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Mohonks: Mohonks – die zweite (Review)

Artist:

Mohonks

Mohonks: Mohonks – die zweite
Album:

Mohonks – die zweite

Medium: CD/Download/LP
Stil:

Ambient, Surf-Rock, Soul, Blues, Postrock

Label: Krakenduft Records
Spieldauer: 44:10
Erschienen: 22.03.2024
Website: [Link]

MOHONKS surfen auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum gedankenverloren durch die Nacht, wobei sie dem sagenumwobenen (oder auch nicht) „Vakuumpilot“ begegnen und sich mit einem einzelnen „Moskito“ herumschlagen müssen.
Angesichts dieser kruden Bilder klingt „Mohonks“ erstaunlich entspannt. Zwischen bluesigen Gitarren, die auf manch kruder Soundschleife gen Mondlicht surfen, finden sich immer wieder verträumt entspannte Momenten in denen z.B. das Klavier freigeistig und mit lässiger Lounge-Atmosphäre überzeugt, während sich die Gitarre ansprechend durch ein Stück wie „Marunke“ soliert.


Allerdings findet sich in der vordergründigen Entspannung die Stücke wie „Nackte Herzen“ ausstrahlen auch eine gewisse Schutzlosigkeit (was ja auch dem Titel des Stücks entspricht). Die Musik wirkt auf eine ungreifbare Art intim und angreifbar.
Dazu passen auch die psychedelischen Anleihen in „Mohn“. Denn wo Verletzlichkeit nicht umgangen werden kann, ist eine Flucht in fantastische Welten nicht selten ein naheliegender Ausweg. Die sanfte Klangsprache der Gitarren hilft zum Teil dabei, diesen Weg einzuschlagen. Oder sie leitet wenigstens in eine angenehme Atmosphäre über, die in „Die ewige Leier“ mit sanftem Piano eine Art Bar-Atmosphäre erzeugt, bei der Bilder von schummrigem Licht, verrauchter Luft und noch rauchigeren Drinks wach werden.


Bis der Hörer aber endgültig in „Moe’s Taverne“ entlassen wird (ist der The-Simpsons-Bezug gewollt?), lässt es sich zu dem zurückgezogenen Dunkel-Piano, das „Broken Silence“ bestimmt, wahlweise gut in der eigenen Nichtigkeit suhlen, oder aber aus dem Tränental auftauchen, denn irgendwo lohnt es sich immer, durch die Nacht zu spazieren und die Sterne zu begutachten.
Ob das wirklich im Niemandsland stattfinden muss, ist fraglich, aber wenn doch, dann ist „Nowhere“ eine passende Vertonung dieses Therapie-Spaziergangs. Bei sanfter Gitarre und stetem Rhythmus lässt sich ein Fuß vor den anderen setzen und langsam sickert die Erkenntnis in den Geist, dass Alleinsein nicht zwingend Einsamkeit bedeutet und dass es sich in so mancher Traumwelt doch ganz passabel leben lässt.


FAZIT: MOHONKS lassen mit ihrem selbstbetitelten Debüt ein Album voller instrumentaler Geschichten auf den Hörer los. Dabei ist der entspannte Grundton der Musik nicht zwingend als Wohlfühlsound gedacht, denn „Mohonks“ birgt in vielen Momenten das Potenzial sich selbst und das Leben generell zu hinterfragen, wobei die echte philosophische Klasse sicherlich bei einem hochprozentigen Getränk und entsprechender Nachtatmosphäre ans Licht tritt. Dementsprechende Bilder tauchen auf jeden Fall auf, während die Musik aus welchen Lautsprechern auch immer tönt.

Dominik Maier (Info) (Review 31x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Zwei vor eins
  • Vakuum Pilot
  • Moskito
  • Wachs
  • Marunke
  • Nackte Herzen
  • Mohn
  • Die ewige Leier
  • Bum Bum Bappze
  • Broken Silence
  • Nowhere
  • Moe's Taverne

Besetzung:

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