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Savage Beat: Bright Lights, Tall Shadows (Review)
| Artist: | Savage Beat |
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| Album: | Bright Lights, Tall Shadows |
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| Medium: | LP/Download | |
| Stil: | Punkrock, Rock'n'Roll, Streetpunk |
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| Label: | Wap Shoo Wap Records/Longshot Music/Mendeku Diskak | |
| Spieldauer: | 32:04 | |
| Erschienen: | 06.03.2026 | |
| Website: | [Link] |
Auf weißem Vinyl präsentieren SAVAGE BEAT ihren Rock'n'Roll-Punkrock als Tanzsoundtrack für die Seelen der Nacht. Die Eigenstilisierung 'Street-Boogie' trifft's auch ganz gut, denn Songs wie „Cut To The Chase“ oder „The Side Hustle“ präsentieren sich tanzbaren Rock'n'Roll mit Straßen-Charme und eingängigen Refrains.
Gleichzeitig geht’s in Stücken wie „Unhinged“ ungehemmt und rau zu, wobei die anfänglichen Piano-Anflüge, oder auch das Saxofon (?), das kurz im Hintergrund erklingt, immer wieder eine freudige, oder wenigstens farbenfrohe Energie vermitteln.
Ein bisschen wirkt die Musik wie der Soundtrack zu einer wilden, ungehemmten Tanzparty, bei der die Cocktailgläser an die Wand geschmissen werden sollen und der Schweiß von der Decke tropft, während es egal erscheint, ob der Boden glitschig und versifft ist. Hauptsache es ist beständig Bewegung in der abgeranzten Bude.
Allerdings behandeln SAVAGE BEAT weit weniger partytaugliche Themen in ihren Texten, als die Musik zunächst suggeriert. Der Titeltrack etwa birgt Anflüge von emotionalen Schattenseiten, die das Nachtleben in einer pulsierenden Stadt mit sich bringt. Dabei wird die Nacht unweigerlich zum Tag, ob der grell erleuchteten Straßen, in denen sich die verlorenen Seelen in ihrem Elend suhlen, von dem sie doch nie ganz erlöst werden.
Dazu passt der marginal melancholische Unterton, der in der Musik mitschwingt, wenngleich diese Anflüge von Melancholie von Stücken wie „The Side Hustle“ zügig beiseite gefegt werden. Der raue Charme zeugt von Widerstandsfähigkeit, ehe sich „Worse For Wear“ einer frechen Kampfeslust hingibt und Boogie-Punk mit trotzigem Rotzrock vereint.
Bands wie ROSE TATTOO schimmern hierbei immer mal wieder als Vorbilder für den Sound dieser Amsterdamer Rabaukenbande durch, wobei sich der Drei-Akkord-Punk'n'Roll von Marko Petrovic und Co. weniger dem Boogie hingibt, als Adrenalin und Tempo zu vertonen, womit sich im weiteren Sinn vielleicht auch eine Band wie AIRBOURNE als passable Soundkumpanen heranziehen lässt.
FAZIT: SAVAGE BEAT vertonen mit „Bright Lights, Tall Shadows“ den Soundtrack für die Energie der Nacht, in der es sich verschwitzt und leicht angestochen durch die Bars und Kneipen der nicht mehr ganz so sauberen Stadtviertel ziehen lässt. Dabei sind unangenehme Begegnungen vorprogrammiert und werden sogar billigend in Kauf genommen. Die Visage und die Hände sind eh kampferprobt, da kommt es auf ein paar Schrammen mehr oder weniger auch nicht an. Dass die Musik dementsprechend laut und energisch aus den Boxen schallt, rundet das Gesamtbild dieser Rock'n'Roll-Punk-Rabauken stimmig ab.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Side A:
- Street Boogie Confidential
- Cut To The Chase
- Unhinged
- Killer Inside
- Blood On The Knees
- Side B:
- Bright Lights, Tall Shadows
- The Side Hustle
- Worse For Wear
- Three Chord Disciple
- Tomorrow (Might Never Come)
- Bass - Rogier Heumakers
- Gesang - Marko Petrovic, Rogier Heumakers, Lionn Van Der Horst, Gilian Profundo P, David Aferiat
- Gitarre - David Aferiat, Gilian Profundo P
- Schlagzeug - Lionn Van Der Horst
- New World (2021) - 13/15 Punkten
- Bright Lights, Tall Shadows (2026) - 12/15 Punkten
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