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Ralf Hubert (Mekong Delta) im Musikreviews-Blog

Thrudvangar: Zwischen Asgard Und Midgard (Review)

Artist:

Thrudvangar

Album:

Zwischen Asgard Und Midgard

Medium: CD
Stil:

Heidenlärm

Label: Einheit/Soulfood
Spieldauer: 46:19
Erschienen: 2007
Website: -

Thrudvangar: Zwischen Asgard Und Midgard

Kernige deutsche Namen; Riffs, so spannend wie die Unterbauchhaut einer 80jährigen Kräuterhexe; Keyboardsounds, so atmosphärisch wie ein Furz in Valhalla... Ja, das ist eklig, aber man sollte Bands mit gleicher Münze heimzahlen, was sie einem antun, nicht wahr?

THRUDVANGAR, liebstes Kind verhinderter deutscher Großliteraten, die sich mit ihren eckigen Nachnamen im Musikjournalismus herumtreiben, haben erneut ein Album heidnischer Tonkunst veröffentlicht, das jedem ernsthaft um die Thematik bemühten Menschen die Zornesröte ins Gesicht treibt. Das Cover ihrer dritten Platte passt zur Musik, denn so comicartig wie der behelmte Krieger inszeniert ist, so hören sich THRUDVANGAR an. Auch entspricht die Plumpheit des gleichwohl sauber gemalten Bildes der Gruppe, denn wo die Farben und Linien in aller Deutlichkeit ein Bild entstehen lassen, auf dem nichts angedeutet oder intuitiv erschließbar ist/sein soll, so musiziert sich die Band, ohne den Hörer anstrengen zu wollen, unmittelbar in die niedersten Gefilde des Hirns. Es darf dem Met zugesprochen und die Birne abgeschaltet werden.

THRUNVANGAR verzerren den Metal mit pseudo-stimmungsvollen Arrangements, Riffs, die abgegriffen sind wie Thors Hammer und Texten, die der deutschen Sprache spotten und nebenbei allerlei nationalistischem Gesocks die Bälle in die Hand spielen können. Das braucht niemand, der Metal hört, weil es schlichtweg keiner ist. Spirit, Spielkultur und Intelligenz sind schlichtweg nicht vorhanden. Jede Punkband würde sich dieser Musik schämen.

FAZIT: Es bleibt dabei: Deutsche Folk-Blackies, oder wie man es immer nennen sollte, sind in ihrer intelligenten Ausformung dünn gesät. Lasst euch nicht von diesem Unsinn begeistern und hört lieber smarteres Zeug, das sich auf vermeintliche Wurzeln beruft. Enslaved, Negura Bunget, Metsatöll, Skyforger,... Die Alternativen sind endlos.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 588x gelesen, veröffentlicht am 02.02.2008)
(0 Leser-Kommentare vorhanden)

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Wertung: 3 von 15 Punkten [?]
3 Punkte
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Tracklist:
  • Thro
  • Bärenpelz und Wolfsmantel
  • Heimwärts
  • Runenstein
  • Midsommernacht
  • Zwei Raben
  • Siegvater
  • Frostland

Besetzung:

  • Sonstige - Christian, Gunther, Andreas, Kanne, Torsten, Matze

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
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