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Spheron: Ecstasy Of God (Review)

Artist:

Spheron

Spheron: Ecstasy Of God
Album:

Ecstasy Of God

Medium: CD
Stil:

Death Metal

Label: Apostasy Records
Spieldauer: 52:49
Erschienen: 05.07.2013
Website: -

Was 2002 mit NECROPHAGISTs „Onset Of Putrefaction“ begann, findet seitdem konsequent seine Fortführung: Qualitativ hochwertiger, extremer Death Metal aus deutschen Landen hat weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Mit ihrem Erstling „Ecstasy Of God“ schicken sich SPHERON nun an, die Reihe international konkurrenzfähiger Bands fortzuführen.

Der Beweis folgt nach dem unspektakulären Einleitungstitel. Es scheint einen typischen deutschen Death-Sound zu geben, ausgehend von DEATH und holländischen Mittneunzigerkapellen, den neben NECROPHAGIST zum Beispiel auch OBSCURA und DEADBORN in sich tragen und der auch die Grundsubstanz von SPHERON darstellt. Dennoch finden auch die Ludwigshafener ihren Weg in die Eigenständigkeit, indem sie mit oftmals gedoppelten Vocals an BEHEMOTH einerseits, mit der vielseitigen Schlagzeugarbeit an die furiosen Taten eines Derek Roddy bei HATE ETERNAL erinnern.

Die Melodien auf „Ecstasy Of God“ fallen im Vergleich zur heimischen Speerspitze des Genres noch verschrobener aus und geben keine klare Emotion vor. Das macht den Zugang zu den Songs nicht einfach und hält den Hitfaktor, wenn man von so etwas in dieser Musikrichtung überhaupt sprechen kann, niedrig. Gleichwohl zeigen die Ludwigshafener mit „Saturnian Satellites“, dass sie durchaus das Potenzial besitzen, solche Ohrwürmer zu schreiben. Und gäbe es einen jährlichen MORBID ANGEL-Sommerhit, es wäre 2013 wohl „Five Degrees“. Im letzten Drittel des Albums nähert man sich mit der geradlinigen Gitarrenarbeit und wuseligen Drums gekonnt NILE an. Weniger überzeugend sind die langsamen, sphärischen Passagen in „Pulse Of Instinct“ oder „Anthropogenic“ sowie schwer rollende Parts wie in „From Glint To Crackling“. Wir sprechen hier aber nicht von Totalausfällen, sondern immer noch von gutem Durchschnitt.

Die Hoffnung auf eine weitere Steigerung der Truppe beruht auf ihrer spielerischen Darbietung. Jeder bei SPHERON scheint um das größtmögliche Maß an Brutalität und Präzision bemüht, die Detailverliebtheit dient der Mannschaftsleistung und neben Schlagzeuger Tobias Blach ist es vor allem Sänger Daniel Spoor, der bereits mit seiner Leistung auf „Ecstasy Of God“ bleibenden Eindruck in der Szene hinterlassen dürfte.

FAZIT: Mit ihrem Debütalbum haben sich SPHERON nur warm gelaufen. Wer auf einem solchen Niveau in den Ring steigt, wird in Zukunft als Schwergewicht zum Angriff blasen. Ergo gibt es keinen Grund, nicht auch hier schon zuzugreifen, denn an den nächsten Alben wird man als Death Metal-Fan ohnehin nicht vorbeikommen.

Joe A. (Info) (Review 6753x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • A Means To An End
  • The Beheaded Coachman
  • Prestige Of The Mortals
  • Saturnian Satellites
  • Clasp The Thorns
  • Prelude To Misery
  • Five Degrees
  • Pulse Of Instinct
  • Tragedy Of The Clerics
  • Choking On Incense
  • Anthropogenic
  • From Glint To Crackling

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Querulant
gepostet am: 09.07.2013

User-Wertung:
14 Punkte

Puh, da ist ja einiges schief gelaufen. Die "Koblenzer" sind in Wirklichkeit Ludwigshafener.
Und irgendwie stimmt da einiges andere auch nicht in dem Review. Was ist da passiert?

