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Koya: Fragments (Review)
| Artist: | Koya |
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| Album: | Fragments |
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| Medium: | LP/Download | |
| Stil: | Hardcore, Sludge, Post-Metal |
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| Label: | 5 Feet Under Records | |
| Spieldauer: | 27:55 | |
| Erschienen: | 09.03.2026 | |
| Website: | [Link] |
Dänemarks KOYA liefern mit „Fragments“ nicht nur ein bedrückendes Zeugnis emotionaler Zersplitterung, sondern verbinden die Ästhetik der unwirtlichen Landschaft des Nordens mit existenzialistischen Fragen, die jede Antwort nach dem Sinn des Lebens schuldig bleiben. Dass hier die Wut des Hardcore auf Sludge-Brodeln und eine gewisse, zerklüftete Ästhetik des Black Metal trifft, passt also gut ins Bild der Vertonung dieses unwirtlichen Emotionsdilemmas.
Der Sound klingt, entgegen der beackerten Genres, aber keineswegs unterkühlt. Stattdessen setzen KOYA auf organische Wärme. Der Bass brodelt unnachgiebig, die Gitarren surren mal wie eisiger Wind, mal wie feuriges Magma durch die Songs, während der Gesang zu jeder Zeit emotional aufgeladen und wie in sich selbst gefangen wirkt.
Von gepressten Schreien, bis hin zu grollenden Mitten ist der stimmliche Ausdruck zwar doch etwas limitiert, was aber sehr gut zur gebotenen Musik passt. Denn die Momente der Zerbrechlichkeit finden sich vornehmlich in manch filigraner Gitarrenmelodie, die sich in grollenden Groove-Momenten entlädt und die Stimme stets auf ihre Katharsis hinführt (nachzuhören u.a. im schwer verdaulichen „Tempest“).
„Embers“ beendet „Fragments“ mit Black-Metal-affiner Wut, wobei das Tempo angezogen und, speziell in puncto Gesang, nochmal eine Schippe Tragik und Verzweiflung draufgelegt wird. Dass sich Gitarre und Bass immer weiter auftürmen, ehe in der Mitte ein plötzlicher Moment der Ruhe eintritt, verstärkt das beklemmende Gefühl zwischen Aggression und Niedergeschlagenheit zusätzlich. Immerhin lassen die vereinzelten Post-Rock-Melodie-Momente Raum für kalkülfreies Drama, das sich in der ansteigenden Wucht des Sounds gegen Ende des Songs immer weiter verstärkt.
FAZIT: KOYA zerlegen die Emotionskaskade, die dem Menschen innewohnt, in ihre Bestandteile und beleuchten auf „Fragments“ die unliebsamen Tiefen, die Seelen und Herzen vernarben. Elemente aus Hardcore, Post-Metal und Sludge werden dabei von einer kühlen Black-Metal-Ausstrahlung umgarnt, wodurch sich eine deprimierende Ästhetik ergibt, die gleichzeitig für eine musikalische Dringlichkeit sorgt. Fans der genannten Genres dürften hieran durchaus Gefallen finden.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- End
- Mountain
- Effigy
- Denier
- Tempest
- Embers
- Fragments (2026) - 12/15 Punkten
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