Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Monarch Trail: Four Sides (Review)

Artist:

Monarch Trail

Monarch Trail: Four Sides
Album:

Four Sides

Medium: CD/Download
Stil:

Progressive Rock

Label: Perpetual Tree Music/Just For Kicks
Spieldauer: 73:29
Erschienen: 17.12.2023
Website: [Link]

KEN BAIRD, der Kopf hinter den kanadischen Neo-Proggern MONARCH TRAIL, stellt unter der nicht sonderlichen aktiven Band-Homepage fest, dass der Erscheinungstermin von „Four Sides“ sich deutlich länger hinzog als erwartet. Dann aber schiebt er stolz die Tatsache hinterher, dass dieser Termin, der 17. Dezember, mit dem Tag der Veröffentlichung seines persönlichen Lieblingsalbums übereinstimmt: „Wind & Wuthering“ von GENESIS! Und klar doch: Hier stimmen nicht nur die Tage überein, auch die Atmosphäre von „Four Sides“ hat so einiges mit „Wind & Wuthering“ zu tun und hinterlässt beispielsweise im 'Afterglow' beim 'Eleventh Earl Of Mar' jede Menge 'Blood On The Rooftops' – und das auch noch 'All In A Mouse's Night'. Zumindest wenn man seinen Fokus auf die beiden epischen Longtracks „Side I: The Oldest Of Trees“ und „Side III: Twenty K“ 'ohr'ientiert.

Darum sind schonmal alle, die wie der kanadische Multiinstrumentalist Baird „Wind & Wuthering“ lieben, dazu aufgerufen, sich unbedingt den „Four Sides“ von MONARCH TRAIL zu widmen. Es lohnt sich, denn wir bekommen es hier tatsächlich mit einem abwechslungsreichen, sehr unterschiedlich klingenden und trotzdem in sich geschlossenem symphonischen Progressive-Rock-Album zu tun, das tiefe Spuren hinterlässt und vielleicht noch einmal die eine oder andere Bestenliste der Prog-Alben des Jahres 2023 so kurz vor Jahresende gehörig durcheinanderbringt!

Schon die Grundidee von „Fourth Sides“ basiert auf der Hoffnung, dieses derzeit nur als CD erhältliche Album mit einer Laufzeit von über 73 Minuten auch auf Vinyl – eben einer vierseitigen Doppel-LP – herauszubringen, wobei sich auf den ersten drei Seiten jeweils ein epischer Longtrack (Seite I – 22:39 / Seite II – 19:46 / Seite III – 17:05) und der vierten zwei kürzere Songs (Seite IV a/b 9:37/4:21) befinden.

Eine gute Idee, denn die progressive wie elektronische Musik auf „Four Sides“ scheint tatsächlich ideal geschaffen für die schwarzen Rillen, auf denen eben GENESIS und ASHRA schon immer großartig klangen, womit wir auch bei den beiden sehr unterschiedlichen Seiten („The Oldest Of Trees“ und „Eris“) wären, von denen die zweite rein instrumental ist, denen von beiden Referenz-Bands viel innewohnt. Die dritte Seite „Twenty K“ lässt dann erneut GENESIS mit einem Schuss BARCLAY JAMES HARVEST sowie vom Keyboard dominierenden – und tatsächlich an TONY BANKS erinnernden – symphonischen Instrumental-Passagen aufblühen und vereint die Stimmungen der ältesten Bäume und von Erie in sich.

Mit ein paar angejazzten Piano-Passagen und feinem Mellotron-Klang steuert das Album auf der vierten Seite während der besungenen Mondreise, die zudem eine Hommage an alle Glühwürmchen ist („In all the dark places we will shine / Like fireflies, a light all of our own...“) seinem Ende entgegen, bis dann das klassische Instrumental „Afterthought“ im besten RICK WAKEMAN-Stil den Sack zu und den Hörer guter Prog-Symphonik glücklich macht.
Wie schön – wie (ent)spannend – wie traumhaft.

FAZIT: Mit ihrem vierten Album „Four Sides“ (Feine Doppeldeutigkeit!) ist den kanadischen Prog-Mannen MONARCH TRAIL um den singenden Multiinstrumentalisten KEN BAIRD noch ein Highlight des ausklingenden Prog-Jahres 2023 gelungen, welches zudem neben seiner GENESIS-Nähe und gelungene symphonische Longtracks zusätzlich mit einer guten Produktion sowie einem ansprechend 'kosmisch' gestalteten 16-seitigen Booklet samt aller Texte zu beeindrucken versteht. Solche musikalische Qualität sollte tatsächlich mit einer vierseitigen Vinyl-Doppel-LP geadelt werden, die man dann gerne direkt neben seine „Wind & Wuthering“-LP stellen darf.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 941x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Side I: The Oldest Of Trees
  • Side II: Eris
  • Side III: Twenty K
  • Side IV a: Moon To Follow
  • Side IV b: Afterthought

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • Skye (2014) - 10/15 Punkten
  • Sand (2017) - 11/15 Punkten
  • Four Sides (2023) - 13/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Thomas
gepostet am: 25.02.2024

Danke für die Warnung. Mit "Wind & Wuthering“ ist für mich der musikalische Abstieg von Genesis verbunden.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wobei handelt es sich nicht um ein Getränk: Kaffee, Tee, Bier, Schnitzel

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!