Wenn diese Platte "guter Durchschnitt" sein soll, was wäre denn dann eine wirklich gute Platte?
Seltsames Review.

Nix für ungut... ;)
Andy [musikreviews.de]
gepostet am: 09.07.2013

Wo steht denn, dass die Platte guter Durchschnitt ist? Das bezieht sich doch nur auf diesen Satz und nicht auf das ganze Album:

"Weniger überzeugend sind die langsamen, sphärischen Passagen in „Pulse Of Instinct“ oder „Anthropogenic“ sowie schwer rollende Parts wie in „From Glint To Crackling“."
Querulant
gepostet am: 09.07.2013

Habe mich da etwas undifferenziert ausgedrückt.
Das Review liest sich im Gesamten eher, als ob es um ein eher durchschnittliches Album ginge.
Ferdinand
gepostet am: 09.07.2013

User-Wertung:
13 Punkte

Man hat das Gefühl der Reviewer hat sich kaum mit der Platte auseinander gesetzt...
KOBLENZ?? Wie kommt man bitte da drauf, wenn die Band mit dem Banner "Ludwigshafen Death Metal" wirbt?
Leider sehr inkompetente Recherche für ein Portal wie Musikreviews... schade!
Ich hab die Platte jetzt ein paar Mal gehört und bin begeistert! Schon lange nicht mehr so ein starkes Debut von einer jungen Band gehört!
Gerade Songs wie Pulse of Instinct oder From Glint to Crackling fallen aus dem Muster und überzeugen mit den schweren midtempo Riffs! Und gerade solche "spherischen" Parts machen Spheron irgendwie aus... Ist definitiv kein Album, das man nur nebenher laufen lassen kann, da es einen zu sehr fordert. Das mag ein negativer Aspekt sein oder auch nicht... das ist Auslegungssache. Jedenfalls sollte man sie nicht nur nebenbei hören, wenn man diese Platte rezensiert.
Joe A.
gepostet am: 10.07.2013

Danke für die Hinweise. Ich habe das Review ohne Promozettel zu schreiben begonnen, deshalb stand da Koblenz als Platzhalter. Oben hatte ich das ja korrigiert, unten ist es mir durchgerutscht, sorry, aber Inkompetenz sieht meiner Meinung nach anders aus.

Ich habe auch nicht geschrieben, dass die Platte zum Nebenbeihören ist, lieber Ferdinand. Wenn sie aber auch nach mehreren Durchläufen kein Suchtpotenzial entwickelt, ist sie eben nur "gut" und kein Meisterwerk. Solche Alben haben die von mir im Text genannten BAnds abgeliefert, Querulant.
Schnitter
gepostet am: 13.07.2013

User-Wertung:
15 Punkte

Schlecht ist das Review ja wirklich nicht, aber mMn wird der Text so der Platte nicht gerecht. Bei mir läuft sie in Endlosschleife und offenbart immer mehr Potential. Für mich im TechDeath-Bereich das Beste seit DEADBORN und dieses Jahr neben SULPHUR AEON der größte Kracher im Death Metal. Mit Höchstnoten werfe ich normal nicht um mich, aber hier ist sie angebracht. Kein schwacher Song,massig Geschwurbel,das stets songdienlich bleibt und dazu noch ein Artwork, das ebenfalls killt. APOSTASY hat hier wieder mal sehr guten Geschmack gehabt. Wenn die Jungs von SPHERON am Ball bleiben, werden sie mit Sicherheit den TechDeath-Thron besteigen, da wette ich drauf. Nur dieses iveau halten und alles ist in Butter. Eine andere Death MEtal - CD darf dieses Jahr nur kaufen, wer "Ecstasy Of God" bereits besitzt.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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