Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Slaegt: Goddess (Review)

Artist:

Slaegt

Slaegt: Goddess
Album:

Goddess

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Death / Black Metal

Label: Century Media / Sony
Spieldauer: 40:13
Erschienen: 18.03.2022
Website: [Link]

Mit "Goddess" erfinden sich die dänischen Todeblei-Gratwanderer SLAEGT bis zu einem gewissen Grad neu.

Das eröffnende ´Deceived By An Amathyst´ verbreitet genauso wie später auch das noch eingängigere ´Fealty, Thunder Whip´ mit monoton treibendem Groove und Saxofon (!) sowohl Space-Rock- als auch Post-Punk-Atmosphäre. Die Gitarren sind allenfalls angezerrt, der Bass lässt sich innerhalb der etwas kühlen Abmischung plastisch verorten, und das spürbar lockere Feeling atmet den Geist einer schweißtriefenden Live-Performance.

Außerdem entsteht der Eindruck, die Musiker würden sich relativ ungezwungen die Zügel schießen lassen, denn Längen sind im Laufe nahezu aller Songs gewollt, aber beileibe nicht langweilig zu hören. Vielmehr verstärken sie das unberechenbare und unberechnete Bild von "Goddess", dessen elfminütiges Titelstück (eingeleitet von dem Orgel-Akustikgitarren-Zwischenspiel ´Stabat Bloody Stabat´) übrigens ein kleines kompositorisches Meisterwerk darstellt.

Hier verzahnt das Quartett unverzerrt folkloristische Momente mit gleich mehreren Lektionen Heavy-Metal-Geschichte zu einem betörenden Ganzen, dem nichts Ebenbürtiges mehr folgen kann - jedenfalls nicht auf diesem Album. ´Kiss From A Knife´ hingegen ist als Black-Metal-Getrümmer der nur scheinbar chaotischen Sorte bemerkenswert, denn der furios übersteigerte Duktus, den SLAEGT hier an den Tag legen, hat überall auf dem Album Methode. Die Dänen spielen eigentlich nicht am Limit ihrer Möglichkeiten, sondern lassen es der Steigerung ihrer musikalischen Intensität zuliebe nur so wirken.

Das atemlose Heisern von Frontmann Oskar J. Frederiksen wird der facettenreichen Musik nicht gerecht, erzeugt aber ein eigenes und eigensinniges Flair, anhand dessen man SLAEGT rasch wiedererkennt. Anspieltipp: ´Hunt Again´ mit seinem breitbeinigen Rock´n´Roll-Solo zu thrashigem Gehoppel.

FAZIT: Mit einem Death-Metal-Freischwimmer-Album wie "Goddess" im Gepäck werden SLAEGT künftig viel zu sagen haben, wenn es um die Evolution in vielerlei Hinsicht extremer Musik geht. Wer sich düster staubiges Gothic-Flair im Verbund mit skandinavischem 1990er-Geklirr sowie Akkorden und Leads in Voivod-verdächtiger Schräglage vorstellen kann, sollte hier ein bis zwei Ohren riskieren und sich verzaubern lassen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2236x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • 01] Deceived By An Amathyst
  • 02] Kiss From A Knife
  • 03] Hunt Again
  • 04] Fealty, Thunder Whip
  • 05] Stabat Bloody Stabat
  • 06] Goddess

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wieviele Monate hat das Jahr?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!