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Sylvan: Force Of Gravity (Review)

Artist:

Sylvan

Sylvan: Force Of Gravity
Album:

Force Of Gravity

Medium: CD
Stil:

Neo-Prog

Label: Sylvan Music
Spieldauer: 69:32
Erschienen: 25.09.2009
Website: [Link]

Das Auf und Ab ist die erste Eigenschaft, die einem assoziativ in den Schädel stößt, wenn man an Achterbahnen denkt. Ein Album mit einer solchen auf dem Cover müsste mit dem Laut-Leise-Schema spielen, hartes Gitarrenwerk mit lieblichen Momenten der inneren Ruhe kontrastieren.
Doch erschöpft sich die Achterbahnfahrt längst nicht in dem Spiel mit Kontrasten. Zentral für SYLVAN dürfte nach dem Hammer-Doppelschlag mit dem Konzeptwerk-Geniestreich “Posthumous Silence” und dem relaxten ArtPop-Nachtisch “Presets” der Faktor Fernsteuerung gewesen sein. Wer in der Kabine eines Achterbahnzuges sitzt, der lässt sich fallen und übergibt seinen Körper den Gesetzen der Physik, er genießt es, Wind und Schienen ausgeliefert zu sein.

Nun fällt “Force Of Gravity” zwar eindeutig laut-leise aus, doch der Fallenlassen-und-Ausprobieren-Aspekt nimmt nach den Anstrengungen der letzten Jahre die größten Anteile ein. Was die Hamburger da vorlegen, ist die Entsprechung von Peter Jacksons Kindheitstraum “King Kong” nach dessen gewaltiger “Ringe”-Trilogie. “Posthumous Silence” als “Herr der Ringe”, “Presets” als dessen überlanger Epilog, “Leaving Backstage” als die “Herr der Ringe”-Extended-Edition-DVD-Auswertung... da möchte “Force Of Gravity” nicht nachstehen und trotzdem Wolkenkratzer erobern und mit seinen 70 bombastisch aufgezogenen Musikminuten in vielspuriger Abmischung geschichtsträchtige Akzente setzen.

Force Of Gravity” ist letztlich eine Fingerübung - aber mit Anspruch. Für sich in Anspruch nimmt die Band beispielsweise, neue Grenzen auszuloten, abwechslungsreich und episch zu musizieren sowie alte Fans und neue friedlich zu vereinen. Ein Spagat über die unterschiedlichsten Erwartungen sollte es werden und ist es geworden, doch das Resultat entwickelt über weite Strecken so wenig Dynamik, wie man es von einer Band wie SYLVAN, die sich bis “Posthumous Silence” von Album zu Album steigerte, noch nicht kennt.

Ähnlich wie bei RIVERSIDEs “Anno Domini High Definition” geht es darum, sich von einem Konzeptwerk loszueisen; ähnlich wie bei RIVERSIDE bedient man sich dazu einer losen Ansammlung von Themen unserer Gegenwart. Ungleich RIVERSIDE jedoch geht der Plan nicht ganz auf, denn der ersehnte Richtungswechsel fällt kaum ins Gewicht und wenn man ihn doch mal wahrnimmt, so wie auf dem hektisch-punkigen “God of Rubbish”, kommt er sprunghaft und unkoordiniert daher.

Über weite Strecken ist “Force Of Gravity” jedoch trotz des erstmaligen Fehlens von Gründungsmitglied und Gitarrist Kay Söhl durchtränkt mit klassischen SYLVAN-Markenzeichen. Die neoproggige Verliebtheit in griffige Melodien scheint nach wie vor durch, das alte Problem der dramaturgischen Zerfaserung einzelner Songs tritt immer noch auf und alleine Marco Glühmanns Vocals sind dermaßen markant, dass jede Band, die er mit einem Gastauftritt beehren würde, automatisch nach SYLVAN klänge.

