Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Messiah: Christus Hypercubus (Review)

Artist:

Messiah

Messiah: Christus Hypercubus
Album:

Christus Hypercubus

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Thrash / Death Metal

Label: High Roller / Soulfood
Spieldauer: 44:44
Erschienen: 01.03.2024
Website: [Link]

"Fracmont" war 2020 ein amtliches Comeback für MESSIAH. Die Schweizer ließen damit ihre stärkste Bandphase Anfang der 1990er wiederaufleben und klangen dabei sogar recht zeitgemäß. Vier Jahre später steht die Band allerdings fast wieder am Anfang, denn seit dem letzten Album hat sich einiges geändert, wobei die Pandemie noch das kleinste Übel war, wenn mann sie Sänger Andy Kainas Infarkttod im Alter von 53 Jahren gegenüberstellt.

Der Frontmann, der die erwähnte stärkste Bandphase maßgeblich mitprägte, hatte die Band zwar bereits verlassen, doch die verbliebenen Mitglieder dürften nicht unberührt davon geblieben sein. "Christus Hypercubus" wirkt nun ein bisschen wie die sprichwörtliche Flucht nach vorn: MESSIAH haben V.O. Pulver (Gurd, Poltergeist), der schon den Vorgänger produzierte und selbst darauf zu hören war, offiziell zum zweiten Gitarristen erkoren und mit Marcus Seebach einen neuen Shouter eingespannt, beide machen die siebte Studio-LP der Gruppe zu einer sehr zeitgemäßen Angelegenheit, ohne die typischen MESSIAH-Kernmerkmale zu leugnen.

"Christus Hypercubus" bietet fett produzierten technischen beziehungsweise vielseitigen Death/Thrash mit unberechenbaren Songstrukturen - 'Sikhote Alin' und 'Soul Observatory' sind regelrechte Achterbahnfahrten einer wahrlich tollwütigen Growl-Stimme. Die Tracks enthalten eine ganze Latte an Killer-Riffs ('Centipede Bite'!), die sie leichter fassbaren machen, als sie per se sind, genauso wie immer wieder eingestreute langsamere Parts ('Once Upon A Time... NOTHING').

Einen raschen Überblick, was MESSIAHs Qualitäten anno 2024 betrifft, geben das sich qualvoll dahinschleppende 'Speedsucker Romance' als atmosphärisches Highlight, das zweiteilige Quasi-Prog-Finale 'The Venus Baroness' - erst schnell, dann im drückenden Midtempo - und das eingängige Titelstück mit Black-Metal-Einschlag im Gitarrenspiel.

FAZIT: MESSIAH-Gründer Brögi scheint an Herausforderungen zu wachsen. Seine Band erlebt mit "Christus Hypercubus" einen neuen Frühling, den man unbedingt live erleben möchte - zwanglos kreativ, dabei im positiven Sinn leicht verschroben und so knallhart, dass weite Teile der jungen Extrem-Metal-Szene angstvoll schlucken müssen. Das hier sind die besten MESSIAH, die es je gab… auch wenn sie abermals einen "Hit" schuldig bleiben.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 947x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • 01. Sikhote Alin
  • 02. Christus Hypercubus
  • 03. Once Upon A Time... NOTHING
  • 04. Speed Sucker Romance
  • 05. Centipede Bite
  • 06. Please Do Not Disturb (While I'm Dying)
  • 07. Soul Observatory
  • 08. Acid Fish
  • 09. The Venus Baroness I
  • 10. The Venus Baroness II

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier bellt?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!