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Winter Eternal: Unveiled Nightsky (Review)
| Artist: | Winter Eternal |
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| Album: | Unveiled Nightsky |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Melodic Black Metal |
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| Label: | Hells Headbangers Records | |
| Spieldauer: | 30:28 | |
| Erschienen: | 13.02.2026 | |
| Website: | [Link] |
WINTER ETERNAL – die Namensgebung dieses Melodic-Black-Metal-Projekts, das von Stelios Makris alias Soulreaper 2011 aus der Taufe gehoben wurde, könnte generischer kaum sein. Die musikalischen Pfade, welche der mittlerweile in Schottland lebende Exil-Grieche mit seiner aktuell fünften Platte „Unveiled Nightsky“ beschreitet, führen leider auch nicht ins Neuland. Wer es am blauen Cover-Artwork oder dem Nickname des Künstlers noch nicht erraten hat, der wird diese Musik spätestens aufgrund der Tatsache, dass Makris einen Beitrag für eine DISSECTION-Kompilation beisteuerte, korrekt in die schwedische Black-Death-Szene der Neunziger einordnen.
Indes, all das Genannte zusammengenommen muss nicht unbedingt bedeuten, dass die hier gegenständliche halbe Stunde frostigen Neunziger-Worships eine unausgegorene Chose darstellt. Offen gestanden stimmt auf „Unveiled Nightsky“ nämlich einiges. Klar, man kann und will das große Vorbild nicht verleugnen. Und ja, eigene Akzente werden eher keine gesetzt. Dafür beweist der hellenische Strippenzieher hinter WINTER ETERNAL ein gutes Gespür für ergreifende, trauertragende Melodic-Black-Metal-Melodien, die einen regelrecht anfassen und definitiv das Herzstück der Platte bilden. Man höre nur die Melancholie-gesättigte Weltschmerzhymne „Nurtured by the Night“, die wie immer schnell nach vorne prescht, den Stil auf den Punkt bringt und einmal mehr vom authentischen Soundgewand profitiert. Nicht nur dessen Umzug gen Norden macht also deutlich, dass es dem nach kalter, hasserfüllter Extrem-Mucke dürstenden Griechen in seiner sonnigen Heimat offenkundig zu warm ist.
Mit Ausnahme von „Descent into Hades Embrace“, das mit akustisch gehaltenem Auftakt und mit durchaus interessanter Gitarrenarbeit am Ende punkten kann, fällt das Songwriting in der Breite etwas unflexibel aus, da Makris‘ Hauptaugenmerk auf emotionsgeladenen Melodiegewittern liegt, die ohne große Umschweife auf einen herniederbrechen. Wer davon unberührt bleibt, hat dann leider kaum einen Grund mehr, dieses Projekt weiter zu verfolgen, was einigermaßen schade ist.
FAZIT: Dass es Neuschotte Makris und seine Gastmusiker, die unter dem Banner WINTER ETERNAL nordischen Metal-Größen nacheifern, trotz fehlender Eigenständigkeit und zu wenig Dynamik in der Songstruktur schaffen, mit „Unveiled Nightsky“ Aufsehen zu erregen, liegt vor allem daran: sie leisten in der Hauptsache ganze Arbeit. Denn die winterliche Schwermut kommt in den aggressiven Düster-Hymnen adäquat zum Ausdruck.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Born of Winter's Breath (4:22)
- Omen of the Cosmic Order (4:48)
- Nurtured by the Night (3:56)
- Unveiled Nightsky (3:12)
- Descent into Hades Embrace (3:53)
- The Deceiver's Tale (3:53)
- Echoes of a Fallen Crown (4:47)
- Drifting into the Depths of Oblivion (1:37)
- Bass - Stelios Makris
- Gesang - Stelios Makris
- Gitarre - Stelios Makris
- Schlagzeug - Vagelis Felonis
- Sonstige - Varvara Tsotra (Cello), Dimitris Charisis (Violine)
- Unveiled Nightsky (2026) - 11/15 Punkten
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