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Øyvind Holm: The Unreliable Narrator (Review)

Artist:

Øyvind Holm

Øyvind Holm: The Unreliable Narrator
Album:

The Unreliable Narrator

Medium: LP+CD/Download
Stil:

Singer-Songwriter/Art-Pop/Folk-Rock

Label: Crispin Glover/Soulfood Music
Spieldauer: 48:08
Erschienen: 08.04.2022
Website: [Link]

Seit 1997 hat ØYVIND HOLM mit diversen Bands (u.a. DIPSOMANIACS und SUGARFOOT) mehr als zwanzig Alben veröffentlicht. Das erste Soloalbum erschien 2005 („The Vanishing Act“), und es dauerte bis 2020, ehe er „After The Bees“ unter eigenem Namen aufnahm. Jetzt, zwei Jahre später, unter pandemischen Bedingungen, nahezu allein in einer Hütte fabriziert (gelegentlich gesellt sich eine namentlich nicht genannte, aber sehr charmant klingende Sangeskollegin zu Holm), erscheint mit „Unreliable Narrator“ der dritte alleinige Ausflug.

Die Welt des unzuverlässigen Erzählers betritt ØYVIND HOLM mit behändem Pop, gepaart mit experimentellen Anwandlungen und gelegentlichen, famosen 80er-Jahre-Vibes. Zutaten, die die Songstruktur nicht zerstören, sondern gekonnt aufbrechen. Schweres Gebläse wird ebenso eingesetzt wie dissonante Gitarren- und Keyboardeinlagen (insbesondere das Klavier). Doch über allem schwebt der Geist der BEATLES (Spätphase), wobei Holm sich eher an John Lennon als an Paul McCartney orientiert („You Plot The Crime“). Dazu gesellt sich noch ein wenig elegischer Glam Rock, der Richtung David Bowie schweift („Water“) und natürlich darf, ganz SUGARFOOT-affin, ein bisschen Americana mit Tom Petty-Touch nicht fehlen („Ship“).

„Indigo“ ist ein feiner Folk-, Psychedelic-Mix und hat zudem ein stimmungsvolles Violinsolo zu bieten, während das kurze „Upheaval“ ein versonnenes, fast schon proggiges Intermezzo darstellt. “Cinema“ ist der perfekte Sehnsuchts-Soundtrack für einen möglichen Film, bei dem man sich nachts in einer Weltstadt verliert. In Liebe oder in einem asphaltnassen Noir. Danach bleibt nur noch die flüchtige Wehmut im „Early November“. Die perfekten Ausklänge für ein anrührendes Album.

FAZIT: „The Unreliable Narrator“ gelingt es, unterschiedliche Stilelemente gekonnt zu vereinen, um ein enorm atmosphärisches Klangspektrum zu erschaffen. Inhaltlich geht es um die Unwägbarkeiten von Erzähler und Erzähltem, auf die vielschichtige Musik, mit viel Ahnung von Popkultur, ist hingegen Verlass.

Jochen König (Info) (Review 1137x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Ghost Dance
  • The Stranger
  • You Plot The Crime
  • iLove
  • Water
  • Travelling Through Time
  • Ship
  • Indigo
  • Upheaval
  • Cinema
  • Early November

Besetzung:

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