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Venom Inc.: There´s Only Black (Review)

Artist:

Venom Inc.

Venom Inc.: There´s Only Black
Album:

There´s Only Black

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Thrash / Heavy Metal

Label: Nuclear Blast / Believe
Spieldauer: 53:47
Erschienen: 23.09.2022
Website: [Link]

Bei "There´s Only Black" handelt es sich um den Nachfolger von "Avé" 2017, dem Einstand der ehemaligen Venom-Mitglieder Mantas (langjähriger Gitarrist und wohl auch musikalischer Hauptimpulsgeber) und Demolition Man (ersetzte Sänger und Bassist Cronos von 1989 bis ´92)
unter dem Namen VENOM INC., wobei Jeramie Kling (Massacre, The Absence) dauerhaft (?) Original-Drummer Abaddon und mehrere Aushilfsschlagzeuger ablöst.

Ob diese Truppe den "echten" Venom mit Cronos, Gitarrist Rage (Stuart Dixon) und Drummer Danté (alias Danny Needham) überlegen ist, darüber haben sich Hardliner schon zur Zeit der Veröffentlichung des Erstlings gestritten. Unvoreingenommen betrachtet ist "There´s Only Black" ein nettes, weil anachronistisches Thrash-Metal-Album, das von Demolition Man Tony Dolans rotziger Stimme und einem kompakt ungeschönten Trio-Sound lebt.

Spielt Mantas eines seiner übrigens meistens ausgesprochen inspiriert melodisch klingenden Solos, läuft das Rhythmusgitarren-Brett nicht einfach so im Hintergrund weiter; vielmehr öffnet sich das Klangbild, um der Fingerakrobatik Raum zu gewähren. Überhaupt ist die dynamische Produktion das große Plus der Platte und hebt sie aus dem Wust der zu Tode komprimierten Mehrheit an neuen Genre-Releases heraus.

Ansonsten besticht Mantas´ verspielte Ader bei gleichzeitigem Augenmerk auf catchy Songwriting, das sich in garstigen "Hits" wie ´Come to Me´, ´The Dance Macabre´ oder dem rollenden Titelstück äußert. ´Don´t Feed Me Your Lies´ ist mit fast sechs Minuten fast progressiv, indem es technisch beschlagen zwischen hibbeligen Single-Note-Riffs und muskulösem Power-Chord-Wutschnauben pendelt, ehe sich das unwesentlich kürzere ´Burn Liar Burn´ mit wenig Gesang zwischen balladenhafter (!) Ruhe und Raserei abwechselt.

Eine Prise Doom (´Inferno´) dazu, fertig ist…

FAZIT: …ein sympathisch unkalkuliertes, mit Liebe zum Detail in der alten Schulbank geschriebenes Thrash-Album, das viele Züge der positiv spröden Genre-Acts des Königreichs (Xentrix, frühe Onslaught, Atomkraft - wo Demolition Man schließlich auch mal Mitglied war) aufweist. VENOM INC. empfehlen sich als die Musik sprechen lassende Alternative zu den eigentlichen Venom, die trotz guter aktueller Veröffentlichung vermutlich immer im Schatten ihrer eigenen riesigen Vergangenheit kauern müssen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 472x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • 01. How Many Can Die (03:21)
  • 02. Infinitum (03:47)
  • 03. Come To Me (03:46)
  • 04. There´s Only Black (04:49)
  • 05. Tyrant (05:25)
  • 06. Don´t Feed Me Your Lies (05:51)
  • 07. Man As God (03:23)
  • 08. Burn Liar Burn (05:32)
  • 09. Nine (03:34)
  • 10. Rampant (04:06)
  • 11. The Dance Macabre (04:54)
  • 12. Inferno (05:19)

Besetzung:

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