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Death Angel: Relentless Retribution (Review)

Artist:

Death Angel

Death Angel: Relentless Retribution
Album:

Relentless Retribution

Medium: CD
Stil:

Thrash Metal

Label: Nuclear Blast
Spieldauer: 56:40
Erschienen: 03.09.2010
Website: [Link]

Auf die DEATH ANGEL-Reunion habe ich mich seinerzeit sehr gefreut. Obwohl die Band live nach wie vor eine Macht ist, fand ich die beiden seit dem erschienen Studio-Alben eher enttäuschend. Neben einigen wirklich guten Songs gab es zu viel halbgares Material, das mit den Bandklassikern in keiner Weise mithalten konnte. Nach dem letzten Album „Killing Season“ stiegen nacheinander die beiden Gründungsmitglieder Dennis Pepa (Bass) und Andy Galeon (Drums) aus und wurden durch neue Leute ersetzt.

Scheinbar hat dieser Verlust den Todesengeln nicht geschadet, denn „Relentless Retribution“ klingt deutlich frischer und fokussierter als seine beiden Vorgänger. Das Gaspedal wird fast durchweg kräftig durchgetreten und es dominieren wieder typische DEATH-ANGEL-Thrash-Riffs. Die laschen Ausflüge in Richtung Rock und Punk sind vollständig verschwunden. Das soll nicht heißen, dass keine Abwechslung geboten wird, denn mit „Volcanic“ ist wieder eine hübsche Ballade im Stil der entsprechenden „Act III“-Beiträge am Start. Auch der Sound ist diesmal druckvoll und transparent, ohne dabei auch nur ansatzweise künstlich zu wirken. Der Hauptvorteil von „Relentless Retribution“ liegt aber im Songwriting. „Claws In So Deep“ ist er beste Song der Band seit 1990. Klasse-Riffs, ein origineller, eingängiger Ohrwurm-Refrain, ein grooviger Mittelteil und schließlich klingt der Song mit einem sehr schönen zweiminütigen Akkustik-Gitarren-Part aus. Neben der bereits erwähnten Ballade stechen noch der kurze Thrasher „Truce“, das ebenfalls sehr eingängige „Death Of the Meek“ und der abschließende Kracher „Where They Lay“ heraus. Im Gegensatz zu „Killing Season“ und vor allem „The Art Of Dying“ gibt es keinerlei Ausfälle zu verzeichnen.

FAZIT: Man könnte sagen, dass sich mit DEATH ANGEL eine weitere der 80er Thrash-Bands wieder ihrem ursprünglichen Sound zugewendet hat. Allerdings wäre der Vorwurf der bloßen Kundenorientierung hier etwas ungerecht, da es auf „Relentles Retribution“ auch genügend frische Ideen zu entdecken gibt. Für mich jedenfalls ist es das mit Abstand beste Album seit der Wiedervereinigung. Gegenüber den diesjährigen starken Alben von OVERKILL, HEATHEN und EXODUS hat das neueste DEATH ANGEL Werk allerdings knapp das Nachsehen.

Lutz Koroleski (Oger) (Info) (Review 6912x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Relentless Revolution
  • Claws In So Deep
  • Truce
  • Into The Arms Of The Righteous Anger
  • River Of Rapture
  • Absence Of Light
  • This Hate
  • Death Of The Meek
  • Opponents At Sides
  • I Chose The Sky
  • Volcanic
  • Where They Lay

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Chris [musikreviews.de]
gepostet am: 23.08.2010

Macht mich neugierig. Aber: In puncto Thrash würde ich allerdings noch die tolle Korzus-Platte (Review ebenfalls hier) empfehlen.
Andreas
gepostet am: 23.08.2010

Soll ja wieder mehr zu den Rotz gehen ... naja, als gäbe es das gerade nicht schon zu Genüge. Trotzdem, Vinyl ist schon verhaftet.
Slaytanic
gepostet am: 23.08.2010

User-Wertung:
15 Punkte

Absoluter Dünnpfiff wie ich finde, das Review. Die letzte Scheibe von Death Angel ist der Hammer. Thrashige Riffs mit Hardrock,klasse Songs und es macht einfach Spaß das Album zu hören. ACT 3 ist im Fall auch nicht härter und wurde vielleicht auch gerade wegen der Mischung aus Funk/Thrash/Rock zum Meilenstein. Von der neuen habe ich einige Songs gehört, welche absolut gelungen sind, aber man nicht mit Exodus/Overkill vergleichen kann/sollte. Hier geht man viel experimenteller zu Werke. Wenn die anderen Songs genauso kicken wie die bisher gehörten wird es die Thrash Scheibe des Jahres, vor allem deshalb weil sie nicht so schnell langweilig wird.
Nils [musikreviews.de]
gepostet am: 23.08.2010

