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Portrait: Crossroads (Review)

Artist:

Portrait

Portrait: Crossroads
Album:

Crossroads

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Heavy Metal

Label: Metal Blade/Sony
Spieldauer: 42:49
Erschienen: 25.04.2014
Website: [Link]

PORTRAIT zählen neben RAM und IN SOLITUDE zum Triumvirat des schwedischen Heavy Metals. Während RAM auf ihrem letzten Album "Death" leicht schwächelten und IN SOLITUDE auf "Sister" eine dezente Kurskorrektur vollzogen, hat sich bei PORTRAIT stilitisch zum Vorgänger "Crimen Laesae Majestatis Divinae" nichts geändert, während es qualitativ sogar noch ein bisschen aufwärts geht. Änderungen gibt es nur im Line-Up, neu an Bord sind David Olofsson und Basser Mikael Castervall.

Dass MERCYFUL FATE bzw. KING DIAMOND ein Einfluss für PORTRAIT sind, macht der Gesang von Per Lengstedt (der den Namen seiner Ehefrau angenommen hat und deshalb nicht mehr Karlsson heißt) natürlich immer noch deutlich, ohne dass man jedoch in Verlegenheit käme, von Abkupferei zu sprechen, dafür ist der Gesang doch zu eigen und unverkennbar. Musikalisch machen sich vermehrt Einflüsse aus der NWOBHM bemerkbar, letztlich spielen PORTRAIT aber nichts anderes als traditionellen Heavy Metal auf verdammt hohem Niveau.

Die Schweden schaffen es, Komplexität und Eingängigkeit auf ideale Weise zu verbinden. Die Songs sind nicht oberflächlich oder gleiten schnell ins Ohr, sondern müssen erarbeitet werden. Dann fallen einem auch die vielen, mitunter ungewöhnlichen Details in der Gitarrenarbeit auf. Besonders offensichtlich sind die beim abgedrehten Hauptriff von "Black Easter", aber auch in Kombination mit den Leads kommt man bei "In Time" niemals auf die Idee, von 08/15-Riffs zu reden. Akustische Widerhaken legen PORTRAIT aber auch mit den eingängigen Stücken "At The Ghost Gate" (das trotzdem recht komplex arrangiert ist), "We Were Not Alone" sowie dem Quasi-Titeltrack "Our Roads Must Never Cross" aus. Dass mit "Ageless Rites" zwischendurch ein etwas unauffälligerer Song steht, stört da nicht weiter.

Die Düsternis des Heavy Metals von PORTRAIT wurde soundtechnisch von Tore Stjerna im Necromorbus Studio perfekt in Szene gesetzt, "Crossroads" klingt so alt, wie es bei dieser Musik eben sein muss, dabei aber so transparent, dass man jedes Instrument sofort zuordnen kann. Abgerundet wird die Platte durch das detailreiche, finstere Artwork.

FAZIT: Schwedischer Heavy Metal, der nach dem Reinheitsgebot geschmiedet wurde und keine Wünsche offen lässt. Und bevor man wieder nach ein paar Wochen bereut, dass man zu wenige Punkte gegeben hat, gibt es für "Crossroads" direkt 13 Zähler.

Andreas Schulz (Info) (Review 4962x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Liberation 1:43
  • At The Ghost Gate
  • We Were Not Alone
  • In Time
  • Black Easter
  • Ageless Rites
  • Our Roads Must Never Cross
  • Lily

Besetzung:

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