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Last Bølt Ceremony: derlir.ium (Review)
| Artist: | Last Bølt Ceremony |
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| Album: | derlir.ium |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Stoner Rock, Psychedelic Rock, Progressive Rock |
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| Label: | Paranoia Productions | |
| Spieldauer: | 35:47 | |
| Erschienen: | 09.10.2026 | |
| Website: | [Link] |
LAST BØLT CEREMONY gehen es auf ihrem zweiten Album „delir.ium“ zunächst entspannt an. „demora“ setzt auf sanfte, melodische Gitarrenklänge, denen sich die Rhythmusgruppe unaufdringlich unterordnet. Auch „raging river“ lässt sich Zeit, bevor der Bass die Führung übernimmt und der nölende Gesang, flankiert von schrammelnden Gitarren, erste raue Akzente setzt.
Wer glaubt, das musikalische Konzept des Dortmunder Trios damit durchschaut zu haben, sollte sich nicht zu früh festlegen. „drones“ schleppt sich mit wuchtigen Drums und dominantem Bass voran, während darüber beinahe gut gelaunte Gitarrenriffs ihre Kreise ziehen. „ides of march“ spinnt diesen instrumentalen Ansatz weiter und entwickelt daraus einen ausladenden, zunehmend druckvollen Rocktrack. In „delir“ meldet sich der Gesang zurück und verpasst dem Stoner-Rock-Fundament eine deutliche Grunge-Schlagseite. SOUNDGARDENs „Spoonman“ läßt grüßen.
„purple poppy“ drängt den Gesang zunächst ganz weit nach hinten, um dann im Refrain gemeinsam mit den Gitarren zu explodieren. Und hier klingt es schon fast ein bisschen nach Pop. Aber eben nur fast; in eine Schublade will sich das Trio partout nicht stecken lassen. Und gerade das macht den Charme des Albums aus, ebenso wie die fast jazzig-folkloristischen Töne am Ende des Albums, die wie eine Endlosschleife kein Ende finden wollen.
FAZIT: „delir.ium“ überzeugt mit Spielfreude, stilistischer Offenheit und einem Gespür für reizvolle Kontraste. LAST BØLT CEREMONY verbinden druckvollen Stoner-Rock mit Grunge, psychedelischen Schleifen und überraschend melodischen Momenten. Eine Platte, die gerade deshalb funktioniert, weil sie sich nicht festlegen lässt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- demora
- raging river
- drones
- ides of march
- delir
- purple poppy
- Bass - Frank Weckert
- Gesang - Thomas Köller
- Gitarre - Thomas Köller
- Schlagzeug - Daniel „Dan“ Simon
- Neuzeit (2024) - 10/15 Punkten
- derlir.ium (2026) - 12/15 Punkten
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