Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Revocation: The Outer Ones (Review)

Artist:

Revocation

Revocation: The Outer Ones
Album:

The Outer Ones

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Death / Thrash Metal

Label: Metal Blade / Sony
Spieldauer: 51:35
Erschienen: 28.09.2018
Website: [Link]

Dass REVOCATION 2018 vermutlich stärker als je zuvor auf relativ traditionellen Death Metal setzen, statt weiter in Prog-Gefilde abzudriften, wissen Hardliner sicherlich zu schätzen, doch es ist insoweit schade, als die Band dabei ein Stück ihres visionären Grundcharakters aufgibt.

The Outer Ones“ wirkt über weite Strecken wie ein reines Sparten-Album auf höherem technischen Niveau, ohne dass die Qualität der folglich direkteren Kompositionen diese Schwerpunktverlagerung nachvollziehbar machen würden. Kurzum: Die Aha-Momente gehen dem neuen Material der Amerikaner ab; stattdessen hat Gitarrist und Sänger Dave Davidson mit seinen Hintermännern Stücke nach gängigen Schemata geschrieben, bei deren Hören man nicht weiß, ob sie den Musikern neue Fankreise erschließen werden. Bei aller Versiertheit, die das Quartett demonstriert, verursacht es keine Maulsperren; das nervös drückende ‚That Which Consumes All Things‘ und das flinke ‚Fathomless Catacombs‘ hätten nach etwas sorgfältiger Feinabstimmung der Melodien auf die eigentlich geradlinige Rhythmik gut zu den späteren Death gepasst, wohingegen die Lead-Stimme weiterhin die Achillesferse der Combo bleibt.

Davidson brüllt eintönig heiser und verkauft seine in der Wirklichkeit gründenden Horror-Texte dadurch unter Wert, weil man aufgrund seines Ausdrucksmangels und der allzu vertraut wirkenden Stoßrichtung der Musik an sich rasch abschaltet. Vielleicht ist dieser Langspieler ein Übergangswerk – aber wohin? Dass ausgerechnet das schleppende Abschlussstück ‚A Starless Darkness‘ die spannendste Nummer ist, gibt Anlass zu Spekulationen unterschiedlicher Art.

FAZIT: REVOCATION scheinen an einer Kreuzung angekommen zu sein; rein technischer Death Thrash ist vorerst passé, das derzeitige Hauptaugenmerk liegt auf Aggression und Rasanz bei einem erhaltenen Mindestmaß von Virtuosität. Dass Dave Davidson seine Songwriting-Kniffe im Zuge dessen nicht verwirft, ist ein Glück für "The Outer Ones", und wenn er in Zukunft Schwächen wie seinen Gesang ausbügelt, steht der Erschließung weiterer Hörerkreise im Verbund mit leichter zugänglichen Tracks nichts mehr im Weg … falls dies sein Anliegen ist, wie man mit diesen hier im Ohr vermuten könnte … [Album bei Amazon kaufen]

Andreas Schiffmann (Info) (Review 489x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Of Unworldly Origin
  • That Which Consumes All Things
  • Blood Atonement
  • Fathomless Catacombs
  • The Outer Ones
  • Vanitas
  • Ex Nihilo
  • Luciferous
  • A Starless Darkness

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wieviele Monate hat das Jahr?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!