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Stabbing: Eon of Obscenity (Review)

Artist:

Stabbing

Stabbing: Eon of Obscenity
Album:

Eon of Obscenity

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Brutal Death Metal

Label: Century Media Records
Spieldauer: 30:54
Erschienen: 30.01.2026
Website: [Link]

Dass das nordamerikanische Südstaaten-Quartett STABBING bei Century Media gelandet ist, kann man als einigermaßen außergewöhnlich ansehen, da „Eon of Obscenity“ eigentlich ein typisches Unique-Leader-Produkt in der Tradition solch derber Extrem-Acts wie DEEDS OF FLESH oder DISGORGE (US) darstellt.

Die sehr spezielle, nur für Obscene-Extreme-Gänger relevante Musik macht zwar neben den Heranzitierten eine halbwegs gute Figur, scheitert indessen im Vergleich mit Szene-Veteranen wie SUFFOCATION. Eine Verbindung gibt es trotzdem, immerhin haben sich die erstickungsfanatischen Brutalo-Urgesteine für ihre Live-Auftritte zwischenzeitlich das beachtliche Sumpfmonster-Gurgelorgan von STABBING-Frontfee Bridget Lynch ausgeliehen, wofür sich Luftnot-Würgehals Ricky Myers, seines Zeichens alter DISGORGE-Drummer, mit einem Gastbeitrag in „Ekelkomposition“ Nummer Sieben zu revanchieren scheint.

Grunzgroßmeisterin Lynch verleiht dem gebotenen Hörerlebnis, was dem Ausdruck „musikalisch“ nachgerade spottet, denn auch das Alleinstellungsmerkmal: man kann im Unterschied zu anderen animalischen Lautadaptionen aus weiblicher Kehle nicht heraushören, dass sie hier von eine Frau erzeugt werden. Das ist auf jeden Fall eine Leistung – und der phonetisch durchaus eindrucksvolle Kotzbrechreiz die adäquate Erzählstimme für das titelgebende „Zeitalter des Obszönen“.

Die Verantwortlichen für das Instrumentalgeschehen setzen dabei auf ein unflexibles One Trick Pony und produzieren über elf Songs mehrheitlich im Grindcore-Format hinweg sumpfig-stumpfen Slam Death Metal, bei dem immer wieder zum blechern tönenden Blastbeat angesetzt wird. Ein anständiger Groove und markiges Tampa-Gesäge lassen an einigen Stellen zwar aufhorchen, alles in allem aber wirkt die Chose zu altbacken, zu eindimensional und – auf paradoxe Weise – zu einschläfernd.

FAZIT: Wer die allen Spielarten des Brutal Death zugetanen DYING FETUS wertschätzt, wird an diesen elf Messerstichen nur unnötig Blut lassen. Wer hingegen den Unique-Leader-Backkatalog rauf- und runterhört, dürfte an dem monotonen, Extreme auslotenden, keineswegs stümperhaften Stumpfsinn auf STABBINGs zweiter Schlachtplatte „Eon of Obscenity“ mit Sicherheit Gefallen finden. Dem Rest der Welt kommt dieses Release vermutlich so angenehm wie Baustellenlärm vor.

Tim Rahrbach (Info) (Review 56x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Rotting Eternal (1:24)
  • Inhuman Torture Chamber (2:58)
  • Masticate the Subdued (2:41)
  • Eon of Obscenity (2:10)
  • Reborn to Kill Once More (3:16)
  • Ruminations (1:34)
  • Nauseating Composition (3:09)
  • Their Melted Remains (4:04)
  • Sonoluminescent Hemoglobinopathy (1:52)
  • Symphony of Absurdity (4:13)
  • Sinking Into Catatonic Reality (3:33)

Besetzung:

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