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Meija: Do Ya? (Review)

Artist:

Meija

Meija: Do Ya?
Album:

Do Ya?

Medium: LP/Download
Stil:

Singer/Songwriter, Indie, Art Pop

Label: Nettwerk
Spieldauer: 35:49
Erschienen: 03.03.2023
Website: [Link]

Zugegebenermaßen muss man sich schon ein wenig anstrengen, um MEIJA überhaupt im Web finden zu können – denn es gibt so einige Projekte, die sich hinter diesem Namen verstecken und der in Frage kommende MEIJA hat keine auf den ersten Blick erkennbare, offensichtliche Web-Präsenz. Es hilft dann schon ein wenig, wenn man weiß, dass MEIJA das Solo-Projekt des gewesenen Gitarristen des höchst populären Indie-Pop-Outfits ECHOSMITH ist, das der Musiker von 2009 bis 2017 mit seinen Geschwistern SIDNEY, NOAH und GRAHAM SIEROTA betrieb. Während ECHOSMITH seither als Trio weitermachen, zog sich JAMIE SIEROTA zunächst in das Privatleben als Familienvater zurück – wonach er sich dann zunächst als Produzent und später auch als Songwriter wieder ins Musikleben zurücktastete.

Das Projekt MEIJA entwickelte Sierota Schritt für Schritt mit einer Reihe von Singles und den EP's „So Long Kid“, „Premonition“ und „Kid A“, mit denen er bereits deutlich machte, dass er sich vom gefälligen College-Pop seiner alten Band ECHOSMITH lösen wollte, für die er zuvor auch als Songwriter tätig gewesen war.
Es war dann allerdings die BEATLES-Doku von PETER JACKSON, die ihn dazu inspirierte, das nun vorliegende Album auf eine klassische, vollständig organische Weise als vielschichtiges, handgemachtes, klassisches Gitarrenpop-Projekt zu konzipieren. Die New Wave- und E-Pop-Elemente von ECHOSMITH wird man so vergeblich suchen. Stattdessen arbeitet er mit den klassischen Mitteln der Studioproduktion – so es wie die BEATLES und GEORGE MARTIN auch getan haben – und macht dabei alles andere als eine schlechte Figur.

Die 10 Songs des Albums kommen allesamt mit dem Flair von Klassikern daher, die sie eigentlich noch gar nicht sein können. Das zeugt davon, dass Sierota die Altvorderen (und seine Vinyl-Sammlung) mit Gewinn studiert hat. Seine Identität als Songwriter entdeckt er in diesem Umfeld mit einer persönlichen Weltsicht wieder, die ihn als modernen Hamlet – also einen Zögerer und Zauderer – präsentiert, der nicht so recht weiß, was und ob er tun soll, um mit den Anforderungen seiner Umwelt, welche natürlich auch die unsere ist, zurechtzukommen und sich beispielsweise in dem Song „Not Sure How This Ends“ eingesteht, dass er am Abgrund von etwas steht, was er gar nicht finden kann.
Zum Glück artet die Sache nicht in eine klassische Männerschmerz-Elegie aus, sondern wird durch seinen selbstironischen Humor und auf der musikalischen Seite mit teilweise sogar recht knackigen Power-Pop-Momenten ausbalanciert.

FAZIT: Mit dem Song „No Words“ gibt uns JAMIE SIEROTA aka MEIJA einen Einblick in jene Arbeitsweise, von der er sich durch die BEATLES inspiriert sah: Den Song nahm er gleich achtmal in verschiedenen Versionen mit unterschiedlichen Arrangements auf – und kombinierte all diese Aufnahmen in einem einzigen Track. Kurzum: Auf dem Album „Do Ya?“ sind somit mit Sicherheit mehr musikalische Ideen zu finden, als vielleicht in der ganzen Karriere geringerer Kollegen.

Ullrich Maurer (Info) (Review 1280x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Not Sure How This Ends
  • Pull Me To Pieces
  • No More Excuses
  • Serndipity
  • Matte Over Mind
  • How You Like
  • No Words
  • Do Ya
  • Time For Us
  • Illusion

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • Do Ya? (2023) - 12/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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