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Urkraft: Naturens Skrik (Review)

Artist:

Urkraft

Urkraft: Naturens Skrik
Album:

Naturens Skrik

Medium: CD/Download
Stil:

Progressive Atmospheric Black Metal

Label: Dusktone Records
Spieldauer: 43:03
Erschienen: 05.06.2026
Website: [Link]

Bei dumpfem Sound entführen URKRAFT in den Wald und beschwören die Geister der Natur. Dabei schreien die titelgebenden Wesen dem Hörer („Naturens Skrig“ bedeutet übersetzt in etwa „Der Schrei der Natur“) weniger offensiv ins Gesicht, als ihre Rufe eher verhalten aus den knorrigen Baumlandschaften verwunschener Wälder und im Schutze des Herbstnebels zu entsenden.


Daraus ergibt sich eine dumpfe Stimmung, die mithilfe von folkloristischen Melodien immer mal an eine verwunschene Märchenvertonung erinnert (wobei sich das Happy End wohl kaum einstellt – wir hören hier immer noch Black Metal).
Stücke wie „På Røyndommens Rand“ lassen den Bass derweil schön zur Geltung kommen, ohne den verhaltenen Gesamtsound zu schmälern. Gleichzeitig schleichen sich einige verdrehte Soundspielereien ein, die bisweilen psychedelische Züge aufweisen.


Entsprechend unberechenbar wirkt auch die Songstruktur, die sich zwischen Raserei und abgehackten Rhythmen einpendelt und dabei einen impulsiven Charakter aufweist. Das trifft im Grunde auf jedes Stück auf „Naturens Skrik“ zu, wobei sich majestätische Chöre an harsche Gitarren schmiegen, ohne die knorrigen Rhythmen aufzuweichen.
Etwas aus dem Rahmen fällt „Malstrøm“, das als Keyboard-lastiges Zwischenspiel für Gruselstimmung sorgt und in das getragen-depressive Titelstück überleitet.


Mit diesem Song rückt leider auch die zuvor eher im Hintergrund aufkeimende Behäbigkeit des Songmaterials in den Fokus der Aufmerksamkeit.
Selbst wenn die gedrückte Stimmung mitsamt weitläufiger Melodien und gequälter Schreie schon vorher das Geschehen dominierte, verläuft sich die Musik zunehmend in einer Art emotionaler Gleichförmigkeit. Weder klingt das Album schmerzlicher, noch findet sich eine andersgeartete Auflösung der Emotionen, was letztendlich leider für ein wenig Ermüdung sorgt.


FAZIT: URKRAFTs „Naturens Skrik“ weiß durch eine knorrig-verwunschene Stimmung zwischen Black-Metal-Märchenwald und Geistersaga durchaus zu gefallen. Allerdings verliert sich der Spannungsbogen des Albums zum Ende hin mehr und mehr in sich selbst, bzw. die Stimmung bleibt allzu gleichförmig, womit das Album als gutes, aber nicht außergewöhnliches Release atmosphärischen Schwarzmetalls bestehen bleibt.

Dominik Maier (Info) (Review 36x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Renkensmed
  • Marionett
  • Jærtegneren
  • På Røyndommens Rand
  • Ids Fanger
  • Mammons Slaver
  • Malstrøm
  • Naturens Skrik
  • Stemmer I Vinden

Besetzung:

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