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Hegeroth: Soaked in Rot (Review)

Artist:

Hegeroth

Hegeroth: Soaked in Rot
Album:

Soaked in Rot

Medium: CD/Download
Stil:

Black Metal

Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 39:45
Erschienen: 25.03.2026
Website: [Link]

Ob mit neuem Sänger auch eine Neuausrichtung einhergeht?
Diese Frage stellt sich beim Betrachten der Neubesetzung des Frontmanns von HEGEROTH durchaus. Bila raus, Chors rein und mit ihm soll nun die alles durchdringende Fäulnis besungen werden.


Dabei lassen die Polen, entsprechend dem Albumcover, kein gutes Haar am Menschengeschlecht und drücken ihre Abscheu mit marginal Death Metal-affinem Schwarzmetall aus. Der dezent scheppernde Sound (vor allem Im Bereich des Schlagzeugs) unterstreicht den verdreckten Ansatz von „Soaked in Rot“, das entsprechend seines Titels wenig bis nichts für die Reinheit des Menschengeschlechts übrig hat.
Musikalisch dagegen klingt das Album erstaunlich aufgeräumt, was kein Widerspruch zur Vertonung des Albumtitels ist. Speziell manch todesmetallisches Schnellfeuer pflügt kantig, fast punkig durch die Fäulnis-affine Musik, wodurch Stücke wie „Swiete Szlachtowanie“ relativ direkt auf den Punkt kommen.


Von der durchdringenden Atmosphäre, die HEGEROTH z.B. auf „Sacra Doctrina“ erschaffen haben, finden sich dagegen leider nur noch Spurenelemente.
In Stücken wie „The Degrees“ oder auch dem Opener „You May Call Me A Witch“ blitzen aber immer wieder feingliedrige Gitarrenmelodien und unheilvolle Harmonien auf, die für das durchdringende Element des Black Metal sorgen.


Allerdings setzt „Soaked in Rot“ im Rahmen der festgelegten Möglichkeiten der Band vermehrt auf Vielseitigkeit. Speziell das scheppernde Schlagzeug gefällt durch kleine Kniffe, wie einen unerwarteten Beckeneinsatz, oder fast rockigen Groove („Gdybym Istnial“). Gleichzeitig tönt der Sound des Albums weniger kalt und schneidend als eine unterschwellig brodelnde Wärme auszustrahlen, die sich u.a. im prägnanten Bassspiel zeigt.


FAZIT: HEGEROTH klingen auf „Soaked in Rot“ zwar nicht zwingend wie das musikalische Äquivalent ihres Albumtitels (dafür sind in diesem Jahr bisher Bands wie u.a. FOSSILIZATION zuständig), dennoch ist Bene und Chors ein stimmiges Album gelungen, das leider nicht ganz die Atmosphäre und Tiefe eines „Sacra Doctrina“ erreicht.

Dominik Maier (Info) (Review 74x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • You May Call Me A Witch
  • The Act Of Lust
  • Blogoslawieni Slepi
  • The Nails
  • Hypocrisy Demands Blood
  • Swiete Szlachtowanie
  • The Degrees
  • The Swing
  • Gdybym Istnial

Besetzung:

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