Glühmann aber ist schon ein Problem auf der neuen Platte. Ohnehin genießt man seine Stimme ja mit dem Suspense eines auf dem Mixerglas balancierenden Frosches, doch so hervorragend sie den zurückliegenden Alben mit dem schnellen Wechsel von Normalgesangsstimme zum Falsett stand, diesmal geht sie oft am Ziel vorbei. Er probiert viel, extrovertiert sich bis zum Exzess und entschwebt manchmal sogar in die Atemtechniken eines Matthew Bellamy. Wenn allerdings quengelige Penetranz dabei zu Tage tritt, ist das alle Experimente nicht wert. Glücklicherweise fängt sich Glühmann mit zunehmender Laufzeit und bereitet später dann doch noch ein paar Highlights in gewohnter Klasse.

Solche hat das Songwriting diesmal kaum zu bieten. Songs wie “So Easy”, “Human Apologies” oder “Questions” boten auf den alten Alben mitreißende Riffs von einzigartiger Unverwechselbarkeit. Solche fehlen auf “Force Of Gravity” fast komplett, allenfalls “From the Silence” gelingt es, ähnliche Zugkraft zu artikulieren. Der Großteil des Albums legt sich aber transparent wie eine Zäsur über das bisherige Schaffen, ohne ihm neue Kniffe zu geben. Wenn der eröffnende Titelsong die einzelnen Verse in “Muse”-Manier dazu nutzt, den Song in immer höhere Ebenen aufzuwiegeln, so werden damit keine neuen Wege beschritten, sondern eine Kurzzusammenfassung gegeben, wie SYLVAN bisher sowieso schon funktionierten. Da weiß nicht mal RAIN FOR A DAY-Engel Miriam Schell, nach “Presets” ein weiteres Mal zu Gast bei Freunden, mit ihrem wunderschönen Gesang auf “Midnight Sun” die Kohlen aus dem Feuer zu holen.

Verlass ist aber immerhin auf den Longtrack: “Vapour Trail” bestätigt das Progklischee Nr. 1 (“lang = guuuut”) und setzt in seiner Viertelstunde das Highlight, das doch noch versöhnlich zurückblicken lässt. Hier greift der Geist der Platte mal und schält sich auch erfolgreich aus den Trademarks der Hanseaten heraus, vielleicht, weil genug Zeit bleibt, zu strukturieren.

FAZIT: Der neu entdeckte, quasi-improvisierte Halbexperimentalismus steht SYLVAN nur bedingt. Wo sind die zwingenden Kompositionen, wo der emotionale Zauber? Viele Elemente auf “Force Of Gravity” sind eine alte Masche, oder einfach nur der ausgeblutete Charakter der Band, sofern man davon ausgehen kann, dass die Songs direkt aus dem Herzen aufs Papier geflossen sind. Nur sind SYLVAN am besten, wenn sie ihre Früchte reifen lassen und man die Details entblättern kann; so wie auf dem Longtrack “Vapour Trail”, so wie auf dem zu Ende gedachten “Posthumous Silence”-Epos. Es scheint, als werde nun der Abstieg von der Spitze angetreten, doch ist nicht zu unterschätzen, was in diesen Hamburgern noch steckt, wenn sie sich mal wieder richtig Zeit nehmen für ein Album.

Für diejenigen, die diese Kritik noch vor dem 25. September lesen, aber auch alle anderen: “Force Of Gravity” kann auch auf der bandeigenen Homepage über http://www.sylvan.de/shop/ bezogen werden. Der Vorteil für die Band: Es geht kein Anteil an die Zwischenhändler verloren, weil ihr direkt an der Quelle kauft. Der Vorteil für euch: Seit Anfang August schon wird das Album an Vorbesteller ausgeliefert. Damit hat man die Platte knapp zwei Monate früher in den Händen als die diversen Händler.

Sascha Ganser (Info) (Review 11516x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Force Of Gravity
  • Follow Me
  • Isle In Me
  • Embedded
  • Turn The Tide
  • From The Silence
  • Midnight Sun
  • King Porn
  • Episode 609
  • God Of Rubbish
  • Vapour Trail

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
Kommentare
Pete
gepostet am: 13.08.2009

User-Wertung:
14 Punkte

Diese Kritik ist mir vollkommen unverständlich. Ich vermute, dass wir aus irgendeinem Grund unterschiedliche Alben gehört haben.

