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Act Of Creation: Secret Memoirs Of A Forced Fate (Review)

Artist:

Act Of Creation

Act Of Creation: Secret Memoirs Of A Forced Fate
Album:

Secret Memoirs Of A Forced Fate

Medium: CD
Stil:

Thrash- / Deathmetal

Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 44:30
Erschienen: 15.02.2010
Website: [Link]

Den hessischen Melodic-Deathern E 605 war nicht gerade eine lange Haltbarkeitsdauer beschert. Irgendwann 1997 brachte man mit „Brainscan“ eine EP heraus, 2002 dann das Debutalbum „Behind The Face“. Kurze Zeit später verlieren sich die Spuren in den Weiten des Internets.

Hauptverantwortlicher war ein gewisser Carsten Schluch, der sich nun mit seinem ehemaligen Bandmate Kai zusammengetan und ACT OF CREATION aus den Überresten von E 605 geborgen hat. Mit Freunden und Gästen hat man schließlich das „Debut“-Album „Secret Memoirs Of A Forced Fate“ aufgenommen, das nicht nur erstaunlich professionell produziert wurde, sondern auch um ein textliches Konzept einer Geschichte mit Handlung, Protagonist, Intro und Outro aufgebaut ist. Im Großen und Ganzen geht es um unsere zukünftige Welt und einen Typen namens Jordan Flagg, der nach einer Gehirnwäsche und einem von ihm angerichteten Massaker sein eigentliches Schicksal realisiert und sich gegen seine „Herrscher“ auflehnt. Im Grunde also nichts Neues oder lyrisch Anspruchsvolles, aber glücklicherweise beeinflusst die Story das Hörerlebnis zu keiner Sekunde.

Man spielt immer noch die gleiche Mucke wie vor acht Jahren. Straffes Zusammenspiel aus knalligem Thrashmetal und Florida-Death-Einflüssen, das von der Band als „intense Death Thrash made in Germany“ gepriesen wird. Klassischen Gussstahl aus der Bay Area der 80er Jahre (TESTAMENT) findet man zu genüge in Tracks wie „Arbitrary Arrested“ oder „Storming The Residence“, ansonsten lässt man wenig moderne Einflüsse zu. Das Spiel zwischen CS’ gewaltigen Riffs und dem präzisen Drumming von Dread sorgt für unfreiwillige Mattenschwinger und simple aber mitgröhltaugliche, melodische Leads und Shouts von Sänger J.F. In „Beyond The Archipelagos“ oder „Haunted By Visions“ (das fast schon elegisch beginnt) lockert die etwas gleichförmige Basis auf und macht „Secret Memoirs Of A Forced Fate“ zu einem richtigen Schmankerl für Freunde verzwickter Nackenzertrümmerer.

Fies und todesbleilastig wird’s mit „Fields of Death“ und „Cursed“, Tracks, die ihren Abschluss in der BOLT THROWER- und VADER-Schule gemacht haben. Nur von platten Blastbeats lässt man die Finger (Ausnahme: Das Intro von „Act Of Creation“) – auch gut so, denn die zerstörerischen Grooves und das abwechslungsreiche Drumming stehen ACT OF CREATION sowieso besser als straightes Snaregekloppe.

Besch... eiden ist nur der sterile Sound, der das Album zeitweise sehr kühl und glattgebügelt wirken lässt. Hätte man stattdessen in gesangliche Variabilität und mehr Wärme und „Dreck“ in den Gitarrensound investiert, wäre „Secret Memoirs“ noch ein Fünkchen besser und die Endnote noch ein bisschen höher ausgefallen.

FAZIT: Mir wurde vor Kurzem klar, woher ACT OF CREATION ihren Namen haben, denn das nächste Album steht schon für nächstes Jahr im Geburtskanal und soll angeblich genauso gut werden wie „Secret Memoirs Of A Forced Fate“. Hoffen wir’s mal, denn der Erstling von Carsten Schluchs wiederauferstandenen E 605 kann überzeugen und gibt den Fans das, was sie wollen: hochintensiven (sic!) Thrash- / Deathmetal aus Deutschland, dessen Konzeptcharakter zwar für Fragezeichen sorgt, musikalisch aber umso heftiger durch die Trommelfelle bläst. Sollte man reinhören, wenn man auf eher kopflastigen, heftigen Metal abfährt.

Das Album kann man für 8 Euro auf der Myspace-Seite der Band abgreifen. [Album bei Amazon kaufen]

Benjamin Feiner (Info) (Review 3691x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • The Observation
  • Arbitrary Arrested
  • Instructions
  • Beyond The Archipelagos
  • The Fields Of Death
  • At Hell’s Door
  • Haunted By Visions
  • Cursed
  • Storming The Residence
  • Act Of Creation

Besetzung:

  • Bass - Kai
  • Gesang - J.F.
  • Gitarre - CS
  • Schlagzeug - Dread

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