Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Cult Of Luna: Salvation (Review)

Artist:

Cult Of Luna

Cult Of Luna: Salvation
Album:

Salvation

Medium: CD
Stil:

Metal

Label: Earache
Spieldauer: 73:34
Erschienen: 2004
Website: [Link]

"Salvation" ist ein Longplayer im wahrsten Wortsinne. Das Schwedenkollektiv CULT OF LUNA reizt mit gerade einmal neun Stücken nahezu die Gesamt CD-Kapazität aus. Führt man sich vor Augen, dass die Gruppe seit jeher im Gebiet solcher Avantgardisten wie Neurosis oder Isis wildern, wird klar, dass es hier eher um das Erzielen einer Wirkung denn um Zugänglichkeit geht. So gewinnt etwa das eröffnende Echoes erst nach fünf Minuten an Fahrt: Verhaltene Gitarrenfragmente, subtile Harmonien und schließlich schwere Schlagzeugbeats, getragen von einer derart frustriert und resigniert klingenden Stimme, die keine Linderung des Weltschmerzes zulässt und dem hellen Layout der Platte spottet - Oder steht dieses Weiß für das Nichts, die Haltlosigkeit des vor sich hinlebenden Menschen? Im besten Fall ist es die Katharsis von Zorn und Qual, auf welche stille Einkehr folgt.
Dies alles suggeriert die Musik, wahrlich schwer und fortschreitend. Nicht in dem Sinne, dass sie Lösungen anbietet, dem empfänglichen Hörer jedoch zumindest eine Lebenshilfe sein kann - Auch nicht in Form von instrumentaler Extremerkundung, denn das Musikerego hat bei der Zähmung der Apokalypse keinen Platz. Klangflächen, erdrückende Riffs und bloß die Ahnung von Melodie ... letzteres immer dann, wenn die ausglühende Sonne doch noch einen Strahl zwischen den Wolken hindurchsenden kann. Es sind nur kurze Momente - am Ende bleibt doch die Leere.

FAZIT: CULT OF LUNA bewegen sich in den engen Grenzen ihres Genres. Wie die bekannteren Kollegen haben sie auch Stille und Melodie für sich entdeckt, was jedoch immer noch keine Musik für jede Lebenslage hervorbringt. Wohin es den kleinen Kreis von Endzeit-Bands führen wird, ist ungewiss, und wem man als Hörer den Vorzug gibt, ist nicht relevant. Am Ende sind wir sowieso alle gleich...

Andreas Schiffmann (Info) (Review 4462x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Echoes
  • Vague Illusions
  • Leave Me Here
  • Waiting For You
  • Adrift
  • White Cell
  • Crossing Over
  • Into The Beyond

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Max [musikreviews.de]
gepostet am: 06.05.2010

"Waiting For You" hat mir diese Band geöffnet. Genial!
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Was kommt aus dem Wasserhahn?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!