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Threshold: Clone (Re-Release) (Review)

Artist:

Threshold

Threshold: Clone (Re-Release)
Album:

Clone (Re-Release)

Medium: CD
Stil:

Progressive Metal

Label: Nuclear Blast / Universal
Spieldauer: 77:44
Erschienen: 12.10.2012
Website: [Link]

Mit diesem losen Konzeptalbum über genetische Manipulation kehrte bei THRESHOLD relative Ruhe ein; hinterher nahm noch Drummer Heaney seinen Hut, aber der Kern der unentwegten Briten und vor allem Sänger Mac blickten einer erfolgreichen Phase der Konsolidierung entgegen. Wie wichtig der verstorbene Frontmann für die Gruppe werden sollte, zeigte er bereits auf seinem Debüt, das hiermit seine erste Neuauflage erfährt, nachdem Inside Out den Bachkatalog bereits wiederaufbereitet haben. Der neue Geschäftspartner aus Donzdorf lässt sich nicht lumpen und steuert ebenfalls Bonustracks bei, die aber zumindest langjährigen Fans bekannt sein dürften.

Ausgehend vom Ohrwurm „Freaks“ (herber Text) entspinnt sich ein für THRESHOLD typisch düsteres, aber nicht trostloses Album, auf dem sie ihre ureigene Mischung aus scheinbar simplem und statischen Riff-Prog sowie verblüffenden harmonischen Spitzen – von den herzerweichenden Melodien ganz zu schweigen – weiter perfektionieren. Mac spielt dabei eine große Rolle, denn dank seines kernigen Organs sind die mörderischen Hooks nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen. Wests Keyboards flicht die Gruppe in ihrer späteren Karriere zwar noch besser ein, doch ohnehin hängt man auf „Clone“ an den Lippen des Sängers.

„Angels“ und „Change“ trällert man gleich beim ersten Hör mit, oder man atmet mit dem erwähnten „Latent Gene“ die Atmosphäre der mittleren QUEENSRYCHE und staunt, wie schnell Longtracks vorübergehen können. Selbst das zähe „Lovelorn“ wirkt nicht wie zu Musik gewordener Schlacke, sondern stemmt kein Gramm zu viel auf die Waage. Nach dem teils harten Doublebass-Kontrapunkt „Life's Too Good“ interpretiert Mac in „Goodbye Mother Earth“ einen der stärksten Texte von THRESHOLD überhaupt, und das lange „Voyager II“ zollt der Prog-Historie des eigenen Landes (MARILLION-Keyboards) ebenso Tribut wie anspruchsvollem AOR, dies alles mit klagendem Duktus, welchen die Ballade „Sunrise On Mars“ ins Zuversichtliche verkehrt – ein perfekter Abschluss eines ausgewogenen Albums, das einen Aufwärtstrend in der Karriere der Macher einläutete (beim Publikum; Medienlieblinge waren sie schon immer).

FAZIT: Das songstarke, recht kompakte Album „Clone“ ist im Kanon von THRESHOLD insofern wichtig, als es den Sänger vorstellt, mit dem die wichtigste Phase der Bandlaufbahn begann. Spätestens jetzt war Damien Wilson einstweilen vergessen, und Mac verlieh der Gruppe ein Gesicht.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2056x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Freaks
  • Angels
  • The Latent Gene
  • Lovelorn
  • Change
  • Life's Too Good
  • Goodbye Mother Earth
  • Voyager II
  • Sunrise On Mars
  • Freaks (Live In Paris)
  • Change (Live In Paris)
  • The Latent Gene (Uncut Version)

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Tim T.
gepostet am: 16.08.2015

User-Wertung:
13 Punkte

Klasse CD die sich erst nach mehreren Anhören so richtig festbeißt. Allen voran "Goodbye Mother Earth" und "The Latent Gene" sind für mich Klassiker im Threshold-Schaffen. Der Rest ist eigentlich kaum schlechter. Lediglich der Sound ist etwas zu roh, da hätte man sich was besseres einfallen können. Wie man es noch besser macht, zeigen die drei Hammer-Nachfolge-Alben. Trotzdem 13 Punkte für die "Clone"
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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