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Denominate: Restoration (Review)

Artist:

Denominate

Denominate: Restoration
Album:

Restoration

Medium: CD/Download
Stil:

Progressive Death Metal

Label: Dusktone Records
Spieldauer: 46:14
Erschienen: 09.01.2026
Website: [Link]

DENOMINATE legen mit „Restoration“ eine musikalische Reise durch ein breites Farbspektrum vor!
Verträumte wirkende Gitarrenläufe treffen auf finstere Growls und eine getragene Atmosphäre, was sich gleich mit dem Opener „The Loathe Process“ als stimmungsvoller Glücksgriff erweist.


Mit „Husk“ häuten sich die Finnen aber schon zur zweiten Nummer ein Stück weit. Die Atmosphäre wirkt kantiger, die Grooves drücken schwerer aus den Boxen und auch die Growls klingen, in diesem Kontext, wesentlich dunkler als zuvor. Dass DENOMINATE echte Könner im Stimmungszickzack sind, zeigt auch „Of Passing“, das wieder wesentlich luftiger klingt. Der Bass liefert einige lockere Melodien, die sich hervorragend mit den Gitarren ergänzen.
Zugleich wird die Spielweise der Musiker immer komplexer, die Struktur des Songs verschachtelt sich zunehmend, und die ständig neu hinzugefügten Melodie-Elemente – egal ob klarer Gesang, oder feinsinnige Gitarren – sorgen für eine melancholische Note, die dem Song eine dichte Atmosphäre verleiht.


„Liminal“ geht dann noch einen Schritt weiter in Richtung Komplexität. Neben gegenläufigen Melodien, mehrstimmigem Gesang und abstrakten Rhythmen lauert an jeder Ecke eine neue kleine Wendung (seien es nun Blastbeats zu feinsinnigen Gitarrenmelodien, oder ein akustischer Gitarrenbreak, der sich völlig natürlich in den Fluss des Stücks einfügt), die für anhaltende Spannung und Unvorhersehbarkeit sorgt.
„The Cistern“ baut sich im Anschluss behäbig auf, startet sehr melodisch und entwickelt beinahe Post-Metal-Qualitäten, wodurch die Stimmung eine ganze Ecke düsterer wird. Die Mischung aus Klargesang und Growls passt hierbei sehr gut ins Bild und koloriert die grundlegende Melancholie mal mit Drama, mal mit intimem Flüstern. Ein hypnotisches Auf und Ab entsteht, das immer auf ähnlichen Motiven fußt, die aber stets ein wenig variiert werden, ohne dass der bewusste Einsatz von Wiederholung auffällt.


Mit dem anschließenden Titeltrack wird’s plötzlich sehr schwungvoll. Obwohl die Komplexität bestehen bleibt, fließt das Stück als Headbang-Garant voran, ehe sich die Gitarren zusammen mit tiefen Growls zu einem sehr melodischen Höhepunkt aufschwingen. Gleichzeitig wirkt die Atmosphäre wechselhafter; aufkeimender Aufschwung wird von Anflügen melancholischer Gitarren niedergebügelt, ehe sich der Groove mit vertrackter Härte zurückmeldet und den Nährboden für tiefe Growls bereitet.
Über die Spielzeit von knapp zehn Minuten grasen DENOMINATE hier also ihr eigenes, bereits weit gestecktes Spielfeld progressiver Death-Metal-Kunst nach Strich und Faden ab und setzen einen eindrucksvollen Schlusspunkt unter ein beachtlich starkes Album.


FAZIT: DENOMINATE wissen auf „Restoration“ durch stimmungsvoll-komplexen Progressive Death Metal zu gefallen. Dabei geizen die Musiker kaum mit handwerklicher Fähigkeit, verlieren aber ebenso wenig die Spannungsbögen ihrer Songs und den konsistenten Überbau des gesamten Albums aus den Augen. Daher birgt die Musik sowohl enormes Reifepotenzial – denn nach ein paar Durchläufen ist hier längst nicht alles entdeckt – als auch kompositorische Klasse, da die Songs länger nachhallen, als anfangs vielleicht gedacht.

Dominik Maier (Info) (Review 30x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • The Loathe Process
  • Husk
  • Of Passing
  • Liminal
  • The Cistern
  • Restoration

Besetzung:

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