Ich habe »Force Of Gravity« sehnsüchtig erwartet und es vor einigen Tagen im Briefkasten gehabt. Der erste Durchlauf hat mich gepackt, durchgerüttelt und weggeblasen, so begeistert war ich.
Die Scheibe muss sich keineswegs hinter »Posthumous Silence« verstecken und gibt sich erheblich facetten- und ideenreicher als »Presets«.
Es scheint, als habe sich die Band gerade dieses Mal viel Zeit gelassen. Jedes der herrlich abwechslungsreichen Stücke brilliert auf seine eigene Weise, schafft es, gewohnte Elemente mit aufregend frischen Klängen zu verweben.

Als Beispiel führe ich »Turn Of The Tide« an. Dieses Stück betrachte ich gerne als Höhepunkt vor der Halbzeit der Platte, denn danach musste ich mich erst einmal beruhigen. Mit gewohnt sanften Klavier-Arrangements holt uns das Lied ab, um dann buchstäblich zu zeigen, was Alles möglich ist. Die lange Steigung im vorletzten Teil (in diesem Maße auch vorher noch nie von Sylvan gehört) und das darauf folgende Finale, die gegeneinander laufenden Melodien der Stimme... Es gefällt mir fantastisch gut.

Ich bin kein ausgesprochen erfahrener Experte in Sachen »Songwriting«, aber ich weiß, dass letztendlich glücklicherweise der eigene Geschmack das Hörvergnügen auslöst – oder eben nicht. Und meine persönliche Meinung ist: Solch ein wundervolles Hörvergnügen habe ich schon lange nicht mehr erlebt.

Gruß aus Köln,
Pete
Andreas
gepostet am: 13.08.2009

Die Scheibe fällt zum Ende hin etwas ab und hat durchweg diesen unsäglichen Befindlichkeits-Emo-Anstrich, der zeitgenössischen Prog häufig sauer macht.
Wolfgang
gepostet am: 13.08.2009

User-Wertung:
15 Punkte

Saschas CD Kritik zu "Force of Gravity" ist auch für mich völlig unverständlich.

"Force of Gravity" ist eine akustische Macht!!! Ich bekomme diese Scheibe einfach nicht mehr aus meinem Player und die Melodien nicht mehr aus meinem Kopf! Das ganze Album klingt für mich frisch, dynamisch, abwechslungsreich und natürlich auch wieder mega emotional (Markenzeichen von SYLVAN).

Ich bin glücklich :)

Gruß,
Wolfgang
Sascha [Musikreviews.de]
gepostet am: 13.08.2009

Freut mich, dass die Platte ihre Fans findet. :) Ich war auch äußerst gespannt, und als das Paket endlich da war, hab ich alles stehen und liegen lassen. Leider empfand ich sie dann einfach nur als gefällig, neue Impulse hat sie mir als Fan der Alben "Artificial Paradise", "X-rayed", und "Posthumous Silence" leider nicht gegeben. Wertungstechnisch hätte es durchaus noch ein Pünktchen mehr werden können, in den zweistelligen Bereich konnte ich aber nicht gehen. Stimmt, es steckt viel drin in der Platte, aber vieles mochte nicht zünden. Ich wünsch ihr trotzdem viel Erfolg.
Tim
gepostet am: 14.08.2009

Einige Kritikpunkte der Besprechung kann ich verstehen (z.B. der manchmal arg übertriebene Gesang, besonders im ersten Stück und das etwas sehr simple God of Rubbish, obwohl das natürlich Absicht ist, man beachte den Text), aber grundsätzlich finde ich die Platte auch gelungen. Nicht auf einem Level mit der Posthumous Silence, aber die steht bei eh ganz oben.

Tim
Nils [Musikreviews.de]
gepostet am: 14.08.2009

User-Wertung:
9 Punkte

Mich hat die Scheibe leider auch ein wenig enttäuscht. Dabei ist das Album absolut nicht schlecht. Der Gesang ist stellenweise eine Gratwanderung - Sascha hat das mit dem Frosch und dem Mixer perfekt umschrieben. :-)

Mir fehlt die atmosphärische Dichte von "Posthumous Silence" ein wenig. Aber genau festmachen, warum mir das Album nicht so gut gefällt, das kann ich grad auch nicht. Zum Glück hat Sascha mir die Last von den Schultern genommen, diese Rezension schreiben zu müssen. ;)

Einen schönen Tag noch...
Glenfiddich
gepostet am: 14.08.2009

User-Wertung:
15 Punkte

Hallo Leute,
einfach mal locker bleiben....

