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The Nude Party: The Nude Party (Review)

Artist:

The Nude Party

The Nude Party: The Nude Party
Album:

The Nude Party

Medium: CD/Download
Stil:

Indie / Psychedelic

Label: New West / PIAS-Rough Trade
Spieldauer: 43:42
Erschienen: 17.05.2019
Website: [Link]

2012 wurde THE NUDE PARTY in einem Studentenwohnheim gegründet, kurz darauf siedelten sie in ein Haus an einem See um, wo die Zustände dann zur zwanglosen Gründung einer Nudistenkolonie ausuferten - daher auch der Bandname. In der Pampa und bei Konzerten, die mitunter splitterfasernackt Gigs abgerissen wurden, feilte das Kollektiv an seinem eigenen Stil, Black Lips Schlagzeuger Oakley Munson schließlich für eine erste EP ("Hot Tub") klanglich angemessen in Szene setzte.

Das erste richtige Album der Gruppe aus dem US-Bundesstaat North Carolina wirkt im Verhältnis zu dem Kurzformat sogar noch prägnanter. THE NUDE PARTY leben derzeit den naiven Traum vom ewigen Musikerleben, und um das zu bemerken braucht man nicht erst das Video zur in stilistischer Hinsicht sehr aussagekräftigen Single 'Chevrolet Van' zu schauen. Sänger Patton Magee raunt androgyn zu Schweineorgel und kratzigen Gitarrenklängen aus den späten 1960ern, als wollte er dem jungen Jim Morrison, Mick Jagger oder Mark Bolan nacheifern.

Im Ergebnis stehen dann kleine Pop-Rock-Perlen, die wie aus der Zeit gefallen anmuten. Für gerade einmal das zweite Jahrzehnt ihres Lebens erreichende Musiker klingen THE NUDE PARTY extrem abgeklärt und, was ihre Texte angeht, sogar ausgesprochen ernst bzw. poetisch, statt dass sich das schlüpftige Bühnentheater auch darin ausdrücken würde. Das mit Klavier hämmernde 'Feels Alright' oder 'Paper Trail' - klassisch mit viel Echo auf den Vocals und liebevoll arrangiertem Satzgesang -, das abwechselnd sprunghafte und smooth groovende 'Gringo Che' oder der getragene Jam 'Astral Man', sie alle könnte wahweise auf den wegweisenden frühen Alben der erwähnten Bands stehen, was "The Nude Party" natürlich zu einem reinen Retro-Trip macht.

Dennoch sind die Songs er vom amerikanischen Rolling Stone buchstäblich auf Händen getragenen Newcomer so gut, dass die Platte nicht wie ein schaler Tribut anmutet und man THE NUDE PARTY nur wünschen kann, dass sie für ein Revival dieses Sounds sorgt … das sich dann hoffentlich in einer Würdigung jenes Sounds durch junge Generationen und nicht zig mäßigen Nachahmer-Kapellen niederschlägt.

FAZIT: "The Nude Party" ist die denkbar geilste Mischung aus The Velvet Undergrounds Bananen-Einstand, der kurzen Psych-Phase der Stones, dem Doors-Debüt und "Sgt. Pepper's" von den Beatles.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 318x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Water On Mars
  • Feels Alright
  • Chevrolet Van
  • Paper Trail (Money)
  • War Is Coming
  • Records
  • Live Like Me
  • Gringo Che
  • Wild Coyote
  • Astral Man
  • Charlie's Sheep

Besetzung:

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