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Deus Mortem: Kosmocide (Review)

Artist:

Deus Mortem

Deus Mortem: Kosmocide
Album:

Kosmocide

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Black Metal

Label: Terratur Possessions / Ván
Spieldauer: 44:28
Erschienen: 26.04.2019
Website: [Link]

Als Angehörige einer jüngeren Generation von Schwarzmetallern stechen DEUS MORTEM zwar nicht aus dem momentanen Szene-Zeitgeist hervor wie ein bunter Hund, stellen sich aber trotzdem auch mit ihrem zweiten Album als recht eigenwillige Genre-Band heraus. Die Experimente, die sie sich bislang in erster Linie für EPs aufgespart haben (die den Langspielern typischerweise vorausgegangen sind) schlagen sich nun auch erstmals verstärkt in "Kosmocide" nieder.

Produziert wurde die Scheibe von M. (Mgla), doch der etwas dünne Sound wird dem Gebotenen nicht ganz gerecht. Auch klingen DEUS MORTEN nicht gerade nach der ersten und den Anfängen der zweiten Black-Metal-Ära, obwohl sie dies selbst behaupten. In ihrer rasanten, aber nicht allzu geradlinigen Interpretation des Stils schlagen sich allenthalben neuere Marduk und andere Schweden nieder, wobei „Kosmocide“ deutlich ungeschlachter daherkommt. Die Musiker haben aber ein Verständnis von griffigen Hooks, die sich seltener in Melodien und umso häufiger in simplen, dafür aber sofort zündenden Riffs niederschlagen.

Im Ton gleichbleibendes, aggressives Gebell ist hingegen eine empfindliche Achillesferse für die Band, da es dem Facettenreichtum zuwiderläuft, den sie im immerhin schon elften Jahr ihres Bestehens hervorkehren. Das überlange ‚Ceremony Of Revisions P.2‘ ist mit Akustik-Intro und überraschend solidem, klaren Gesang folglich das Highlight dieser unausgegorenen Mischung, die wohlgemerkt auch an anderen Stellen nicht ohne Reize bleibt. Lediglich unterm Strich möchte das Ganze nicht so recht aufgehen; wer einerseits den "atmosphärischen" Zeremonienmeister mimt und andererseits in den extremen Gefilden der alten Schule wildert, muss sich dergleichen Vorwürfe gefallen lassen.

Die brutalen Parts zeugen immerhin von aufrichtiger Wut auf was auch immer - im Gegensatz zu den bloßen Lippenkenntnissen der vielen pseudo-zornigen Trümmerkapellen dort draußen.

FAZIT: "Kosmocide" bietet in jedem Fall interessanten Black Metal, mit dem sich DEUS MORTEM allerdings zwischen mehrere Stühle setzen. Wer so etwas schätzt, ohne gleich Genre-Grenzen überschreiten zu müssen, findet sicherlich gefallen an diesem Album, das zumindest eines in Erinnerung ruft: Wie "bunt" dieser Stil mittlerweile geworden ist.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1559x gelesen, veröffentlicht am )

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10 Punkte
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Tracklist:
  • Remorseless Beast
  • The Soul of the Worlds
  • Sinister Lava
  • Through the Crown It Departs
  • The Seeker
  • Ceremony of Reversion p.2
  • The Destroyer

Besetzung:

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