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Fingernails: Alles verboten (Review)

Artist:

Fingernails

Fingernails: Alles verboten
Album:

Alles verboten

Medium: CD
Stil:

Heavy Metal

Label: High Roller
Spieldauer: 36:54
Erschienen: 27.04.2012
Website: [Link]

Die Italiener mit dem schrägen Namen und dem Drummer-Problem kehren mit ihrem dritten Album seit 1988 zurück. Darauf spielen sie – wie sollte es anders sein? – aus der Zeit gefallenen Heavy Metal mit vorhersehbaren Songstrukturen und sympathisch akzentuiertem Gesang.

Die Energie der Truppe ist genauso beachtlich wie ihre Vorliebe für MOTÖRHEAD, welche sie vor allem mit den ersten Songs bekundet. „Deadly Bitch“ bringt eine schmutzige Punk-Note mit ein, und das folgende „Witchy Suicide Wildcat“ verbeugt sich dem Titel gemäß mit einem melodischen Refrain vor jener nahezu ausgestorbenen Art von Bands, die weder Hardrock noch Metal sind. Dass die Texte von FINGERNAILS größtenteils bewusst dämlich tönen, merkt man nicht erst während der Hymne „Fun Addiction“, und mitsingen kann man jedes Lied schon nach gut zehn Sekunden.

Spielerisch bietet die Gruppe soweit Hausmannskost, aber keine holprigen Eingeständnisse ans eigene Unvermögen. Abwechslung schreiben die Musiker leider klein, und spätestens zu Beginn des an sich nicht abfallenden „Father Ralph“ (schmissiger Bass hier) stellt sich Langeweile ein, da der stete Phil-Taylor-Beat mit der Zeit ermüdet. Vielleicht sollten FINGERNAILS stilistisch weiter in Richtung Rockabilly ausscheren, wie es Klampfer Angus schon mit dem bauchigen Sound seiner Klampfe und einem Schelmenstreich wie „Metal Bullets“ andeutet. „Dog for Blind“ in dem Drago quasi ein Zwiegespräch mit den Riffs hält, stellt ebenfalls einen Ausreißer nach oben dar, doch der Rest ist wirklich nur mehr vom selben Alten auf gleichem mittelmäßigen Niveau.

FAZIT: „Alles verboten“ ist in Sachen Image eine halb ernste Scheibe mit frisch tönendem Althergebrachten. FINGERNAILS sind gute Nachlassverwalter von Lemmy und Co., aber nur durchschnittliche Songwriter, doch wer ein Auge auf italienisch Schräges im Metal-Bereich geworfen hat, dessen Wünsche befriedigen sie trefflich.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1938x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Suicide Generation
  • Frankenstein Food
  • Deadly Bitch
  • Witchy Suicide Wildcat
  • Fun Addiction
  • Father Ralph
  • Metal Bullets
  • Dog for Blind
  • Black Widow
  • Rock and Roll Barbie
  • Satan Vs God

Besetzung:

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