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Ralf Hubert (Mekong Delta) im Musikreviews-Blog

Necros Christos: Doom Of The Occult (Review)

Artist:

Necros Christos

Album:

Doom Of The Occult

Medium: CD
Stil:

Death Doom

Label: Ván Records / Sepulchral Voice
Spieldauer: 73:12
Erschienen: 11.03.2011
Website: [ Link ]

Necros Christos: Doom Of The Occult

Es gibt Alben, da zählt gar nicht so sehr der einzelne Song, sondern das Komplettpaket. In diese Kategorie fällt auch der zweite Longplayer der Berliner NECROS CHRISTOS, die jetzt beim Qualitätslabel Ván Records (u.a. home of GRAUPEL, GRIFTEGARD, THE DEVIL'S BLOOD und TAUTHR) untergekommen sind.

In 23 Kapitel ist dieses Gesamtkunstwerk namens „Doom Of The Occult“ unterteilt, 10 davon sind vollwertige Songs, die „Gates“ sind akustische Interludien, die „Temples“ ebensolche mit heftigem Orgel-Einsatz. Betrachtet man zunächst die akustischen Intermezzi einzelnen, so weisen diese von der Melodieführung her eine starke Tendenz Richtung südliches Mittelmeer auf, was inhaltlich perfekt mit den umklammerten Songs harmoniert, die – zumindest den Songtiteln nach - von ägyptischen und buddhistischen Gottheiten handeln. Da kommen sofort die Hobby-Ägyptologen von NILE in den Sinn, NECROS CHRISTOS sind aber musikalisch völlig anders geartet, ein Old School-Vorschlaghammer vor dem Herrn der Unterwelt, der immer wieder in Zeitlupe auf einen am Boden liegenden Kadaver eindrischt. Nur für Sekundenbruchteile wird das Tempo der Songs mal erhöht, deutlich häufiger gleiten NECROS CHRITOS in echte Doom-Gefilde ab. Der Gesang kann gelegentlich seine deutsche Herkunft nicht verbergen, passt aber hervorragend mit seiner Galle-speienden Intonation zu der düsteren Grundstimmung von „Doom Of The Occult“.

Grundstimmung ist ein gutes Stichwort, um auf das eingangs erwähnte Komplettpaket zurückzukommen. Wenn nämlich die Songs an und für sich gut - aber nicht spektakulär - sind, zieht sich doch eine böses und morbides Gefühl wie ein Roter Faden durch „Doom Of The Occult“, das aber deutlich weniger hippiesk als beispielsweise bei THE DEVIL'S BLOOD zelebriert wird. Grundsätzlich ist „Melodie“ für NECROS CHRISTOS kein Fremdwort, es regiert im Endeffekt aber doch der Song als tonnenschwerer Klotz mit Ecken und Kanten, TRYPTIKON oder die obermorbiden DRAGGED INTO SUNLIGHT lassen grüßen, sind in diesem Falle jedoch nur als grobe Richtschnur zu verstehen. Was die Faszination der Band ausmacht, sind eben die Verknüpfung und die fließenden stimmungsvollen Übergänge mit den akustischen Zwischenspielen, ohne sie wären NECROS CHRISTOS wohl nur eine Band unter vielen.

FAZIT: Deutscher Death Doom auf internationalem Niveau. NECROS CHRISTOS könnten nach dem momentanen Hype glatt zur deutschen Vorzeigeband dieser Richtung werden, originell genug sind sie auf jeden Fall.

Dr. O. (Info) (Review 2848x gelesen, veröffentlicht am 08.03.2011)
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Temple I
  • Baal Of Ekron
  • Temple II
  • Hathor Of Dendera
  • Gate 1
  • Temple III
  • Necromatique Nun
  • Temple IV
  • Invoked From Carrion Slumber
  • Gate 2
  • Temple IX.99
  • Doom Of Kali Maa - Pyramid Of Shakti Love - Flame Of Master Shiva
  • Gate 3
  • Temple V
  • Succumbed To Sarkum Phagum
  • Temple VI
  • Visceras Of The Embalmed Deceased
  • Gate 4
  • Temple VII
  • The Pharaonic Dead
  • Temple VIII
  • Descending Into The Kinly Tomba
  • Gate 5

Besetzung:

  • Bass - Shepherd ov Doom
  • Gesang - Mors Dalos Ra
  • Gitarre - The Evil Reverend N, Mors Dalos Ra
  • Schlagzeug - Raelin Iakhu

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