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Trivium: What the Dead Men Say (Review)

Artist:

Trivium

Trivium: What the Dead Men Say
Album:

What the Dead Men Say

Medium: CD/Download
Stil:

Heavy Metal

Label: Roadrunner
Spieldauer: 46:27
Erschienen: 24.04.2020
Website: [Link]

Nach dem verheißungsvollen Intro 'IX' ist das Titelstück eine melodische Thrash-Metal-Harke, die sich gewaschen hat und seit Metallicas "Master Of Puppets" von kaum einer Band so eindringlich wiedergekäut wurde, und dass dieses Lied am Ende in Form von 'The Ones We Leave Behind' ein ebenbürtig komplexes Pendant anheim gestellt bekommt, scheint kein Zufall zu sein.

Innerhalb dieser Klammer gleicht "What the Dead Men Say" einem fest aus TRIVIUMs charakteristisch zweistimmigen Gitarrenharmonien und hämmernden Drums, doch die Krönung ist die Performance von Matt Heafy am Mikro, er spätestens jetzt zu einem Ausnahme-Frontmann gereift sein dürfte. Er macht mit seiner enorm strahlkräftigen Stimme jede mittelmäßige Idee zu Gold, gleichwohl die Band echt keinen Füller auf der Scheibe zugelassen hat.

Kompositionen in der Machart des zu gleichen Teilen wehmütigen wie aufmüpfigen 'Catastrophist' mit verspieltem Mittelteil scheinen dieser Tage die Lieblingsdisziplin der Band zu sein; das zunächst resignierende, dann kämpferische 'Sickness Unto You' und das mehr oder weniger genauso ausgerichtete 'Bending The Arc To Fear' (inklusive geiler Blastbeats jeweils) sprechen dahingehend eine deutliche Sprache.

Nichtsdestoweniger ist "What the Dead Men Say" ausgesprochen vielseitig. Die im Midtempo angesiedelten Tracks leben insbesondere vom Gespür des Gitarristen und Sängers für denkwürdige Melodien, wofür das mitsingbare 'Bleed Into Me' als perfektes Beispiels dient - ganz zu schweigen von den immer wieder tollen Solos -, und sogar das anfänglich wie SweDeath-Dutzendware daherkommende 'The Defiant' entpuppt sich als veritabler Hit. Letzten Endes stellt sich das rockige 'Scattering The Ashes' als alle anderen Nummern überstrahlender Hit des Albums heraus.

Das eigenartig uninspirierte Gebrüll 'Amongst The Shadows And The Stones' dauert zum Glück nur zweieinhalb Minuten, ansonsten ist die Platte für TRIVIUMs Verhältnisse ebenso kompromisslos wie perfekt.

FAZIT: Mit "What the Dead Men Say" stehen TRIVIUM am Zenit ihres Schaffens. Die Band ist nun über jegliche Sippenhaft (NWoAHM und so) erhaben und legt mit diesem Album einen Anwärter auf den Titel "Heavy-Metal-Klassiker" vor. Was das angeht, sehen wir uns in, sagen wir, zehn bis 15 Jahren wieder …

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1338x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • IX
  • What The Dead Men Say
  • Catastrophist
  • Amongst The Shadows And The Stones
  • Bleed Into Me
  • The Defiant
  • Sickness Unto You
  • Scattering The Ashes
  • Bending The Arc To Fear
  • The Ones We Leave Behind

Besetzung:

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