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Cosmic Mints: Near Mint (Review)
| Artist: | Cosmic Mints |
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| Album: | Near Mint |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Progressive-, Psychedelic- und Kraut-Rock |
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| Label: | Cosmic Mints/Record Jet | |
| Spieldauer: | 34:43 | |
| Erschienen: | 21.10.2026 | |
| Website: | [Link] |
In Freiburg wird kosmische Minze verkocht und der musikalische Kräutertee will mit Bedacht genossen werden; eine Tendenz zur Rauschwirkung ist nicht auszuschließen. So ähnlich könnte sich eine Beschreibung des musikalischen Gebräus, das COSMIC MINTS auf „Near Mint“ servieren, lesen.
Über Wurzeln im Blues und Hard Rock ranken sich knorrige Verästelungen, progressive Schlenker und ein nicht zu verachtender Soul-Einfluss, der sehr gut zu dem erdig warmen Sound der Musik passt.
Dabei klingen sämtliche Stücke weder zu verkopft noch zu sehr aus dem Bauch heraus musiziert, sodass Groover wie „For Now“ in ihrem Retro-Charme, zwar verschroben, aber doch zugänglich wirken.
Gut, ob man sich für derart Musik gleich töten sollte, ist fraglich. Aber der musikgewordene Todeswunsch „Kill Me“ orgelgroovt unverschämt eingängig und bringt einen verruchten Touch mit, der gleichsam Trauer sowie die Nicht-Akzeptanz derselben vertont. Ganz nach dem Motto 'Tanzen ist besser als zu weinen' groovt die Musik in verschrobenen Soundsphären umher, die den Kopf in die Wolken strecken, während die Füße auf der Erde tapsen.
Der erwähnte Retro-Charme ist bei derlei Musik wohl kaum von der Hand zu weisen, aber COSMIC MINTS blicken nicht stur in die Vergangenheit. Stattdessen transportieren sie den freigeistigen Sound der Sechziger und Siebziger Jahre passabel in die Jetzt-Zeit.
Denn dass die Nächte damals wie heute schwer und unberechenbar sein können, beweisen die Herren mit „Heavy Nights“ selbst. Dunkler Groove trifft auf erdige Sounds und einen staubigen Charakter, der Bilder von nächtlichen Wüstentrips, Western-Klassikern oder auch einem Fiebertraum in sich vereint. Womit auch die breitgefächerte Bildsprache, die der Musik innewohnt, grob umrissen wäre.
FAZIT: COSMIC MINTS treten mit „Near Mint“ ein wenig aus dem Fahrwasser zuletzt bekannter Retro-Kapellen heraus und schippern stattdessen im Zickzack-Kurs durch ein krautig-progressives Rockmusikgebräu, das eine Vielzahl an Farben und Stimmungen abbildet, ohne der totale Hippie-Freigeist-Soundtrack zu sein. Es darf grooven, es darf getanzt werden, aber zugleich finden sich genug Momente, in denen es sich lohnt, der Musik zu lauschen. Gerne auch mit Bedacht und bei gedimmtem Licht.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Spanish C
- Rolling High
- Y So Depressed
- For Now
- Kill Me
- Turn Around
- Zatanaz
- Heavy Nights
- Bass - Joey Ssymank
- Gesang - Alexander Emmert
- Gitarre - Niclas Soddemann, Alexander Emmert
- Keys - Julian Weyand
- Schlagzeug - Sven Maurer
- Near Mint (2026) - 11/15 Punkten
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