SYLVAN hat nie vor gehabt einen Nachfolger für die PS zu machen. Es sollte immer etwas Neues gehaben und das haben die Jungs auch geschafft. Vielen Dank Sylvan.
Diese Platte die mich auch völlig umgehauen hat, ist einfach nur Spitzenklasse. Die Gefühle in einem gehen hoch und runter, wie in einer "Achterbahn"...Es "zieht" einen hinauf und später "fällt" mehr oder weniger sanft wieder auf den Boden, der Titel beschreibt es genau.. Über Marco Glühmanns Stimme kann man sich streiten, aber er drückz hervorragend Stimmungen damit aus. Aber natürlich starke Musiker runden das gute Album ab..Ich als Fan bin vollzufriedenein sehr abwechslungsreiches Album!!!
Peter Köller
gepostet am: 14.08.2009

User-Wertung:
14 Punkte

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber zu behaupten, dass dieses Album keine neuen Facetten aufwirft finde ich dann doch sehr gewagt, da es defintiv das experimentellste Sylvan-Album aller Zeiten ist.

Das kann dazu führen, dass einem nicht jedes Lied zusagt, aber diese Gefahr bringt ein abwechslungsreiches Album eben mit sich. Im Gegenzug gibt es eine Menge zu entdecken, da man nie weiss, wie das nächste Lied klingen wird.

Und in Bezug auf den Vergleich zu »Posthumous Silence« kann ich Glenfiddich nur zustimmen. Warum vergleicht man ein Album einer Band immer mit seinem Lieblingsalbum? Warum sieht man nicht jedes Album als eigenständiges Werk? Was mussten sich Dream Theater alles anhören, nach dem die Nachfolge-Alben zu »Images & Words« nicht dem entsprachen, was sich die Kritiker vorstellten. Aber hätten sie nicht weiter gemacht, hätte es andere großartige Alben und Songs von Ihnen nie gegeben. Es wäre also nett, wenn Sie Sich in Zukunft etwas zurückhalten könnten mit Kommentaren a la »Es scheint, als werde nun der Abstieg von der Spitze angetreten«. Für mich und viele andere ist dieses Album ein weiterer Schritt des Aufstiegs einer grossartigen Band! Einer Band, die hoffentlich bald die Popularität geniest, die sie schon so lange verdient.
Sascha [Musikreviews.de]
gepostet am: 14.08.2009

"Es wäre also nett, wenn Sie Sich in Zukunft etwas zurückhalten könnten mit Kommentaren a la »Es scheint, als werde nun der Abstieg von der Spitze angetreten«. "

Den zitierten Satz sollte man dann vielleicht auch mal zu Ende lesen...

In Vergleichen sind die Menschen übrigens ganz schnell. Rezensenten müssen mit anderen Bands und anderen Alben vergleichen, um eine Vorstellung von etwas zu geben, das mit Worten nur schwer zu fassen ist. Manche Musikfans müssen die Meinung der Rezensenten immer unbedingt mit ihrer eigenen vergleichen und kommen zu dem Schluss, dass diejenige der Rezensenten Mist ist. Nuja... wer's mag...

Ich kann nur für mich sprechen: In dem hier vorgeworfenen Sinne habe ich "Force of Gravity" sicher nicht mit "Posthumous Silence" verglichen. Gegen starke Veränderungen habe ich nichts, sonst würde ich eine Band wie zB. Porcupine Tree nicht über alle Phasen ihrer Entwicklung unterstützen. Und ja, "Force of Gravity" ist einerseits experimentell, andererseits gelingt es IMO (!!!) nicht, WIRKLICH neue Ufer zu erreichen.
Birgit
gepostet am: 17.08.2009

User-Wertung:
15 Punkte

8 Punkte ist ein Witz, sorry.

Das Album ist phantastisch.
Von Vorne bis hinten. Und das nicht nur für Fans. Ich habe es zusammen mit Leuten gehört, die vorher nichts von Sylvan gehört hatten UND die Ahnung von Musik und Gesang haben.

Marco Glühmann ist ein großartiger Sänger. Punkt. Das er experimentiert ist gut, nur das bringt einen weiter.

