Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Orden Ogan: Vale (Re-Release) (Review)

Artist:

Orden Ogan

Orden Ogan: Vale (Re-Release)
Album:

Vale (Re-Release)

Medium: CD
Stil:

Melodic Power Metal

Label: AFM Records
Spieldauer: 74:17
Erschienen: 12.11.2010
Website: [Link]

Das sich dem Ende neigende Jahr 2010 dürfte als das bis dato erfolgreichste in die Annalen der Arnsberger Melodic Metaller ORDEN OGAN eingehen. Das Album "Easton Hope" sahnte reihenweise gute Kritiken ab, Auftritte auf dem Rock Hard Festival und dem Wacken Open Air wurden gespielt und man ging mit FREEDOM CALL und aktuell mit TIAMAT auf Tour. Die wachsende Popularität der Band wird wohl auch die Nachfrage am Labeldebüt "Vale" wieder angekurbelt haben, das 2008 über Yonah Records erschien und inzwischen vergriffen war. Also hat sich das aktuelle Label zum Re-Release entschieden.

Schon auf "Vale" stellten ORDEN OGAN unter Beweis, dass sie im Schreiben von prägnanten Melodien verdammt viel Talent haben. So ist nahezu jeder Song mit einschmeichelnden Gesangslinien, Leadharmonien und Chören verziert, was der Band schnell den Titel der BLIND GUARDIAN-Nachfolgeband einbrachte. Mit viel Abwechslung sind die Songs auf dem Konzeptalbum arrangiert, im direkten Vergleich mit "Easton Hope" ist das Songwriting allerdings noch nicht so straff und zwingend, ab und an verliert man sich noch ein bisschen in den üppigen Arrangements und den vielen Melodien. Handwerklich dagegen gibt es an "Vale" überhaupt nichts zu mäkeln, lediglich manch ein Keyboardsound erscheint einem etwas zu kitschig.

Richtige Hits macht man auf "Vale" nicht aus, qualitative Ausrutscher jedoch auch nicht. So darf sich der geneigte Melodic Metaller am opulenten, mit einigen Tempowechseln versehenen "To New Shores Of Sadness" genauso ergötzen, wie am starken Refrain von "Winds Of Vale" oder dem härteren "Reality Lost", das mit einem verspielten Ende aufwartet; dazwischen findet sich mit "Farewell" eine etwas getragenere, melancholische Nummer. Das zunächst unscheinbare "This Is" ist ein typischer Grower mit Musical-artigem Refrain, im stimmungsvollen "Something Pretending" liefert Sänger Seeb eine starke Leistung ab. Bombastischer wird es bei "The Lords Of The Flies", zu dem Song wurde ein Video gedreht, das ebenfalls auf diesem Re-Release zu sehen ist. "... And If You Do It Right" ist ein nettes, aber unspektakuläres Ballädchen, die gefühlvolle Midtempo-Nummer "What I'm Recalling" macht da schon wieder mehr Spaß. Mit dem vergleichsweise harten "A Friend Of Mine" und der Outro-Ballade "The Candle Light" neigt sich "Vale" dann dem Ende zu.

Als Kaufanreiz für diejenigen, die das Original schon im Regal stehen haben, gib es vier Bonus-Songs. Der "Easton Hope"-Hit "We Are Pirates!" ist in einer folkigen Akustikversion vertreten, der eine echte Geige noch mehr Flair verliehen hätte. Ebenfalls vom aktuellen Album ist "Welcome Liberty", hier in der orchestralen Variante, die allerdings mit zu laut einsetzenden Chören leicht nervt, zudem wirkt das Keyboard-Orchester nicht wirklich lebendig. Das Demo zu "Winds Of Vale" ist genauso nur etwas für Alles-haben-müsser, während "The Yearning Remains" dem einen oder anderen schon von der "Winds Of Vale"-Single, die 2007 beim WinterNachtsTraum Festival veröffentlicht wurde, bekannt sein könnte. Die neun-minütige Ballade hat es allerdings zurecht bisher auf kein Album der Band geschafft.

FAZIT: Für Neu-Fans obligatorisch, Alt-Fans sollten vor dem Kauf reinhören. Für das Album "Vale" an sich würde ich aber 11 Punkte geben, also einen Zähler mehr, als Kollege Schuckar bei seinem Review.

Andreas Schulz (Info) (Review 3209x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Graves Bay
  • To New Shores Of Sadness
  • Winds Of Vale
  • Farewell
  • Reality Lost
  • This Is
  • This Was
  • Something Pretending
  • The Lords Of The Flies
  • ...And If You Do Right
  • What I'm Recalling
  • A Friend Of Mine
  • The Candle Lights
  • Bonus Material:
  • We Are Pirates! (Folk Version)
  • Winds Of Vale (Demo)
  • Welcome Liberty (Orchestral Version)
  • The Yearning Remains
  • Video Clip "The Lord Of The Flies"
  • Comic "Vale" (pdf)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wieviele Monate hat das Jahr?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!