schon geht sie weiter: die Geschichte vom „Ringmaster“, der zweite und zugleich letzte Teil. Und wen wundert's – ROBERT REED tritt in gänzlich dieselben musikalischen Fußstapfen wie schon im ersten Teil, was bereits am fast identischen Cover erkennbar ist, auch wenn Reed im Vorfeld vollmundig verkündete, dass sich viel ändern wird.
Vielleicht kann man ja sogar beruhigt feststellen: Zum Glück nicht!
Denn nach wie vor bleibt sich der MAGENTA- und CYAN-Kopf solistisch treu und wandelt selbstsicher durch das OLDFIELDsche Universum mit tatkräftiger Unterstützung gleich dreier echter Oldfield-Veteranen: LES PENNING, SIMON PHILLIPS und TOM NEWMAN, der sich erneut für einen völlig eigenständigen Mix des kompletten Albums (Ganz großartig auf zwei zusammenhängende ca. 25 Minuten lange Teile, die auf Vinyl jeweils eine LP-Seite einnehmen würden, gemixt!) auf der zweiten CD auszeichnet, welcher sich wiederum deutlich an den frühen Klangversionen der Oldfield-Werke, wie „Incantations“ und „Ommadawn“ oder „Hergest Ridge“, orientiert.
Auch gibt es erneut eine faszinierend klingende DVD mit zwei dolby-digitalen Mixen (DTS und 5.1 Surround Sound) sowie einem Video von den Schlagzeugaufnahmen zum Album durch SIMON PHILLIPS und zwei Promo-Videos.

The same procedure as before!
Und das nehmen wir dem guten Robert wirklich nicht übel – der uns immer wieder auf die Reise zu unserem alten Helden, der jetzt das Leben auf der Insel genießt, mitnimmt. Kaum zu glauben, dass der gute Mike sich noch nie bei dem nunmehr fast besseren Robert mal gemeldet hat. Aber Oldfield war ja schon immer ein schwieriger Typ und der beste Beweis dafür, wie nah tatsächlich (musikalisches) Genie und Wahnsinn beieinander liegen. Doch diesen wahrhaften Verlust gleicht der bodenständige, leidenschaftliche Komponist, Produzent und Multiinstrumentalist ROBERT REED nun schon mit seinen wunderschönen Kompositionen, die klingen, als würde er unmittelbar in Oldfields Kopf sitzen, seit Jahren aus. Und mögen die Einen „Plagiat! Kopist!“ rufen, so werden die Anderen viel lauter mit einem „Reed is Oldfield on his best!“ antworten. Der Kritiker dieser Zeilen jedenfalls gehört zur zweiten Sorte der Rufer.

Aber es gibt auch die ganz speziellen 'oldfieldfremden' Momente auf „The Ringmaster – Part Two, wenn man sich plötzlich in Sountrack-Manier wie in einer ENNIO MORRICONE-Filmmusik, so Richtung „Spiel mir das Lied vom Tod“, wiederfindet und sich diesem ein akustischer Part mit viel Klavier und weiblichem, klassisch anmutendem Gesang anschließt.
Selbst karibische und latino-ähnliche Klänge fehlen nicht, die immer wieder geschickt in die Musik eingeflochten werden. Natürlich liest, ebenfalls wie auf dem ersten Ringmaster-Teil, LES PENNING wieder anfangs und zwischendrin wie ein Märchenerzähler kurz die musikalische Handlung vereinende, von ihm erfundene Geschichten dazu. Hier passt im Endeffekt alles zusammen, was einem erst durch den zweiteiligen Newman-Mix richtig bewusst wird. Eine echte Zeitreise in die Vergangenheit – und ein riesiger Genuss für alle Oldfield-Retro-Heads zu deren Lieblingsmusik außerdem Soundtracks von ENNIO MORRICONE gehören!

Ach – und außerdem: Wer dieses Album ähnlich wie die anderen Reed-Oldfield-Gedächtnis-Alben unter hochwertigen Kopfhörern genießt, der wird sein blaues Klang-Wunder erleben! Und die DTS- bzw. 5.1-Dolby-Surround-Variante holen gänzlich alles aus jeder noch so guten Surround-Anlage heraus und verleihen der Ringmaster-Klangwelt eine weitere ungeahnte Sound-Variante, die rund um den Hörer einprasselt wie ein wild gewordener Noten-Schwarm, den ROBERT REED auf seine ganz besondere Art bändigt. Also: Anschnallen und abheben – es muss ja nicht zur „Man On The Rocks“-Insel sein, sondern besser zu den „Incantations“ des „Music Wonderland“'s auf dem „QE2“-„Platinum“-Atoll.

FAZIT: „The Ringmaster – Part Two“ von ROBERT REED hält genau das, was der erst kurz zuvor erschienene erste Teil verspricht: Oldfield-Gedächtnis-Klang auf höchstem Niveau – musikalisch wie soundtechnisch – und mit gleich drei Musikern, die bereits ausgiebig mit dem 'Original' zusammen musizierten und produzierten. Noch dazu ist der Mix des Albums durch TOM NEWMAN ein wahrhafter Siebziger-Retro-Tripp, der wie eine grandios gelungene Vinyl-Abmischung klingt. Da sehnt man sich regelrecht nach etwas Knistern und Knacksen.
Das gesamte Paket überzeugt wiederum durch seine fantastische Sound-Qualität auf zwei CD's und einer DVD (DTS- und 5.1-Dolby-Surround). „The Ringmaster“ komplett ist so gesehen die würdige Fortsetzung der „Sanctuary“-Trilogie!

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 1100x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • CD 1 (47:48):
  • Song Of Healing Light
  • Swan Feathered Girl
  • The Hat
  • The Talking Ducks
  • Sendlinger's Song
  • Arthur
  • Forever
  • Dancing Master
  • Landmarks
  • In Sight Of Home
  • The Last Guardians Of Everywhere
  • Song Of Waiting Dreams
  • CD 2 (63:02):
  • = Bonus Tracks =
  • Swan Feathered Girl (Remix)
  • The Ringmaster (Orchestral)
  • Nairn's Jig
  • = The Ringmaster Part Two – Tom Newman Mix 1 =
  • Song Of Healing Light
  • Swan Feathered Girl
  • The Hat
  • The Talking Ducks
  • Sendlinger's Song
  • = The Ringmaster Part Two – Tom Newman Mix 1 =
  • Arthur
  • Forever
  • Dancing Master
  • Landmarks
  • In Sight Of Home
  • The Last Guardians Of Everywhere
  • Song Of Waiting Dreams
  • DVD ():
  • The Complete Album In DTS & Dolby Digital 5.1 Surround
  • Promo Videos:
  • Swan Feathered Girl (9:00)
  • Simon Phillips Drum Session (16:28)

Besetzung:

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