Ich habe viele Lieblingssongs auf FOG. Man muß auch mal etwas eine Chance geben und es auf sich wirken lassen.

PS ist ein Konzeptalbum, FOG nicht! Also sind Vergleiche sinnlos. Mal einfach was für sich stehen lassen, scheint schwer.

Selbstverliebte Formulierungen zu zelebrieren (Mixerfrosch! Bitte!) ist eine Sache- jedoch:
Das was der Rezensent dem Album (IMO!) vorwirft, praktiziert er selber in seiner Rezension!
"Die neu entdeckten, quasi-improvisierten halbexperimentalistischen Formulierungen stehen der Kritik nur bedingt. Wo sind die zwingenden Analysen, wo der emotionale Zusammenhang? Viele Elemente in der Kritik sind eine alte Masche, oder einfach nur der ausgeblutete Charakter eines Rezensenten, sofern man davon ausgehen kann, dass die Worte direkt aus dem Herzen aufs Papier geflossen sind."
Birgit (2. Teil)
gepostet am: 17.08.2009

User-Wertung:
15 Punkte

Am Meisten aber hat mich folgender (Halb-)satz geärgert:
"...wenn sie sich mal wieder richtig Zeit nehmen für ein Album."
Dieses ist eine Unterstellung, nämlich, daß sich Sylvan für FOG KEINE Zeit genommen hat.

Bullshit. Sorry, aber so ist es. Man sollte nur Dinge schreiben, die man weiß. Dieses weiß der Rezensent mit Sicherheit NICHT.

Ich dagegen weiß mit Sicherheit, wieviel unendlich viele, unbezahlte Stunden der Hingabe, Liebe, Mühe, Arbeit und schöpferischer Kraft in diesem Album stecken, des Ringen und Kämpfens, des Kreierens und wieder Verwerfens, der Detailverliebtheit, des Strebens nach Perfektion.

Wer das nicht hört, spürt, fühlt, dem kann ich sowieso nicht helfen und Sylvan sicher auch nicht.

Diese Jungs leben für das, was sie da schaffen, sonst hätten sie es längst sein lassen, da kommerzielle Gesichtspunkte wohl völlig wegfallen.

In der Tat, lieber Rezensent, wird FOG seine Hörer finden. In der Tat.
Nicht aus Mitleid oder aus Gewohnheit, sondern weil es ein grandioses Werk ist.
Punkt.
Klausi (X-Papa)
gepostet am: 29.08.2009

Ich hatte zu Anfang auch ein wenig Probleme mit der Scheibe . Mittlerweile finde ich sie gut . Das mit Marco´s Stimme , kann ich auch so unterschreiben , speziell beim Titeltrack nervt es ein wenig .
JürgenF
gepostet am: 31.08.2009

User-Wertung:
13 Punkte

Bei mir rotierte die Scheibe gerade zum ersten Mal in meinem Player und ich muß sagen, es gibt recht wenige CD's, die nach komplettem Hördurchgang bei mir den Drang erwecken, das Ganze nochmals von vorne zu hören. Dieses Album ist so eines...
Wer ob der teils durchwachsenen Kritiken noch zaudert, dem möchte ich hiermit seine Unsicherheit nehmen. KAUFEN !!!
Tanja W.
gepostet am: 31.08.2009

User-Wertung:
15 Punkte

Ist es nicht so, dass die wirklich mutigen CDs polarisieren?

Für mich ist "Force of Gravity" die CD des Jahres 2009!

Mit "Presets" konnte ich nur bedingt etwas anfangen, aber "Force of Gravity" hat eine Magie, die ich mir kaum erklären kann. Selten hat mich ein Album so berührt, selten hat mich Musik so aufgewühlt!

