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Silent Leges Inter Arma: Silent Leges Inter Arma (Review)
Artist: | Silent Leges Inter Arma |
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Album: | Silent Leges Inter Arma |
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Medium: | CD/Download | |
Stil: | Black/Death Metal |
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Label: | Eisenwald | |
Spieldauer: | 46:05 | |
Erschienen: | 12.10.2012 | |
Website: | [Link] |
Wenn Bands eine hörbare Entwicklung durchmachen, ist das grundsätzlich in gutes Zeichen, denn Stagnation ist der Tod jeder Kreativität. Wie um diese These zu beweisen legen SILENT LEGES INTER ARMA mit ihrem gleichnamigen Debütalbum im Vergleich zur EP nochmal eine Schippe drauf. Das Songwriting fällt variabler aus als zuletzt, was zur Folge hat, dass die Musik mitunter deutlich sperriger klingt. Produktionstechnisch ist wiederum alles top und jedes Instrument bekommt genau den richtigen Raum. Insgesamt klingen die Songs besser durchdacht und bewusster arrangiert als noch zuletzt.
Das zeigt sich bei Nummern wie „Beyond The Light“ sehr eindrücklich. Mit leicht melancholischem Touch wühlt sich der Song vorwiegend im Midtempo voran, die Gitarren lassen immer wieder mal aufhorchen und auch wenn die abrupten Groove-Wechsel zuerst etwas verwundern, fügt sich der Song am Ende doch zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammen.
Allerdings fällt nach und nach auf, dass alle Stücke zwar eine durchweg passende Stimmung erzeugen, aber gerade in puncto Gitarrensoli wäre hier und da weniger doch mehr gewesen. Manche Fingerübungen im erwähnten „Beyond The Light“ oder auch im vorwiegend stürmischen „Falcon-Headed One“ klingen doch arg schräg. Zwar hat das irgendwie einen gewissen Charme, doch an einigen Stellen zerhackstückt es die Musik eher, als eine wirkliche Bereicherung zu sein.
Das akustische Zwischenspiel „Shades“ ist dagegen durchaus bereichernd. Erstens sorgt es im Gesamtkontext für etwas mehr Tiefe und zweitens führt es sehr passend an die folgenden Songs heran.
„For the Dead“ ist an sich auch ein gut gemachtes Dunkelstück zwischen archaischer Aggression und Melancholie, allerdings fällt hier noch deutlicher als zuvor auf, dass eine zusätzliche Gitarre den Sound doch merklich aufwerten würde. Immer, wenn zwischen den Melodien und Riffs gewechselt wird, klingt das Ganze doch seltsam dünn, was leider durch das durchweg scheppernde Schlagzeug noch verstärkt wird.
Dass sie es eigentlich besser können, zeigen die Musiker mit dem Elfminüter „Wings“. Hier klingt die Gitarre keineswegs zu dünn, sondern verleiht dem Song seine Melancholie, die stellenweise auch tragische Züge annimmt und oft die Führung neben dem Gesang übernimmt. Schritt für Schritt baut sich die Nummer auf und findet über epische Momente ihren Weg hin zu schwarzmetallischer Raserei, ehe eine melancholische Melodie den Weg für den akustischen Abschluss „In Shadows Again“ bereitet.
FAZIT: Ob es jetzt eine Stärke von „Silent Leges Inter Arma“ der gleichnamigen deutschen Band ist, dass die Musik weniger direkt bzw. stringent klingt als noch auf der Vorgänger-EP sei mal dahingestellt. Unterm Strich entwickeln sich viele Momente auf diesem Album in eine weniger nachvollziehbare Richtung. Gleichzeitig finden sich aber viele Ansätze, die der Musik einen schärferen Charakter verleihen bzw. verleihen könnten. Manchmal aber hapert es noch an einer schlüssigen Umsetzung.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- We Are
- Falcon-Headed One
- I Will Hunt You Down
- Beyond the Light
- Shades
- For the Dead
- Wings
- In Shadows Again
- Bass - T:R
- Gesang - M:F
- Gitarre - M:F
- Schlagzeug - M:G
- Demo I (Remastered 2022) (2008) - 8/15 Punkten
- Synästhesie (2009) - 10/15 Punkten
- Silent Leges Inter Arma (2012) - 9/15 Punkten
- Ad Plures Ire (2022) - 13/15 Punkten
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