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Blackest Dawn: We Are Legions (Review)

Artist:

Blackest Dawn

Blackest Dawn: We Are Legions
Album:

We Are Legions

Medium: CD
Stil:

Death Metal/ Metalcore

Label: Metal Blanc Media
Spieldauer: 38:08
Erschienen: 23.02.2013
Website: [Link]

Der Eisenmann auf dem Cover wirkt zwar eher wie aus einer Kampagne des Blutspendedienstes, das Bild verrät aber dennoch einiges über das dritte Album der Magdeburger: BLACKEST DAWN kommen aus dem Metalcore, gehen auf „We Are Legions“ aber einen Weg, der deutlich von den üblichen Stilmerkmalen wegführt, denn merke: Mit Rüstung lässt sich schlecht hüpfen.

Die Wurzeln sind dabei dank zweier Sänger und der Produktion von HEAVEN SHALL BURN-Gitarrist Alexander Dietz noch deutlich erkennbar. Der moderne, kraftvolle Sound ist ein dicker Pluspunkt der Scheibe, allerdings ist daran auch Drummer Benjamin Stach schuld, dem seine Fähigkeiten auf jeder Galeere zu höchsten Ehren gereicht hätten. BLACKEST DAWN verzichten aber fast komplett auf Gorilla-Breakdowns, unsägliches IN FLAMES-Englisch, IRON MAIDEN-Gedächtnisgedudel und ähnliche Auswüchse des Genres. Dafür hat die Band ihre von jeher vorhandenen Death Metal-Elemente noch weiter ausgebaut.

„Rise And Rise Again“ und noch mehr das folgende „The Watchmen“ stampfen im Stile von ARCH ENEMY und BOLT THROWER los und sorgen nach dem verkorksten „Lord Of The Gladiator Of The Caribbean“-Intro für einen amtlichen Einstand. Der Titeltrack schielt mit den Single Note-Lines schon in Richtung melodischem Black Metal, während das Geblaste bei „Resistance“ an das kontrollierte Chaos von MISERY INDEX erinnert. Auch die restlichen Titel sind alle sehr flott unterwegs und lassen so gut wie keinen typischen Death Metal-Beat aus. Eine gewisse Nähe zu Gruppen wie HEAVEN SHALL BURN, NEAERA und MAROON ist zwar auszumachen, ein Cover der Letztgenannten sticht aber doch deutlich zwischen den übrigen Songs heraus.

Insgesamt präsentieren sich BLACKEST DAWN auf den meisten Titeln bestens eingespielt und durchgehend mit Biss. Ausbaufähig ist dagegen die melodische Arbeit. Die ohnehin eher seltenen harmonischen Passagen kommen wie in „Destroyed By The Blast“ bleiben gesichtslos, und auch zaghafte Keyboard- und Akustikgitarrensounds hinken dem übrigen Material hinterher. Wenn es dem Sextett in Zukunft gelingen sollte, richtige Knallerhooks zu schreiben, dürfte hier deutlich mehr drin sein. Auf deutschsprachige Versionen wie „Der Aufstand“ als Übersetzung von „Rise And Rise Again“ können die Herren dagegen gerne verzichten.

FAZIT: So ist „We Are Legions“ auf jeden Fall ein ordentliches Album, das in der Schnittmenge von modern klingendem Death Metal und Metalcore mit eigenen Akzenten zu gefallen weiß.

Joe A. (Info) (Review 3218x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Cita mors ruit
  • Rise And Rise Again
  • The Watchmen
  • We Are Legions
  • Centuries Of Blood
  • Destroyed By The Blast
  • Endless Salvation
  • Resistance
  • At The Gates Of Demise
  • The Day Of Cannae
  • Dies irae
  • Der Aufstand (Bonus)

Besetzung:

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