Nach nur zwei Wochen ist "Force of Gravity" mein erklärtes Lieblingsalbum von Sylvan und mir wird ganz schwindelig bei dem Gedanken, was als Nächstes kommen könnte ...
Nils [Musikreviews.de]
gepostet am: 01.09.2009

Kleine Info für alle, die sich wundern, warum grad bei dieser Rezension so viele Jubel-Kommentare gepostet wurden: Der Link zu dieser Rezension wurde in einem Sylvan-Fan-Forum gepostet (was ja völlig okay ist). :-)
JürgenF
gepostet am: 03.09.2009

Ich möchte festhalten, daß ich mich an keinem Fan-Forum beteilige und auch nicht über einen Link hier gelandet bin ! Ich mag einfach die Musik von Sylvan und finde das neue Album sehr ansprechend (siehe mein Kommentar weiter oben)
Birgit
gepostet am: 03.09.2009

User-Wertung:
15 Punkte

Ich bin auch in keinem Fan-Forum ;-). Finde aber die Kritikunfähigkeit der "Rezensenten" dieser Seite sehr befremdlich. (Siehe Beitrag weiter oben) Bißchen Kindergartenniveau..., aber wer´s braucht.
Sascha [Musikreviews.de]
gepostet am: 04.09.2009

Ich steh auf Kritik - wenn sie konstruktiv ist. Ich verweise auf die Anmerkungen bei der letzten CD von "End Time Channel", der hat mich auch kritisiert, aber ohne blindes Draufhauen. Und er hätte Grund dazu gehabt, schließlich hat er die besprochene CD zu verantworten.

Das Problem ist eher, dass manche Leute halt keine Kritik an ihren Lieblingsalben vertragen können, und sei sie auch noch so begründet formuliert. In das Sylvan-Forum hab ich übrigens reingesehen und mit Freude festgestellt, dass da doch einige waren, die mit der Rezension richtig gut umgegangen sind und einen recht differenzierten Stand zum Album haben. Freut mich.
Heinz
gepostet am: 04.09.2009

Sylvan gehört für mich zu den überbewertesten Bands im Progzirkus. Selten so "same-old" Melodien und klischeebehaftete Arrangements gehört. Anscheinend haben sie aber gerade zu militante Fans, die sich an jeder Kritik massiv stören. Muss das denn sein?
:-)
gepostet am: 04.09.2009

Genau ;-))


...und die erde ist ne scheibe...
Jochen [Musikreviews.de]
gepostet am: 09.09.2009

User-Wertung:
9 Punkte

Sascha hat in vielen Punkten schon recht. Mit einigem gutem Willen kann man 1 bis 2 Pünktchen drauf geben, aber insgesamt ist "Force of Gravity" bislang Sylvans schwächster Output. Viel zu angestrengt und gewollt; vom halbherzigen Rumgeeire in Metal- und Grungegefilden ("Follow me") bis zum offensichtlich Peter Gabriel/ Kate Bush-Assoziationen wecken wollende “Midnight Sun” zeugt vom konzeptionellen Irrlauf, den Sylvan hier betreiben. Aber warum auch nicht; fast jede Band, die es längere Jahre im Musikzirkus aushält, hat Umbruchzeiten hinter sich; mit Alben, die alles andere als herausragend und hauptsächlich Studien des Suchens waren. Spannend dürfte es erst wieder mit dem nächsten Werk werden, wenn sich herausstellt, ob Sylvan etwas (neues) gefunden haben.

Angesichts der vielen herausragenden Veröffentlichungen in letzter Zeit (Riverside, Indukti, Porcupine Tree, Ghost Brigade u.a.) lässt die , für ein vergleichsweise blasses Werk, inflationär hohe Punktevergabe in den Kommentaren schon staunen.

Ich musste das Album dreimal hörern, ehe was hängen blieb. Und bei weitem nicht alles war gut. Entgegen Andreas Ansicht gefallen mir die Stücke zum Ende hin besser (der Start- und Titelsong wächst allerdings nach mehrmaligem Hören), zumindest das vorzügliche "Episode 609" und der over-the-top Schlusstrack. "God Of Rubbish" dazwischen, naja; nur weil der Kaiser schäbige Kleider trägt, heißt das noch lange nicht, dass er ein Punk ist.
Michael
gepostet am: 09.09.2009

User-Wertung:
12 Punkte

Es ist schon putzig mit anzusehen, wie sich einige Schreiber auf dieser Seite bemühen, "Force of Gravity" uns Hörern zu verleiden: "Schwächster Sylvan Output bislang", "überbewerteste Band im Progzirkus", "konzeptioneller Irrlauf", "Suspense eines auf dem Mixerglas balancierenden Frosches" etc.

