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Skady: Mysterium (Review)

Artist:

Skady

Skady: Mysterium
Album:

Mysterium

Medium: CD
Stil:

Black Metal

Label: Asatru Klangwerke
Spieldauer: 48:39
Erschienen: 14.10.2011
Website: [Link]

"No triggers", prangt im geschmackvoll gelayouteten Digipack des neuen SKADY-Albums. Die Greifswalder gehören seit einem halben Jahrzehnt zum guten deutschen Schwarzton, bloß will es kaum jemand wahrnehmen. Von "Mysterium" nun darf man sich gern angenehm überraschen lassen, so man die Norddeutschen noch nicht auf dem Schirm hatte.

Gurrt zu Beginn von "Vom Platz, der stets im Nebel schwimmt" ein Uhu, fühlt man sich an EMPERORs Zweitwerk erinnert, doch so bombastisch und unantastbar musizieren SKADY nicht. Vielmehr haben sie sich dem verschrieben, was heidnisch angehauchten Black Metal in der Genre-Frühzeit gut gemacht hat, wo heuer nur noch Comicbetrieb herrscht. Frühe HELHEIM oder KAMPFAR kommen immer wieder in den Sinn, realisiert man die für diesen Stil ihresgleichen suchende Produktion - naturbelassen und dennoch zeitgemäß -, vor allem aber die Motivsprache der Melodien beziehungsweise SKADYs Kompositionsverständnis an sich. Die Gruppe fühlt sich in allen Tempogefilden wohl, schrammelt und rifft gleichermaßen, nicht ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren. Der Song ist König, und dies umso mehr, da sich Fronter Andras nicht eben klar artikuliert.

So liegt es an den Instrumentalisten, für Nachhalt zu sorgen, und das tun sie nicht zu knapp. Gleich zu Beginn von "Irrlichter - Flammen im Moor" erweist sich Djerun als überdurchschnittlicher Drummer, der eben nicht nur über Wald und Wiesen hoppelt. Etwas Melancholie durchzieht diesen Midtempo-Song, wie ihn die meisten Combos in diesem Feld nicht beherrschen. "Ravnejuvet", der Soundtrack zum Wandern in norwegischer Natur, besticht durch vordergründigen Bass und stimmungsvoll flächiges Gitarrenspiel. Das Hook ist mindestens so prägnant wie jenes von "The Rusty Blade Of Old Cold Steel", einem besonders garstigen Vertreter der alten Lehre.

"Winterfluch" rast gleichermaßen durch die Gehörgänge, glänzt aber mittig mit Atempausen, die das Ende noch fulminanter erscheinen lassen. "Im Erwachen des Mondes" zitiert "Tanz der Teufel", ist mit seinen neun Minuten davon abgesehen jedoch das definitive Highlight der Platte und hierzuland federführenden Bands in diesem Bereich ebenbürtig (HELRUNAR), auch ob seiner fast progressiven Anmutung, wo SKADY ansonsten prinzipiell traditionsgemäß unterwegs sind - nur eben nicht altbacken. Mit dem Hit "Verdammter Seelen letztes Grab" sowie dem Gänsehaut erzeugenden "Arrival Of Endless Solitude" hat man am Ende noch zwei ganz heiße Eisen im Feuer.

FAZIT: "Mysterium" führt SKADY einen großen Schritt hin zur ersten Riege deutscher Black-Metal-Bands. Der düstere Entwurf naturverbundener Musik hat Schneid, zeugt von Kompositionsverständnis und emotionaler Nahbarkeit - ein Fest für die Zielgruppe und darüber hinaus. Unbedingt merken, sonst geht die Combo angesichts des kleinen Vertriebes unter. [Album bei Amazon kaufen]

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2851x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Vom Platz, der stets im Nebel schwimmt
  • Irrlichter - Flammen im Moor
  • Ravnejuvet
  • The Rusty Blade Of Old Cold Steel
  • Winterfluch
  • Im Erwachen des Mondes
  • Verdammter Seelen letztes Grab
  • Arrival Of Endless Solitude

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Gast
gepostet am: 11.11.2011

User-Wertung:
15 Punkte

Djerun mit n. ;)
2ter Gast
gepostet am: 16.11.2011

Echt der Hammer! Ich frag mich nur warum das Album nur 11 von 15 Punkten bekommt, denn aus Prinzip sollten die schonmal nicht weniger als 13 bekommen, ganz unabhängig davon, dass ich das Album noch nicht einmal kenne. Ich denke ich werde es mir gleich 2 Mal kaufen. XD
Nils [musikreviews.de]
gepostet am: 16.11.2011

@2ter Gast: Deine Drogen möchte ich auch nehmen. :o)
2ter Gast
gepostet am: 17.11.2011

User-Wertung:
13 Punkte

Jaja,

nein aber mal im Ernst. Ich werde mir das Album auf jeden Fall kaufen und wenn dies geschehen ist, kann ich ja nochmal schauen wie meine Bewertung aussieht.

Trotzdem auf jeden Fall ne hammergeile Band! Sollte man sich angeschaut haben!
Greiftentakel
gepostet am: 03.12.2011

User-Wertung:
13 Punkte

Tolles Video entdeckt. Sollte man sich mal anschauen. Vielleicht kann man sich dann einen weiteren Eindruck der Band verschaffen. Ich finde die Scheibe ziemlich gut muss ich sagen.

Empfehlenswert!
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