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Nazareth: Big Dogz (Review)

Artist:

Nazareth

Nazareth: Big Dogz
Album:

Big Dogz

Medium: CD
Stil:

Hardrock/Rock

Label: earMUSIC/Edel
Spieldauer: 55:43
Erschienen: 15.04.2011
Website: [Link]

Die Hardrock-Pioniere aus Schottland sind zum Glück nicht totzukriegen. Vor allem an der Livefront, aber auch was die Studioarbeit betrifft. Und so erscheint genau 40 Jahre nach ihrem Debüt und drei Jahre nach dem letzten Album jetzt mit "Big Dogz" ihr Studiorundling Nr. 22 (wenn ich mich nicht verzählt habe; bei den ganzen Compilations, Livealben ect. verliert man schnell den Überblick). Schauen wir also mal, was die ehrwürdigen Herren noch so drauf haben, nachdem ihr letztes Werk "The Newz" allerorts mehr als nur wohlwollende Zustimmung erfahren hat.

Sehr gemächlich geht es mit "Big Dog's Gonna Howl" los, das brummig vor sich hin stampft, aber durch den Gesang schnell den bekannten Charme der Band versprüht. Im fast identischen Rhythmus geht es mit "Claimed" weiter, so dass man den Übergang erst gar nicht bemerkt. Mit "No Mean Monster" wird es dann endlich etwas lebendiger, wenn auch nicht wirklich mitreißend, und hinter dem überlangen Titel "When Jesus Comes To Save The World Again" verbirgt sich eine bedrohlich ausgerichtete und bis auf die Zwischenparts reduziert vorgetragene Nummer, die dann wieder vor sich hin tröpfelt, und das gleich in Überlänge. Hmm, irgendwie kommt die Scheibe nicht so recht in Schwung...

Und an dem soll es dann leider auch in der Folge den meisten Songs mangeln. Okay, "Radio" hat endlich auch mal eine deutlichere Melodie, wenn der Song auch zu lahm und bedrückt ist, um tatsächlich auch über den besungenen Äther zu gehen. Bei "Time And Tide" wird dann auch gleich wieder heruntergedrosselt. Der Song scheint vom Text her recht persönlich zu sein, dennoch ist er leider erneut ziemlich dröge, zumal die Nummer dafür, dass kaum etwas passiert, auch wieder viel zu lang ist, diesmal gleich über 7 Minuten.
Mit "Lifeboat" wird es dann endlich etwas beschwingter und hardrockiger und auch "The Toast" und das angeblueste "Watch Your Back" gehen ganz gut nach vorne, bevor "Butterfly" als traurige Ballade wieder ziemlich einschläfernde Wirkung hat. Passenderweise heißt die Schlussnummer dann auch "Sleeptalker", obwohl sie einen anfangs noch mal kurz wachrüttelt - um dann aber doch wieder schlafmützig auszutrudeln...

FAZIT: Ziemlich enttäuschend. Bis auf die markante und rauchige Stimme von Dan McCafferty haben die meisten Songs nicht viel zu bieten, und ein Hit ist ebenfalls nicht auszumachen. Immerhin: Den Vorwurf, NAZARETH würden versuchen, zwanghaft alte Mainstream-Erfolge zu wiederholen, kann man ihnen hier wahrlich nicht machen. Aber selbst als eingefleischter Fan wird man es mit "Big Dogz" schwer haben, hat man von der Band doch reichlich an besserem Material im Schrank stehen. Freuen wir uns also lieber auf die alten Klassiker beim nächsten Konzert der unkaputtbaren Schotten - denn ab Mitte April ist das Quartett gemeinsam mit den alten Kumpels von URIAH HEEP wieder auf Deutschlandtour.

Lars Schuckar (Info) (Review 4560x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Big Dog's Gonna Howl
  • Claimed
  • When Jesus Comes To Save The World Again
  • Radio
  • No Mean Monster
  • Time And Tide
  • Lifeboat
  • The Toast
  • Watch Your Back
  • Butterfly
  • Sleeptalker

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Andreas
gepostet am: 26.12.2011

User-Wertung:
12 Punkte

Der obenstehenden Kritik kann ich nicht zustimmen.
Das Album ist fast durchgängig gelungen, hat mit "When Jesus comes..." ein absoluten Highligt, welches auch keinesfalls zu lang geraten ist.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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