Da muss man sich nicht wundern, wenn einige, denen das Album gefällt, auch mal ein wenig deutlicher dagegen wettern. Bei mir zumindest hat "Force of Gravity" gezündet und ich halte Songs wie "Follow Me", "Turn Of The Tide", "From The Silence" oder das oben kritisierte "Midnight Sun" für echte Perlen!

Ist aber nur meine bescheidene Meinung. Ich bin ja kein "Berufskritiker" ;)
Sascha [Musikreviews.de]
gepostet am: 10.09.2009

Wenn dem so ist: Viel Spaß mit der Scheibe! Ich gönne es euch von Herzen. Niemand will sie euch vergrätzen, wir äußern lediglich unsere subjektive Meinung...
Benjamin [Musikreviews.de]
gepostet am: 10.09.2009

Habe auf dem Eclipsed-Sampler den Titeltrack gehört, 1.Eindruck: Eher verhalten.

Dass wir angeblich, wie Michael gesagt hat, die Scheibe VEGRAULEN wollen, ist Quatsch. Dies hier ist eine Website für objektive Musikkritiken und nicht als Plattform für Lobhudeleien gedacht.
Nils [Musikreviews.de]
gepostet am: 10.09.2009

Beim Wort "objektiv" wirds jetzt schwierig, oder? Ich denke eher, dass Musikkritiken immer subjektiv sind... wenn die Kritiken objektiv wären, dann müssten alle (objektiven) Kritiker das Album gleich gut oder schlecht finden. :-)
Jochen [Musikreviews.de]
gepostet am: 10.09.2009

Keine Frage von objektiv oder subjektiv (objektive Kritiken kann es schlicht nicht geben. Es sei denn, man schaltet den Rezensenten aus. Oder ab.), sondern eher wie es an anderer Stelle über einen mir wohl bekannten Kritiker heißt: "Natürlich gibt es immer Menschen die grundsätzlich alles besser wissen und schlecht reden müssen." Dafür sind wir doch da;-)

Was mir ein wenig Sorgen macht: Sascha beurteilt FoG als "eher überdurchschnittlich", ich packe sogar noch gutwillige Punkte dazu. Wo ist da das "Hören verleiden" wollen?

Und vor allem, wie sähen die Reaktionen aus, wenn der Rezensent das Album tatsächlich verrissen hätte?
Birgit
gepostet am: 10.09.2009

User-Wertung:
15 Punkte

"wie sähen die Reaktionen aus, wenn der Rezensent das Album tatsächlich verrissen hätte"-
Na, eben noch unverständlicher als jetzt, weil es ein grandioses Album ist.
Jungs, ganz ehrlich, kommt drüber hinweg ;-).
Die Einzigen, die hier noch schwadronieren seid ihr.
Ich glaube, es haben jetzt alle verstanden, daß ihr das Album eher durchschnittlich findet. Ich hoffe, ihr hattet wenigstens gratis Promo-Exemplare und mußtet nicht noch euer (mit dem Schreiben subjektiv-objektiver Kritiken) sauer verdientes Geld dafür ausgeben.
toni
gepostet am: 01.10.2009

hallo,
tja, rezis schreiben ist sicherlich nicht einfach, ich würde es mir nicht zutrauen.
da ich ein bauchmensch bin und mich eine cd begeistern kann oder auch nicht .dies aber dann in worte auszudrücken könnte ich nicht und die gefahr des missverstanden werden wäre bei mir viel zu gross.
deshalb etwas verständnis für die schreibende zunft und kritikfähig muss ein solcher ja sowiso sein.
kritik darf ruhig sein aber nie unter die gürtellinie.
so nun hoffe ich das meine sylvan cd auch nächstens bei mir eintrifft und ich mir selber eine meinung über die musik machen kann .
ich bin froh gibt es leute die rezis schreiben ,macht weiter.
auch ich bin nicht immer glücklich was ich da zt. zu lesen bekomme, aber besser als gar keinen kommentar auf alle fälle.

gruss toni
Peter
gepostet am: 13.08.2011

Das neue SYLVAN-Album wird ab Januar 2012 im Handel zu haben sein. Das Album trägt den Titel "Sceneries". Es wird "wohl" eine Doppel-CD.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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