Genau könnte man es Dünnpfiff nennen, einem Album 15 Punkte zu verpassen, das man nicht vollständig kennt. ;-)
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 23.08.2010

Also wirklich "experimentell" finde ich das Album nun nicht unbedingt.
Und mit was sollte man denn ein Thrash-Album eigentlich sonst vergleichen, außer mit anderen Thrash-Alben?
15 Punkte schon vor dem Hören des neuen Albums der Lieblings-Kapelle ist allerdings wirklich mal was neues.
Slaytanic
gepostet am: 24.08.2010

15 Punkte weil ich bisher noch kein schlechtes auf der neuen Platte gehört habe. 15 weil 10 wirklich deutlich zu wenig sind.Keinerlei Ausfälle aber nur 10 ??? Punkte. Am besten ich hätte sie gar nicht bewertet, seid ihr vielleicht kleinlich. Und wer die Scheibe als reinen Thrash Metal abtut, hat die Scheibe wohl nicht richtig gehört. Man sollte überhaupt nicht vergleichen, Death Angel ist Metal und wenn es dir gefällt kauf es, aber vergleiche mit Overkill oder Exodus wären sinnlos
Slaytanic
gepostet am: 24.08.2010

überhaupt dieses ganze Punktebewerte System ist doch fürn Arsch. Ich brauche keinen Menschen der mir sagt, des Album ist gut und das schlecht und so muss es nun jeder Leser erfahren,aha das Album ist schlecht, weil ein Schreiberling meinte es ist so.Gott gütiger würde hier mal etwas fachliches stehen. Das ein Stakkato Riffing in einen Mitsing Refrain übergeht, in diesem ein Sweeping Gitarrensoli übergeht... z.B. Das wäre ein Review für mich. Diese Reviews sind oberflächliches Geschreibsel. Und Killing Season ist ein Hammerteil mit grandiosen Songs++
Nils [musikreviews.de]
gepostet am: 24.08.2010

Dass ein bestimmtes Riff in irgendeinen Refrain übergeht, das ist 99% der Leser vollkommen egal. Wie langweilig wäre so eine Rezension, die auseinandernimmt, an welcher Stelle der Gitarrist welche Saite mit welcher Technik angeschlagen hat? Es geht ausschließlich darum, wie das Album auf den Hörer wirkt. Dass dies die persönliche Meinung des Schreibers ist, das ist doch wohl eine triviale Erkenntnis. Was hier jemand gut findet, kannst du ruhig Scheiße finden. Ist doch normal.

Hier will dir niemand sagen, ob ein Album gut oder schlecht ist. Dann liest du Rezensionen vollkommen falsch. Man liest doch Rezensionen nur aus 2 Gründen: Erstens als Information ("aha, XY bringt ein neues Album raus") und zweitens aus Interesse an der Sicht eines anderen (die ja nicht mit der eigenen Sicht konform gehen muss).
Slaytanic
gepostet am: 24.08.2010

User-Wertung:
15 Punkte

an Niels: Verstehe deine Aussage voll und ganz, danke für die Antwort. Wenn du natürlich die einzelnen Lieder ganz aussernandernimmst ist langweilig, aber es hätte dem Review gut getan wie z.B Claws in So Deep die Songs zu beschreiben, finde ich. Dass River of Rapture mit viel Skakatto Riffing und einem tollen langgezogenen Mittelteil daherkommt z.B. So weiss ich aha, die Songs sind schnell, es sind 2 Balladen auf dem Album etz.... Von der Qualität muss man der Scheibe einfach mehr als 10 Punkte geben, habe sie soeben ganz gehört. Man bedenke wieviel Mist derzeit auf den Markt kommt und alles klingt gleich, so ist dieses Werk total eigenständig, nicht nur uffta uffta,geile Tempowechsel,klasse zum Teil bei Death Angel noch nie gehörte leicht moderne Thrash Riffs,klasse Gesangspassagen.... Keine reine Thrash Band, eine Band die mit ein wenig Glück sogar mal bei MTV anlaufen könnte ohne gleich kommerziell zu sein. TOP. Jetzt kann ich die 15 aufdrücken. Und es ist nicht meine Lieblingsband, diese exisitiert bei mir nicht
Sodomatic
gepostet am: 24.08.2010

Mich würde ja interessieren, wie manche Leute ein komplettes Album schon vor Release gehört haben, von einem Leak habe ich bisher nicht erfahren...
Nils [musikreviews.de]
gepostet am: 24.08.2010

