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Trion: Terra Tiempo (Review)
| Artist: | Trion |
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| Album: | Terra Tiempo |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Progressive Rock |
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| Label: | Eigenpressung/Just For Kicks | |
| Spieldauer: | 60:45 | |
| Erschienen: | 17.04.2026 | |
| Website: | [Link] |
TRION aus Holland bescheren uns auf „Terra Tiempo“ einen intensiven Abstecher in die Vergangenheit, der sich unüberschaubar (und danach unüberhörbar) schon bei der Gestaltung des Album-Covers sowie dem – einem YES sehr ähnlichen – Bandlogo ankündigt. Natürlich liebt das holländische Dreigespann, in dem auch der progressiv sehr aktive EDDIE MULDER mit eingespannt ist, alles, was nur ein wenig nach den Duftmarken von G wie GENESIS bis Y wie YES schnuppert. So lädt „Terra Tiempo“ seine Hörer zum Verweilen und Träumen im (fast ausschließlich instrumentalen) retroprogressiven Schönklang der Siebzigerjahre ein.
Dazu gibt es noch ein Konzept samt langer Geschichte um die Reise der Schildkröten, das fein säuberlich im Inneren des achtseitigen Booklets nachzulesen ist. Auch die beiden vom Schlagzeuger Boomsma gesungenen Texte fehlen darin nicht.
Warum auch immer verordneten sich TRION nach ihrem vorangegangenen Schildkröten-Album eine Pause von sage und schreibe 13 Jahren. Welch Frevel, denn mit ganz ähnlichen Musikretrofreuden verstand schon der weit zurückliegende Tonträger zu beeindrucken.
TRION setzen hierbei natürlich auf ein fettes Vintage-Instrumentarium. Die Basis bilden oftmals die Keyboards: Mellotron, Hammond Orgel, flirrende Synthesizer. Mulders Gitarre erhebt sich mal akustisch, mal elektrisch darüber. Fragiles und Bombastisches gehen Hand in Hand, wobei wir uns bei diesem Konzept um die Schildkröten musikalisch sehr deutlich an das Prog-Wüstenschiff CAMEL erinnern.
Obwohl einem TRION, gerade der mangelnden Bekanntheit wegen, nicht gefehlt haben, so ist es doch richtig gut, dass sie wie aus dem Nichts mit „Terra Tiempo“ wieder auftauchen, selbst wenn man beim Hören ernsthaft davon ausgeht, dass genau dieses Album ein verschollenes Relikt aus den Siebzigerjahren zu sein scheint. Tatsächlich überzogen mit dem „Red Dust“, der den Untergang bedeutet, welcher dann in den „Growing Clouds“ ein zweites Mal (nach besagtem „Red Dust“) besungen wird.
Hier wird nichts entstaubt, sondern die versteckten Schätze unberührt und ganz vorsichtig geborgen. Und es tut gut, was da alles unter der musikalischen Patina durchfunkelt.
FAZIT: Völlig unaufgeregt und umso beeindruckender kehrt das holländische Prog-Trio TRION nach 13 Jahren aus der Musik-Versenkung zurück und beglückt alle Freunde instrumentalen Retro-Progs auf „Terra Tiempo“ mit einem herrlich in den 70er-Jahren schwelgendem Album, das sich zwar um Schildkröten dreht, musikalisch aber gehörig auf CAMEL setzt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Terra Tiempo
- Nautilus
- The Return Of Jemetrion
- Aftertouch
- Melloreed
- Intermission
- Red Dust
- Far Away
- One
- Growing Clouds
- Paradox Groove
- Space For Everybody
- Bass - Eddie Mulder
- Gesang - Menno Boomsma
- Gitarre - Eddie Mulder
- Keys - Edo Spanninga
- Schlagzeug - Menno Boomsma
- Terra Tiempo (2026) - 11/15 Punkten
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