@Sodomatic: Über Promos des Labels vielleicht? :-)
Sodomatic
gepostet am: 24.08.2010

Ja stimmt :D aber ich bezweifle mal, dass jeder hier, der so schlau daherspricht auch im Besitz einer Promo ist weil er ein Mitarbeiter eines Webzine ist, sondern ein Leser wie ich.
Nils [musikreviews.de]
gepostet am: 24.08.2010

Naja, Slaytanic hat ja gesagt, dass er das Album nur in Auszügen kennt. Die anderen sind ja alles Webzine-Mitarbeiter. :)
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 24.08.2010

Wo ist denn die zweite Ballade?
Wegen der 10 Punkte darf ich mal aus "Unser Wertungssystem" zitieren:
"10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte".
Dass das natürlich immer nur eine subjektive Einschätzung sein kann, sollte doch eigentlich selbstverständlich sein.
Reviews, die nur den Songaufbau beschreiben, wären übrigens auf Dauer sehr ermüdend zu lesen, finde ich.
Slaytanic
gepostet am: 25.08.2010

Ich habe dieses nicht unbedingt aufs Album bezogen, z.B. So weiss ich aha, die Songs sind schnell, es sind 2 Balladen auf dem Album etz.
Ein Beispiel wie man ein Album beschreiben könnte...... Und für mich ist Opponents at sides doch schon so etwas wie eine Halbballade. Übrigens finde ich das Review von Powermetal.de ziemlich gut, da ein wenig mehr beschrieben wird was einem erwartet, nämlich eines der besten Werke diesen Jahres . Ne, 10 Punkte klingt nicht dolle, hier bekommt ja fast jede Band 10, dieses Werk hat aber mehr zu bieten,finde ich.Megadeth mit Endgame drückt ihr 13 Punkte auf,was ein völliger Witz ist da die Hälfte des Albums aus langweilig arrangiertem Material besteht dass nach 2 maligem hören schon langweilig ist und nicht mal ansatzweise mit einer Qualität von Relentless Retribution mithalten kann....(meine Meinung) Vielleicht solltet ihr das Album noch ein paar Male anhören und dann mal vergleichen welches nach 3 fachem Durchgang interessanter ist.
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 25.08.2010

Das Megadeth-Review hab ich nicht geschrieben. Wir vertreten hier auch keine Einheitsmeinung. Ich sehe die übrigens bei soliden 8 Punkten.
Und die Death Angel hab ich deutlich öfter gehört als drei mal. Alleine schon, weil sie mir eben gut gefällt. Trotzdem hat mich das Album nicht ganz so begeistert wie z.B. die Act III oder die letzte Overkill. Daher die Bewertung. Die Einschätzung eines Albums muss doch nicht bei jedem zwangsläufig die gleiche sein.
mj777
gepostet am: 26.08.2010

Ich kenne leider nur River of Rapture von der Rockhard Promo. Mir hat die Produktion leider gar nicht gefallen. Es hört sich zu steril an. Die letzte Scheibe (KS) und ACT III haben meiner Meinung nach ne Hammer Produktion. Fett, organisch und mit viel Raum zum atmen. Der Schlagzeugsound ist wirklich ohrenfeindlich auf der Promo! Der Song an sich ist gut und ich hoffe das es nur an der Promo liegt. Bin neben Death Angel auch ein großer MEGADETH Fan und muss sagen das ich ENDGAME auch eher langweilig finde (verglichen mit Perlen wie KIMB, PSBWB und RIP).
jo11
gepostet am: 14.11.2010

User-Wertung:
15 Punkte

15 punkte von mir =D
mr471
gepostet am: 14.11.2010

User-Wertung:
15 Punkte

find die scheibe auch überragend... und ich normalerweise nich mal DA fan, aber relentless retribution geht mir einfach voll rein und ich find auch dass 10 von 15 (also nur rund 70%) für n album dass wie oben bereits erwähnt keine kritkpunkte aufweist erschreckend schlecht... aber bis auf die wertung is das n gutes review
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 14.11.2010

Vielen Dank.

Aber wenn ich an dieser Stelle noch mal aus "unser Wertungssystem" zitieren dürfte:

"10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte"

Mit der Umrechnung 10 von 15=70% kommt das also nicht ganz hin.
MeisterThrash
gepostet am: 15.10.2013

User-Wertung:
15 Punkte

Das Album ist der Hammer, verglichen mit der neuen ein Meilenstein. Ich denke im Nachhinein würde ich es als Bestes Thrash Metal Album des Jahrzehnts bezeichnen. Unglaubliche Riffs, viel Abwechslung, Mischung aus Old School und Moderne. Überragend, auch die 2 Balladen!!!!
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